Sonntag, 28. Juni 2009

Absurdistan bei Millionärs

Komische Sache ... seit ich hörte, daß Michael Jackson tot ist und einen dreistelligen Millionenbetrag (die Presse schreibt sich zwischen 100 und 500 Mios was zurecht) an Schulden hinterlassen hat, fasziniert mich das irgendwie. Ich kapier das nicht - der hat doch genug verdient mit seinem Plattenverkauf. Selbst seine irrwitzigen Verunstaltungen können nicht so teuer gewesen sein .... Noch so ein Paradebeispiel dafür, daß Gott nicht logisch handelt.
Ich mochte diese Figur nicht, die er darstellte - und auch nur wenige seiner Songs - aber ich wünsche ihm eine gute Reise in die nächste Dimension und viel wohltuenden, heilenden Seelenfrieden.

Montag, 22. Juni 2009

Hallelujah

.... zwar habe ich zu dieser Stunde noch keine neues Heim - aber etwas anderes ist geschehen:
Ich habe keine Lust mehr, mich zu be-klagen und/oder zu be-schweren. Das ist doch schon mal was! Diese ganze absurde Nummer hier hat mir einen großen Spiegel vor´die Nase gehalten, was ein tiefsitzendes Opferprogramm betrifft! Und das war gar nicht angenehm, daß zu akzeptieren und in den Spiegel zu schauen. Jetzt ist der Widerstand aufgeweicht. Habe Ängste gefunden, die ich über Jahrzehnte versteckt hatte. Pure Überlebensangst. Umso verrückter, da eh noch niemand je dieses Leben überlebt hat! Gut, zu sehen und das alles endlich wirklich zu fühlen, selbst, wenn es sehr unangenehm ist.
Sehr hilfreich ist mir in diesen Tagen auch dieser Satz von Mary Burmeister:
Being trapped is safe and secure
In der Falle sitzen ist sicher und bequem

Mittwoch, 17. Juni 2009

Eingerüstet - Ausdehnen

Das ganze Haus ist eingerüstet - alle Fenster dicht, nicht zu öffnen über den Tag wegen Dreck und Lärm. Ersticken oder Dreck fressen und dann eben am Dreck ersticken, so die beiden Wahlmöglichkeiten vor Ort. Wäsche trocknen geht gar nicht mehr. Noch mehr fremde Männer vor den Fenstern, noch näher auf der Pelle. Der Nachbar über mir ist über´s Pfingstwochenende ausgezogen, ich hab´s erst Dienstag mit einem großen Schreck gemerkt, als es über mir zur Sache ging. Sicher hat dieser Schreck auch nochmal die heftige Bronchitis verstärkt. Es ist eine harte Übung und nicht mehr ganz leicht, nicht krank zu werden hier - zumal ja die Atemwege mein empfindlicher Part sind und die Staubdecke in Treppenhaus und Hof immer dicker wird.
Eine Art Geisterhaus. Nur noch meine Nachbarn hier unten und eine türkische Frau sind übrig von den ehemaligen Mietern. Na, vielleicht auch noch jemand ganz oben, aber da wußte man noch nie, wer jetzt alles genau dort haust. Und die neue Hausbesitzerin im ersten Stock und im dritten noch ein neuer Mieter. Also doch nicht ganz so verlassen von Bewohnern, wie es sich anfühlt. Dafür umso voller mit Bauarbeitern.

Gestern bin ich dann geflüchtet, mir blieb keine Wahl. Ich saß eine Weile am Fluß in einem "Bad Dingens" am schönen Rhein und habe Wasser und Wolken an mir vorbeiziehen und mich vom geliebten Wind reinigen lassen.
Heute morgen habe ich trotz Hilti versucht, die Dinge zu tun, die ich tun wollte. Aber ehrlich gesagt - es ist völlig unberechenbar und meistens muß ich kapitulieren, bevor ich durchdrehe. So - kam ich in den vergangenen Monaten überhaupt nicht zu den guten Dingen, die mir so als Ideen vorgeschwebt hatten. Nichts davon ist wirklich realisiert. Die Bude verdreckt immer weiter, denn ehrlich gesagt, habe ich angesichts des Drecks vor der Tür auch keinen Motivationsschub bekommen, schon gar nicht zum Fensterputzen.

Inmitten des Wahnsinns habe ich heute morgen meditiert, bevor die Bauarbeiter kamen, also vor sieben Uhr, denn da geht´s los. Ab sieben Uhr dann mit Ohrstöpseln - ich werde immer stoischer.
Eben habe ich trotz allem eine Stunde Yoga eingelegt, endlich! Als ich von meiner FRZ-Ausbildung zurückkam, war ich so schön gedehnt - wir haben dort auch Yoga gemacht - und innerlich gereinigt - und mit der Bronchitis am nächsten Tag ging nichts mehr, alles dahin - jetzt kann ich wieder beginnen. Wie der schöne Spruch am Rande sagt: Fällst du siebenmal hin - steh achtmal auf.

Kurz zusammengefasst: Ich habe schon seit langem weder ein "Zuhause" noch einen Ort des Rückzugs für mich selbst, wo ich einmal ungestört sein kann und wo ich weiß, ich kann dort Dinge nur für mich tun.

Gestern war ich so sauer und deprimiert, als die mir wieder ein Gerüst und diesmal vor sämtliche Fenster gebaut haben, daß ich dachte, ich gehe jetzt zum Arzt und lasse mir ein Attest geben, Bronchitis und Nervenschädigung - und ich sperre den Dauerauftrag für die Miete ab nächsten Monat - denn hier kann man ja gerade noch hausen.
Später fiel mir ein, daß das natürlich Kraftverschwendung ist, gegen das Unvermeidliche ankämpfen zu wollen. Es geht wohl eher um Hingabe. An das totale Chaos. Hineingehen. Uralte Gefühle erforschen. Das Thema, keinen eigenen Raum zu haben, kein Zuhause, keinen Ort des Rückzugs und dazu weder Geborgenheit noch irgendwelche Sicherheit - das Leben eben, so wie es sich gerade zeigt.

Manchmal klappt es ganz gut - solange die Nerven mitmachen. Und die will ich jetzt gut kräftigen (siehe oben).

Heute morgen fiel mir nochwas sehr Wichtiges ein. Ich sinnierte gerade darüber, daß wir Menschen beim Trommeln immer dann gut und mühelos im Rhythmus bleiben, solange wir einfach spielen, nichts wollen und den Verstand außen vor lassen. Sobald der Verstand sich aber einmischt, um zu kontrollieren, ob die Hände auch alles richtig machen - geraten diese ins Trudeln und fliegen raus. Und dann fiel mir auf, daß das übertragbar ist auf alles Andere. Sobald der Verstand etwas anderes will, als das, was sich mir hier gerade präsentiert - fliege ich aus meiner Mitte und verliere Kraft.

Nein, mein neues Zuhause habe ich leider noch nicht gefunden. Das nur am Rande - habe ja jetzt schon öfter gehört "Zieh doch einfach um". Ja, gerne - sobald sich die Gelegenheit ergibt. Aber auch das geht erst - wenn es geht. Und manchmal geht eben gar nichts von dem, was ich gerne hätte. Und diesmal scheint es besonders hartnäckig stillzustehen. Es war eine lange "dunkle Nacht der Seele".

Jetzt - gehe ich raus ans Licht und in die Sonne und tanke frische Lebensenergie - und wenn ich zurückkomme, räume ich gründlich auf.

Sonntag, 14. Juni 2009

Recommendation from heart & source: Joe Marshalla und Bruno P. Würtenberger

Joe Marshalla ist in der Tat ein sehr herz-licher und erfahrener Mensch, der es versteht, die Botschaft von Freiheit in liebevoller und sehr bodenständiger Form zu übermitteln. Es lohnt sich wirklich, ihm zuzuhören - und zu erkennen, wie sehr der eigene Verstand fremdprogrammiert ist. Wer Interesse an und Lust auf fundierte Selbst- und Bewußtseinserforschung hat und einigermaßen gut englisch versteht, wird vielleicht auch so viel helle Freude mit ihm und seinen Wahr-nehmungen haben, wie ich. Ich liebe sehr, was und wie er es sagt.
Und ich liebe auch sehr, daß da mal "richtige Musik" im Vor- und Abspann läuft und nicht dieses für mich körperlich und seelisch schmerzhafte stocksteifdeutsche (indisch-kopierte) Eso-Wischi-Waschi-Geklimpere für zu großgewachsene Kindergarten-Kinder !!!

Den hier liebe ich auch sehr: Bruno Purusha Würtenberger. Habe ihm eben bei einer Diskussionsrunde live gelauscht und mich sehr gefreut über jedes Wort bzw. jeden Zwischenraum inmitten der Wörter. Auch ihn kann ich allen weiterempfehlen, die an Großherzigkeit und Freiheit interessiert sind - widerum auf sehr bodenständige und selbst durchlebte Weise.

Beiden erfreulichen Erscheinungen gemeinsam sind ihre Erfahrungen mit dem Prädikat "klinisch tot" bzw. "Nahtoderlebnis" in diesem Leben und insbesondere dem, was weit darüberhinaus geht und manchmal als "Gott", "Erleuchtung", "Ewigkeit", "Sein" oder noch ganz anders genannt wird.

Sonntag, 7. Juni 2009

Ich kann mir dieses alte Griechisch zwar nicht gut merken ....

... aber der Film ist wirklich sehr interessant! Dieses griechische Wort, welches ich immer wieder vergesse, lautet KYMATICA und bedeutet wohl sowas wie Polarität. So heißt auch der Fim von den Brüdern Stewart (die schon einen namens "Esoteric Agenda" gemacht haben) -
"Kymatica 2009".

PS: "Kymatik, das Erforschen von Wellenphänomenen und Schwingungen, ist eine Wissenschaft, die der Schweizer Arzt und Naturwissenschafter Hans Jenny begründet hat. Er benutzte Hörschall, um Pulver, Pasten und Flüssigkeiten in
naturgetreue, fließende Schwingungen zu versetzen."
Gibt es im Original (mit deutschen Untertiteln auf Google) sowie in deutsch synchronisierter Fassung zu sehen und zu hören, wobei die deutsche Übersetzung von einem russischen Herrn gesprochen wird mit charmantem Akzent und dem typischen "nje" statt "n". Letzteres tut aber nicht viel zur Sache.
Es geht grob gesagt und im Kern darum, daß der Zustand der Welt und die Fortsetzung bzw. aktuelle Potenzierung der Entfremdung des Menschen von sich selbst und von seiner eigenen Natur sowie der Natur an sich im Grunde auf mangelndes Bewußtsein über diese ihm selbst eigene Natur zurückzuführen ist.
Als Folge der immanenten und überwältigenden Angst vor der eigenen Natur übt sich das Mensch konsequent-radikal in der Verdrängung der eigenen "Schattenanteile" und deren Verlagerung in die äußere Welt.
Das Mensch an sich ist zu allem fähig - zu größter Liebe und größter Zerstörung - will es aber keineswegs wissen. Und solange das Mensch dies nicht bei und in sich selbst sieht, wird es immer seine ureigensten Kriege ins Außen projizieren und lieber gleich die ganze Menschheit inklusive der ohnehin schon saglos gequälten Mitwesen sowie nötigenfalls auch den ganzen Planeten mitzerstören, anstatt die Existenz von Kymatica in sich selbst zu umarmen. Das gilt auch explizit für die vielen New-Age-LichtträgerInnen in hellen Gewändern - und wird im Film sehr schön angesprochen.
Es geht auch um diese seltsame Angst vor der Freiheit, um die bevorzugte Abgabe der eigenen Verantwortung an wenige Machthabende, um interessante energetische Zusammenhänge in diesem Spiel und u.a. auch die Rolle der DNA dabei ...
Hier und auf dem Foto kannst du dich zu den verschiedenen Versionen des Films rüberklicken.

Freitag, 5. Juni 2009

Was macht ein gutes Meister und/oder ein gutes Heiler aus?


Ich habe gerade eine 11-tägige-Intensiv-Ausbildung in Sachen FRZ (Fußreflexzonenmassage) gemacht. Es war rein fachlich und vor allem praktisch gesehen eine sehr gute und intensive Erfahrung und ich hatte sehr nette, ebenfalls aufnahmebereite Kolleginnen.

Männer waren keine dabei. Nur unser Ausbilder, das war ein Mann. Und was für einer! Absolut macht- und kontrollsüchtig, schon krankhaft. Und dabei sich selbst sehr spirituell und quasi allwissend dünkend, mit einem Umgangston uns gegenüber, der oft sehr grenzüberschreitend war. Nachdem eine Kollegin ihm bereits beim Mittagessen sagte, er sei ein "Diktator" fragte ich ihn, ob er denn auch seine eigenen Vorleben mal durchgesehen hätte. Er behauptet, daß er die Fähigkeit habe, so etwas bei Anderen zu sehen. Und ich sagte noch dazu. daß ich sehr sicher sei, daß er irgendwann mal einen Aufseherposten innehatte .... ergänzend dazu meinte jemand, vielleicht beim Bau der Pyramiden in Ägypten. Paßt.

Insgesamt habe ich zu wenig zu all seinen Unverschämtheiten gesagt - um möglichst bei mir und bei der Sache selbst zu bleiben und mich nicht an Nebenschauplätzen aufzureiben sowie um des lieben (Schein-) Friedens innnerhalb der Gruppe wegen - besonders, weil mich die Kolleginnen jedesmal sofort ausgebremst haben mit einem freundlich-gemeinten "Friedensgesang", sobald ich in direkte Konfrontation ging - was manchmal sein mußte. Sie konnten es wohl schwer aushalten - für mich war´s gerade richtig und ich hätte gerne endlich mal Gas gegeben.

Das Ergebnis von zuviel Runterschlucken und Verweilen in dieser oft extrem gespannten Atmosphäre, in der schmerztriefenden Aura dieses frustriert-aggressiven Despoten und der Angst der weiblichen Kolleginnen vor offener Konfrontation ist: Ich habe seit meiner Rückkehr am Montag eine schwere Bronchitis auszukurieren und es hat mir nun schon für einige Tage nahezu völlig die Stimme verschlagen. Wirk-lich zuviel heruntergeschluckt.

Eine sehr wertvolle Erkenntnis für mich. Gleiches ist mir schon einige Male im Leben geschehen; jedesmal, wenn ich etwas bei mir behalten habe, was dringend und am besten sofort hätte gesagt werden müssen. Jetzt ist es an der Zeit für mich, mal so richtig ausgiebig zu kotzen. Ganz ernsthaft. All das Heruntergeschluckte in die richtige Richtung wieder auswerfen. Und den Lungenstrom aus dem Jin-Shin-Jyutsu für mich kultivieren, der sehr wohltuend ist.

Beim Herrn Storl neulich (absolut empfehlenswert, später Meer ...) habe ich mir bereits ein gutes, natürliches Kotzmittel zur kurzfristigen Anwendung gemerkt: Die Rinde eines wohlbemessenen Aststückes (Zweidrittel vom Zeigefinger) vom Holunder nach oben hin mit einem Messer abschälen und das Pulver hinein in Schlund .... (nach unten hin geschält bewirkt Ausleitung nach unten hin - wunderbar!) aber auch im Yoga gibt es dafür schöne Methoden. Wolf Dieter Storl merkte dazu auch an, daß zum Beispiel Studenten sich deshalb oft besaufen und anschließend übergeben - weil sie während des Studiums zuviel schlucken sollen. Für mich macht das Sinn und ich hatte als Jugendliche und junge Frau ebenfalls so manch kniende Begegnung mit der Kloschüssel, um wieder auszukotzen, was ich nicht auf Dauer schlucken wollte.


Was also macht ein gutes Meister und/oder ein gutes Heiler aus?
Ich weiß es, weil ich solche schon oft getroffen habe und es mit ihnen sofort im Herzen resoniert:
Es weiß, daß es nichts weiß. Und sagt es auch ganz ohne Scham und frei von der Seele weg. Und es weiß auch, daß es nur Kanal ist und alles andere ist Gnade, sind Geschenke.
Und wer das weiß, hat überhaupt keinen Anlass, sich über andere erheben zu wollen.

Wer von Euch in meiner Nähe weilt und gerne mal solch eine Fußreflexzonen-Massage oder eine harmonisierende Be-Hand-lung durch Jin-Shin-Jyutsu ("japanisches Heilströmen") erfahren möchte, ist herzlich eingeladen und kann gerne mit mir via Mail Verbindung aufnehmen.

Mittwoch, 3. Juni 2009

What makes your heart sing?

Was läßt mein Herz höher schlagen?
Sehr gute Frage - werde mal nachsinnen während ich meine Sommer-Erkältung auskuriere mit allerlei Wohltuendem. Dieser schöne Header zum Beispiel mit dem sommerlichen Ambiente, also Mutter Natur, die läßt mein Herz höher schlagen. Am höchsten natürlich live im Wald und auf der Wiese unter fliegenden Wolken und liebkost vom Wind ... ganz in der Nähe des Ozeans, zu dem ich in dieser Vision gehe. Und sonst? Werde wie gesagt drüber sinnieren. Es gibt sicher jede Menge netter Momente im Leben - aber der Gesang des Herzens ist schon etwas Tiefgehenderes. Da braucht es ein feines Lauschen.