... hier im Ländlicheren. In den Tagen des Urlaubs war ich einmal Lebensmittel einholen auf dem Markt - und dann höchstens noch irgendeine vergessene Kleinigkeit hinterher.
Gestern, am ersten Tag in der Stadt, bemerkte ich diffuse Gedanken wie "Was brauchst Du denn noch - könntest ju ja jetzt besorgen - war noch was?" Ne - war nix. Alles prima. Alles da.
Na gut - ein paar feine Winterstümpfe noch ... aber die hole ich auf dem Markt. Und sonst? Nichts sonst. Aha!
Die Stadt mit ihren vielen Läden - suggeriert immer wieder über den Tag - bestimmt brauchst Du noch was.
Mit so ein wenig Urlaubsabstand eine interessante Beobachtung. Und in diesen Urlaubstagen habe ich sowenig Geld ausgegeben, wie selten zuvor. Daher auch der Beschluß, demnächst mal länger frei zu machen - nach vielen Jahren.
Jetzt freue ich mich schon auf den nächsten Markteinkauf und auf die nun erscheinenden Wintergemüse. Irgendwo las ich heute auf einer Restaurant-Außenwerbung was von "Grünkohl" .... und kann es kaum erwarten, mir einen köstlichen Eintopf von solchem zu machen. Wie sich der eigene Geschmack so über die Jahre wandelt - früher hätte ich sowas nicht angerührt, heute gelüstet es mich geradezu nach kraftstrotzendem Wintergrün.
Nächstes Wochenende wird die Uhr umgestellt - mir ist es sehr recht. Gehöre zu denen, deren Rhythmus sich nur ungern an diese Uhrdreherei auf Sommerzeit anpaßt.
Und jetzt noch diese letzten lauen, fast sommerlichen Tage genießen - das Farbspiel des Laubes, gerade auf seinem Zenit, prachtvollst in Gold, Silber und Kupfer schillernd.
Vermehrt gehörter Kommentar der Mitmenschen dazu: "Ach, das gibt wieder soviel Dreck!" Die spinnen, die Degenerierten .... Und von "bestem Humus" haben sie wohl auch noch nie was gehört. Der nächste, der so einen Spruch abläßt, wird von mir gefragt werden, ob Leichen ebenfalls unter "Dreck" laufen?!
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