Freitag, 5. Juni 2009
Was macht ein gutes Meister und/oder ein gutes Heiler aus?
Ich habe gerade eine 11-tägige-Intensiv-Ausbildung in Sachen FRZ (Fußreflexzonenmassage) gemacht. Es war rein fachlich und vor allem praktisch gesehen eine sehr gute und intensive Erfahrung und ich hatte sehr nette, ebenfalls aufnahmebereite Kolleginnen.
Männer waren keine dabei. Nur unser Ausbilder, das war ein Mann. Und was für einer! Absolut macht- und kontrollsüchtig, schon krankhaft. Und dabei sich selbst sehr spirituell und quasi allwissend dünkend, mit einem Umgangston uns gegenüber, der oft sehr grenzüberschreitend war. Nachdem eine Kollegin ihm bereits beim Mittagessen sagte, er sei ein "Diktator" fragte ich ihn, ob er denn auch seine eigenen Vorleben mal durchgesehen hätte. Er behauptet, daß er die Fähigkeit habe, so etwas bei Anderen zu sehen. Und ich sagte noch dazu. daß ich sehr sicher sei, daß er irgendwann mal einen Aufseherposten innehatte .... ergänzend dazu meinte jemand, vielleicht beim Bau der Pyramiden in Ägypten. Paßt.
Insgesamt habe ich zu wenig zu all seinen Unverschämtheiten gesagt - um möglichst bei mir und bei der Sache selbst zu bleiben und mich nicht an Nebenschauplätzen aufzureiben sowie um des lieben (Schein-) Friedens innnerhalb der Gruppe wegen - besonders, weil mich die Kolleginnen jedesmal sofort ausgebremst haben mit einem freundlich-gemeinten "Friedensgesang", sobald ich in direkte Konfrontation ging - was manchmal sein mußte. Sie konnten es wohl schwer aushalten - für mich war´s gerade richtig und ich hätte gerne endlich mal Gas gegeben.
Das Ergebnis von zuviel Runterschlucken und Verweilen in dieser oft extrem gespannten Atmosphäre, in der schmerztriefenden Aura dieses frustriert-aggressiven Despoten und der Angst der weiblichen Kolleginnen vor offener Konfrontation ist: Ich habe seit meiner Rückkehr am Montag eine schwere Bronchitis auszukurieren und es hat mir nun schon für einige Tage nahezu völlig die Stimme verschlagen. Wirk-lich zuviel heruntergeschluckt.
Eine sehr wertvolle Erkenntnis für mich. Gleiches ist mir schon einige Male im Leben geschehen; jedesmal, wenn ich etwas bei mir behalten habe, was dringend und am besten sofort hätte gesagt werden müssen. Jetzt ist es an der Zeit für mich, mal so richtig ausgiebig zu kotzen. Ganz ernsthaft. All das Heruntergeschluckte in die richtige Richtung wieder auswerfen. Und den Lungenstrom aus dem Jin-Shin-Jyutsu für mich kultivieren, der sehr wohltuend ist.
Beim Herrn Storl neulich (absolut empfehlenswert, später Meer ...) habe ich mir bereits ein gutes, natürliches Kotzmittel zur kurzfristigen Anwendung gemerkt: Die Rinde eines wohlbemessenen Aststückes (Zweidrittel vom Zeigefinger) vom Holunder nach oben hin mit einem Messer abschälen und das Pulver hinein in Schlund .... (nach unten hin geschält bewirkt Ausleitung nach unten hin - wunderbar!) aber auch im Yoga gibt es dafür schöne Methoden. Wolf Dieter Storl merkte dazu auch an, daß zum Beispiel Studenten sich deshalb oft besaufen und anschließend übergeben - weil sie während des Studiums zuviel schlucken sollen. Für mich macht das Sinn und ich hatte als Jugendliche und junge Frau ebenfalls so manch kniende Begegnung mit der Kloschüssel, um wieder auszukotzen, was ich nicht auf Dauer schlucken wollte.
Was also macht ein gutes Meister und/oder ein gutes Heiler aus?
Ich weiß es, weil ich solche schon oft getroffen habe und es mit ihnen sofort im Herzen resoniert:
Es weiß, daß es nichts weiß. Und sagt es auch ganz ohne Scham und frei von der Seele weg. Und es weiß auch, daß es nur Kanal ist und alles andere ist Gnade, sind Geschenke.
Und wer das weiß, hat überhaupt keinen Anlass, sich über andere erheben zu wollen.
Wer von Euch in meiner Nähe weilt und gerne mal solch eine Fußreflexzonen-Massage oder eine harmonisierende Be-Hand-lung durch Jin-Shin-Jyutsu ("japanisches Heilströmen") erfahren möchte, ist herzlich eingeladen und kann gerne mit mir via Mail Verbindung aufnehmen.
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