Donnerstag, 18. Oktober 2012

Hauspflegefreuden

Bei goldener Oktobersonne die Hausaufgaben nachgeholt: Hof und Zufahrt kehren. Stille geniessen. Wohltuender Kontrast zur Großstadt. Viel Raum. Das Haus steht allein, rundum ist viel Platz.
Die Nachbarn kommen gerade aus dem Urlaub wieder - sie fahren oft weg über Frühjahr, Sommer, Herbst. Und ich bin oft ganz allein im Haus. Gut.
Nochmal neu beginnen - ressentimentfrei. Wir - die Frau und ich - setzen uns zusammen auf die Treppe und erzählen ein wenig. Der Mann kommt auch dazu.  Nett eigentlich, so ein wenig Nachbarschaftspflege. Ich nehme hiermit die "Kontrollinstanz" zurück. Habe gelernt - daß es Sinn macht, so ein Haus zu pflegen und in Ordnung zu halten. Sogar Freude.  Es gibt etwas, was ich mit diesen Leuten teile: Die Freude an der schönen Umgebung, den Bäumen, dem vorm Fenster frühstückenden Eichhörnchen, den Vogelkonzerten .... Die große, prächtige Thuja, die der junge Mann von unten gerne fällen würde, hat auch hier Rückendeckung - kommt gar nicht in Frage. Gut - sie ist gerettet - durch klare Mehrheit.
Nach zwei netten Stündchen draußen, teils gemeinsam verbracht, halten wir eine Idee locker im Auge für das kommende Frühjahr: Einen gemeinsamen Gartentag, an dem wir zusammen die Beete pflegen - und danach vielleicht gesellig eine Flasche Sekt aufmachen. Ja, gerne. Bekanntlich geht Arbeit gemeinsam leichter von der Hand und macht mehr Spaß. Für meine Kräuter ist auch genug Raum - ich kann sie einfach in die Beete setzen, wo Platz ist und wo ich gerne möchte. Im kommenden Frühjahr.  Geht doch ...

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