Mittwoch, 29. Oktober 2008

Ne, war doch nicht der Herr Tucholsky ...

.... Richtigstellung erfolgt u.a. hier, auf diesem Tucholsky-Blog.
Solche Irreführungen sind ja recht typisch für unsere Internetzeiten- und eben kam mir die Idee, lieber mal nachzuschauen beim Herrn Tucholsky, obwohl ich dem Absender der Mail 100 % vertraut habe. Der Gedanke kam vielmehr daher, daß ich kürzlich schon mal auf eine Satire reingefallen war, in der Schröder, Schily und Joschka die Alitalia für einen Appel und ein Ei gekauft haben. Es erschien mir so überhaupt nicht abwegig oder verwunderlich, ganz im Gegenteil.
Nichtsdestotrotz bleiben für heute viele Parallelen in der Zeitschleife und ich weiterhin immer mal wieder in einer solchen befindlich, nämlich was die Methoden betrifft, mit der "neue Ordnungen der Welt" - also die Verteilung der Pfründe - von einigen wenigen beschlossen und durchgezogen werden. Und ich war mal wieder für eine Weile in der Weimarer Republik, die mich schon als Jugendliche äußerst fasziniert hat. Nur, daß ich damals nicht gedacht hätte, ja nicht einmal vor wenigen Monaten gedacht hätte, daß wir hier (noch)mal sowas erleben ... wie auch immer es sich nun entwickeln mag.

Mail von Tucholsky ...

Bin noch ganz baff, besonders über die exakte Übereinstimmung diverser Begrifflichkeiten ... dieses Gedicht vom Herrn Tucholsky erreichte mich heute - er hat es vor 78 Jahren geschrieben. Geschichte wiederholt sich, schon mal gehört? Ich komme mir gerade ein wenig wie in einer Zeitschleife vor.

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.

Kurt Tucholsky, 1930,
veröffentlicht in "Die Weltbühne" (!)

Übrigens, die ursprüngliche Bedeutung von "privat" stammt vom lateinischen "privare" und dies bedeutet "berauben".

Sonntag, 26. Oktober 2008

Stille ...

... ist hier. Es gibt nichts Besseres.
Sei still und wisse, du bist Gott.
Es gibt nichts zu tun.
Leben taucht einfach auf.
Ich bewege mich nicht.
So unendlich süß.
Atem geschieht.
Nichts zu tun.
Süßes Nichts.
All-ein.
Für eine Weile - inmitten der Ewigkeit.
Oder so .....

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Licht-Vampirismus

Nach einem Telefonat heute vormittag muß ich es mal LAUT und DEUTLICH aus-schreiben: Ich kann sie nicht ernstnehmen, diese vielen selbsternannten LichtarbeiterInnen, die letztlich nichts anderes als angstbesetzte Licht-Vampire sind. Eine Bekannte von mir schwelgt in einer derart künstlichen, positiv-verkrampften und meines Erachtens völlig über-belichteten Ausdrucksweise, daß ich dahinter nicht nur eine nicht-gelebte Angst vor den eigenen Schattenseiten spüre, sondern mich auch regelmäßig nach solchen Gespräch "irgendwie dunkel" fühle.

Weil ich so unter-belichtet bin. Weil ich nicht ständig nur Liebe, Frieden und Freude predige. Weil ich tatsächlich noch so unterbelichtet-unspirituell bin, mir hier und da eine glatte und auch gerne eine krasse Bewertung zu erlauben. Weil ich so ein ungereinigter, schatten-verseuchter und gar nicht altruistischer, sondern ein egoistisch-hedonistischer Mensch bin. Weil ich überhaupt nicht positiv-perfekt bin. Weil ich nicht ständig davon erzähle, welche Licht-, Engel-, Farb-, Auren- und Herzensenergien um mich herum wahrnehme (sondern Energie einfach nur spüre). Weil ich keine Kristalle oder sonstige von anderen Menschen aufgeladene Lichtenergie brauche - und nicht einmal dran glaube, daß die überhaupt etwas aufladen. Weil ich meine Steine-Sammlung einfach nur so für mich hier habe, nicht zum Heilwerden oder um mich damit zu brüsten, daß ich mit den Steinen kommuniziere (was ich durchaus tue bzw. diese mit mir). Und so weiter und so fort.


Diese selbsternannten LichtarbeiterInnen und HeilerInnen sind so lichtvoll, daß ich mir nach so einem Gespräch sehr dunkel vorkomme. Aber nicht wirklich - das war natürlich ironisch gemeint.
Eben habe ichs´s nochmal wieder sehr deutlich erlebt: Es handelt sich um Licht-Vampire. Die holen sich ihr Licht gar nicht aus sich selbst heraus - sondern sie ziehen dir deins ab, wenn du nicht gut in dir ruhst. Sie holen es von Engeln, von aufgestiegenen Meistern, von den Sternen, aus Essenzen ..... und von anderen Menschen, denen sie gerne erzählen, was alles mit ihnen nicht in Ordnung ist und die sie dann mit ihrem lichtvollen Rat schlagen.


So auch kürzlich noch interessiert auf diversen Esoterikmessen und Naturheiltagen beobachtet, wo inzwischen immer neue Licht-, Engel- und Heilessenzen auftauchen und ich vor lauter Licht, Raum- und Auren-Reinigung abends dicke Kopfschmerzen hatte und energetisch fix und alle war.

Nach wie vor halte ich es für eine Anmaßung, wenn ein Mensch vorgibt, er könne einen anderen heilen. Das ist nicht möglich. Ich bin nämlich schon heil. Und ganz. Übrigens oder vielleicht gerade, weil ich auch um meine "dunklen Anteile" und um meine Ängste weiß - und lieber mal kräftig fluche, statt ständig um die Dinge herumzulavieren aus Angst, dadurch "negative Energie" zu erzeugen (hinter der meist die Angst, nicht mehr geliebt zu werden, steht).

Auf einer dieser heilsbringenden Veranstaltungen bot eine Dame selbstgenähte Kissen in recht geschmacklosen Mustern und Stoffqualitäten an unter dem Label "Sch*tz", was für "Schutz-" und/oder "Schatzkissen" stehen soll. Ich schaute mir stillschweigend und interessiert das Geschäftskonzept an ihrem Stand an, als ich - für mein feinstofflich-energetisches Empfinden etwas unsanft - aufgefordert wurde, doch ruhig mal so ein Kissen anzufassen. Unschuldig rutschte es mir raus "Danke, ich brauche gerade gar keinen Schutz, mir geht es gut.", und ihr Gesicht schien sich für einen Moment lang zu verfinstern.

Ein Vortragender, der gutes Geld mit einem Stand voller "energetisierter Lichtkristalle" und diversen anderen "Schutzgegenständen" verdient, sprach es während seiner Darbietung aus und damit hat er bei mir auf Lebenszeit gewonnen: "Wenn Sie in sich selbst ruhen, brauchen Sie im Grunde nichts von dem ganzen Zeugs."

So richtig schwillt mir der Kamm, wenn mein Gegenüber mir auch noch ins Wort fällt und mir dann weismachen will, es habe die Botschaft meiner Gedanken schon erhalten, bevor ich noch die Worte ausgesprochen habe. Oder die Engel hätten es bereits übermittelt. Argghhh ...
Ich bin durchaus eine Freundin von energetischen Vorgängen und besonders an den nicht-sichtbaren Dimensionen interessiert, und daß es Telepathie u.a. gibt, ist für mich gar keine Frage. Was ich aber nicht mag, ist solche "Kindergarten-Telepathie" und vor allem dieses Sich-Brüsten mit besonderen medialen Fähigkeiten und "Herzenergien" etc. pp. Das impliziert nämlich, anderen Wesen dasselbe im gleichen Atemzug absprechen zu wollen. Gilt übrigens auch für alle, die sich selbst für "besonders sensitiv" und/oder sensibel halten. Alles nur das Ego, welches sich als etwas Besonderes empfinden möchte - andersrum: Die Angst davor, nichts Besonderes zu sein.

So, das soll erst mal genügen. Ich merke gerade, ich könnte schon ein ganzes Buch mit diesen Schattenverdrängern füllen ... da wir bekanntlich auf Erden in einer Polarität leben und nach meinem Erleben der Mittelweg zur eigenen Mitte führt, werde ich auch weiterhin Licht UND Schatten geniessen.

Sonnige und lichthafte und engelsgleiche Grüße, die Zwillingssonne und der schwarze Vogel

PS: Stell dir mal vor, es gäbe nur "lichthafte" Musik - wie trist wäre denn das und wo blieben all die wundervollen, traurigen Lieder, brrrrr .... Samba de choro negro und all die wunderbare Zigeunermusik ...

Highlights - kostenfrei, multidimensional und ohne Worte

Ich war kürzlich nochmal auf dem Friedhof, auf dem die Asche meiner Mutter vergraben ist. Es ist eine große Wiese mit den Urnen von Menschen, die anonym bestattet werden wollten und es ist ein viel schönerer Platz, als ich ursprünglich dachte. Er hat eine wirklich angenehme Energie.
Es handelt sich um eine größere rasenbedeckte Fläche am Ende des großen Friedhofs, mit schönem altem Baumbestand. Auf einem zentralen Platz in der Mitte gibt es die Möglichkeit, Blumen und sogar Kerzen und Windlichter (manche mit Foto ...) aufzustellen, und da sich gleich soviele Menschen darum kümmern, gibt es immer frische Blumen und auch um die Baumstämme herum stellen die Menschen Blumen, Pflanzentöpfe und Lichter auf, manches Windlicht hängt sogar an einem Zweig der großen Bäume.
Es hat etwas "friedvoll Geselliges".

Das Highlight bei meinem erst zweiten Besuch war aber diesmal die Versammlung im hintersten Gang auf diesem Friedhof, direkt hinter der Wiese, auf dem verhältnismäßig wenige Menschen unterwegs sind, da er so abgelegen ist und nicht mehr irgendwohin führt: Dort traf ich auf einen Fuchs und mehrere Katzen sowie eine Horde Raben und Tauben, alle zusammen wie in einer Besprechung versammelt, ein schönes und für mich sehr seltenes Bild. Als ich langsam weiterging, hatten sich die Vögel bereits wegen einem Passanten in die Lüfte erhoben und waren verschwunden. Der Fuchs und die getigerte Katze aber zogen sich lediglich ins Gebüsch zurück und als ich meine guten Absichten zum Ausdruck gebracht hatte, ließ der Fuchs sich noch eine ganze Weile von mir aus nächster Nähe bewundern, am hellichten Tag. Im Gebüsch standen zwei Näpfe mit Futter, an denen er sich labte. Die Katze, ein Stück weiter auf einem Baumstumpf entspannend, hatte augenscheinlich keine Einwände. Ich zog mich dann höflich wieder zurück, schließlich mag ich es selbst auch nicht, zu lange angestarrt zu werden.
Und ein weiteres Highlight war der erfreute Gruß meiner Mutter in Form eines Marienkäfers, der bei meinem Erscheinen mitten auf meiner Brust landete.

Neulich habe ich gemerkt, daß ich noch Zeit brauche und mir diese auch gebe. Zeit, zu trauern. Das bedeutet nicht, daß ich traurig bin. Es bedeutet, daß ein großer Teil meiner Vergangenheit und damit meiner Geschichte, die Geschichte von mir und meiner Familie nun gestorben ist - und es ist eine Menge in mir los, es wird allerhand neu sortiert und umgeschichtet im Innersten dieses Wesens, welches nun ohne weitere Familienbande den Weg weitergeht.
Übrig ist - nur noch Liebe. Und Dankbarkeit. Auch Erleichterung - für alle Beteiligten, tot und lebendig.
In diesen Tagen sogar die Erleichterung, daß meine Mutter die aktuelle "Finanzkrise" nicht mehr erlebt und so nicht zusehen muß, wie ihr jahrelang Erspartes am Ende noch flöten geht. Meine Eltern waren Jahrgang 1921 und 1927 - die haben entsprechend genug Krisen, Kriege und Zusammenbrüche erlebt.

Etwas ganz Grundlegendes ist mir seit dem Tod meiner Mutter sonnenklar: Es gibt niemanden im Außen, der für irgendetwas in mir verantwortlich ist. Dies ist jetzt erkannt - und ganz schön aufregend.

Montag, 13. Oktober 2008

Technik und Schönheit

Boah, wie schön sie hier aussieht !!! Das hat mich eben so umgehauen, daß ich ihrer inneren und abgrundtief verborgenen Schönheit - des Herzens, versteht sich - sofort einen Post widmen muß (gefunden auf dem Titelblatt einer bekannten Boulevard-Zeitung, Sonderausgabe "Kultur"). Eine echte Hollywood-Schönheit - Schauspielerin ist sie ja ohnehin schon. So könnte sie glatt als Commanderin Umerkel beim Lichtschiff anheuern .....

Samstag, 11. Oktober 2008

Gut geschlafen

Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie. (Otto von Bismarck)

Freitag, 10. Oktober 2008

Ich freu mich schon auf´s Lichtschiff!

Und mit der Abschaffung des Geldes nicht genug - steht uns jetzt offiziell Besuch aus dem Weltraum ins Haus. Am 14. Oktober wird das große Lichtschiff erwartet - es kommt in freundlichster Absicht und ich freue mich schon drauf.
Gestern morgen beim Zähneputzen fiel es mir wieder ein: Es war mir schon sehr früh sonnenklar, daß diese arrogante Behauptung, es gäbe im Universum nur den Menschen als "intelligentes Wesen" (grmpffhhh..) und Ufos seien Hirngespinste, eben nur eine äußerst arrogante Behauptung angesichts der Relation des Planeten zum Universum ist. Will sagen: Ich habe die Existenz von "Außerirdischen" nie angezweifelt - lediglich meine persönlichen Gelegenheiten und Fähigkeiten, diesen zu begegnen. Außerdem hielt das Erdenleben mich genug beschäftigt.
Jetzt bin ich mal gespannt wie ein Flitzebogen. Und nach den Ereignissen der vergangenen Jahre, insbesondere nach der "Geschehnis-Beschleunigung" seit dem 11.09.2001, wundern mich auch keine Lichtschiffe mehr. Vielleicht ist ja auch Zaphod Beeblebrox mit von der Partie ...

Mal ein paar andere Töne ...

... und Betonungen als in den offiziell gestriegelten Diskussionsrunden mit den ewig Gleichen im Hypnose-TV aus dem Äther zur Finanzlage und zu der Machart des aktuellen Geschehens. Ich verlinke hier mal Teil 3 von 4 Teilen bezüglich "Finanz-Terrorismus" - einfach, weil ich heute nachmittag viel Freude an den beherzten Beiträgen von diesem Mitmenschen hatte.
Ein wenig erstaunt war ich heute über eine Radio-Kolumne in "Deutschlandradio-Kultur" um 14.50 Uhr, in der Wochenübersicht von einem Herrn Stratmann führt dieser ganz offen und unverhohlen in einem öffentlichen Sender sämtliche in der Vergangenheit verlachten und für paranoid erklärten "Verschwörungstheorien" auf, die gerade völlig real und sehr praktisch vor den Augen der "Weltöffentlichkeit" (das sind wir, also wir Menschen ...) ablaufen - vor zwei Jahren hätte sich das wohl kaum jemand an solcher Stelle getraut bzw. wäre sofort rausgeflogen dafür.
Gestern gab Gaia Auskunft zu dem Spiel - aus "spiritueller Sicht" quasi. Hier geht´s zur Aufzeichnung.
Und wie immer ist Humor, wenn man trotzdem lacht.

Der Herr Dings ...

Ein Spiel .... bei mir kam der hier raus. Und ich muß sagen, ich schätze ihn sehr, besonders seine Unkonventionalität. Und daß er schlecht in der Schule war und dennoch ein klares Genie, hat mich schon immer getröstet. Sicher hatte der auch keine Ambition, den ganzen unnötigen Schrott auf seine Festplatte zu speichern. Durch sein Beispiel war mir schon sehr früh kar, daß Bewertungen von außen nichts mit wahren Fähigkeiten zu tun haben und daher keinerlei Relevanz haben.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Zu faul für eigene Geschichten ... und doch

Es gibt eine Theorie, die besagt,
wenn jemals irgendwer genau herausfindet,
wozu das Universum da ist und warum es da ist,
dann verschwindet es auf der Stelle und
wird durch noch etwas
Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. -
Es gibt eine andere Theorie,
nach der das schon passiert ist.

Douglas Adams, 11.03.1952 - 11.05.2001

Und jetzt - mache ich meine Steuererklärungen fertig und bringe sie zum Finanzamt. Das regnerische, triste Wetter bietet sich freundlich dafür an und ich freue mich schon auf die süße Erleichterung, die sich nach dem Erledigen solcher Dinge einstellt.

Kleine Posse aus Schildbürga: Meine Krankenkasse mit B am Anfang, bei der ich seit gut 25 Jahren und bislang reibungslos versichert bin, hat mir folgendes Angebot gemacht - bei einer Einstufung als Selbstständige und einem voraussichtlichen Einkommen von 750 Euronen im Monat möchten sie von mir 340 Euronen pro Monat für eine Krankenversicherung, die ich ohnehin so gut wie nie in Anspruch nehme, da ich Gott sei Dank "pumperlgsund" bin . Da bleibt ja noch reichlich übrig für Miete, Strom, Telefon, Essen, Kleidung und Urlaub, haha. Sicher haben die das alles berücksichtigt beim Aufstellen ihrer Preislisten.
Heute will die Dame mal Rücksprache mit ihrem Vorgesetzten halten, ob ich anders eingestuft werden kann - ich bin gespannt, was rauskommt. Ich sagte ihr, daß ich derzeit de facto eine eigenfinanzierte Ausbildung mache, aber mit 45 ist sowas nicht mehr vorgsehen, das erkennen die nämlich nicht an, daß ich gerade ein (Fern-) Studium mache und mich auch anderweitig auf eigene Kappe weiter- und ausbilde. Ich erklärte ihr den von Oscar Lafontaine in den 90 er Jahren geprägten Begriff des "Privatiers", aber den kannte sie auch nicht und sie war etwas verwirrt, weil sie "so einen Fall noch nicht gehabt hat."
Die alte Zen-Geschichte wieder: "Wer weiß, wofür es gut ist?!" Will eh keine Versicherung, wo der Begriff "Krank" drin vorkommt. Will mal nach Angeboten schauen, die auch Naturheilverfahren und andere GESUNDE Vorgehensweisen mittragen.
Hat jemand einen guten Tip, wo ich mich günstig und sinnvoll selbst versichern kann? Danke vorab und einen ergötzlichen Tag.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Zur Freude des Raben ....

... und zu meiner Ergötzlichkeit fanden wir eben dieses wundervolle und zeitlose Gedicht vom Herrn Goethe, der ja auch ein Erleuchteter war. Wir fanden es am Anfang von "Ich bin ein Teil des Waldes", welches der weise und wilde Herr Storl schrub.

Mancherlei hast du versäumet

Statt zu handeln, hast geträumet,
Statt zu danken, hast geschwiegen,
Statt zu wandeln, bliebest liegen.

Nein, ich habe nichts versäumet!
Wisst ihr denn, was ich geträumet?
Nun will ich zum Danke fliegen,
Nur mein Bündel bleibet liegen.

Johann Wolfgang von Goethe

Montag, 6. Oktober 2008

Wellen

"Jede Krise ist auch eine Chance" heißt es ja bekanntlich.
Ich empfehle mir selbst und vielleicht auch allen anderen, den Focus auf die "Chance" auszurichten.
Eine Vision für eine menschenfreundliche neue und geldfreie Welt mit durchweg umweltfreundlicher Technik (The Venus Project) wird im Film "Zeitgeist Addendum" gezeichnet. Ich finde, wir können viel mehr solcher Ideen vertragen, damit die alten konkurrenzbetonten Programme an Wirkkraft verlieren und der Mensch sich endlich mal weiterentwickeln kann zu einem Wesen, daß begreift, daß das Wohl aller auf diesem Planeten zum eigenen Wohlergehen beiträgt. Es ist mehr als genug für uns alle vorhanden.
Hier der Link zum Film und zur Vision (für die, die nicht alles sehen wollen: Es geht los bei etwa 54 Minuten mit Jacque Fresco, Industrial Designer und Social Engineer und seiner Kollegin Roxanne Meadows): Zeitgeist-Addendum.

Freitag, 3. Oktober 2008

Quadrillionen ...

Hier ein lustiger, kurzer Beitrag über 2.300.000.000.000 Dollar, die am 10. September 2001 "irgendwie" dem Pentagon verlorengegangen sind und dazu aktuell ein paar Quadrillionen ....
Eine Quadrillion besteht aus 15 Nullen
- das sieht so aus:
000.000.000.000.000

- und einer 1 mit nachfolgendem Punkt davor.
Der Sprecher redet von "Financial Black Holes" - und ich dachte eben, das könnten doch glatt die angekündigten schwarzen Löcher von dem Teilchenbeschleuniger aus Bern sein? Hat das Experiment am Ende doch noch geklappt.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Mehr aus Absurdistan ...

Heute wirklich ergiebig, der Tag in Absurdistan. Schon auf kürzester Strecke stolpern die Rabenkrallen über Verrücktheiten aus dieser "realen-ganz-normalen-Welt":
Ein Imker muß seine komplette Honig-Ausbeute in die Müllverbennung bringen, weil sie nachweislich mit Genmais-Blütenpollen von Monsanto versetzt war.
Jetzt braucht man nicht viel Hirn, um sich vorzustellen, wo das Monsanto Zeugs überall rumfliegen wird und wer dann was alles nicht mehr verkaufen darf.

Gestern sind in den Nachrichten die offiziellen Arbeitslosenzahlen von angeblich 3 Millionen Menschen verkündet worden, Tendenz weiter rückläufig und eine Million offener Stellen. Nicht verlautbar war die Zahl der vollzeitarbeitenden Menschen im Land, die von der "Arge" finanziert werden und den jeweiligen Unternehmen so als quasi kostengünstige bzw. kostenlose, staatlich finanzierte Arbeitskraft geliefert werden.

Ich war jetzt wieder länger, ja wochenlang nicht in Absurdistan (also in der "realen Welt") unterwegs. Siehe da, es wird immer abstruser. Werde mich wohl nicht allzu lange in dieser "Realität"/Dimension aufhalten, sie ist mir auf Dauer zu brutal, angstbesetzt und freudlos.

Milliarden, Trilliarden, Plejaden ...

Dieser Börsen-Banken-Crash-Coup ist schon interessant, finde ich.
Das schon lange Offensichtliche verdichtet sich immer mehr und immer noch wollen die meisten Leute nichts von der perfiden Absicht, die dahinter steckt, wissen. Die drei Affen eben wieder ... die Fakten direkt vor den Augen und nichts sehen wollen (9/11).

Ich wundere mich nur immer wieder über diesen aktuellen "Zeitgeist", der noch viel dunkler und teils grausamer daherkommt, als der dunkle Geist der Nazizeit und des dritten Reiches. Jetzt sind aber alle dran, und trotz Massenmedien hat wieder niemand was gemerkt. Ich natürlich auch nicht.

Ich spreche bewußt von dunklen Geistern, da die entsprechenden Drahtzieher ab einer gewissen "Größenordnung" immer schwarzmagisch unterwegs sind. Auch dazu kann Mensch interessante Bruchstücke im Netz finden. In der Schule habe ich darüber nichts gelernt, stand nicht auf dem Leer-Plan.
Gestern ging mir lange die Radiomeldung von 1939 nicht aus dem Kopf "Seit soundsoviel Uhr wird zurückgeschossen" - und parallel dazu das Bild des einstürzenden WTC am 11.09. in NY. Wo ich´s gerade tippe stolpere ich schon wieder über die Kombination aus 11.09. und 09.11. ... soviele Parallelen direkt vorm offenen Auge und doch interessiert es scheinbar immer noch sehr wenige Menschen.

Ein anderes Bild, daß sich mir diesen Sommer ins Gedächtnis gebrannt hat, sind die Firmenlogo-Tafeln, die während der Fußball-EM immer im Rücken der gerade Interviewten zu sehen waren - auch das ist Magie, eben über Symbole, und brennt sich viel tiefer in den Speicher als jedes Wort. Von diesen Logobetreibern auf den Tafeln wurde die "reale Welt" inzwischen - scheinbar von der Mehrheit der Menschheit unbemerkt - aufgekauft.

Habe mir eben einen 47 minütigen Zeichentrickfilm mit dem Titel "Money as dept" ("Geld als Schuld", Originalfassung mit deutschen Untertiteln) angesehen, der bereits vor dem aktuellen Bankenfressen entstand. Bis auf die präsentierte "staatliche Lösung", zu der ich zur Zeit einfach ebenfalls nicht viel Vertrauen hätte (zum Beispiel wegen dieser aufschlußreichen Meldung von heute), finde ich den Film sehr anschaulich sowie gut verständlich und besonders interessant dabei auch die zwischendurch immer mal wieder eingeblendeten Zitate von führenden Personen aus Finanzwelt und Politik, tot und lebend.
Wer Interesse hat, kann sich von dieser Linkseite des Filmmachers (der kanadische Künstler Paul Grignon) aus einige Wochen, Monate oder Jahre auf den Weg machen, um sich weiter in die Luftblase "Geld" und die Hintergründe zu vertiefen. Alle im Film angeführten Zitate finden sich hier mit Hinweisen auf die Herkunft.


Hier nur zwei davon, allerdings hochpromillig:

1. "Nur die kleinen Geheimnisse müssen gewahrt werden. Die großen bewahren sich selbst aufgrund öffentlichen Unglaubens." (Marshall McLuhan, Medien-Guru / “Only the small secrets need to be protected. The big ones are kept secret by public incredulity.”)

2. "Wir sind dankbar gegenüber der Washington Post, der NYTimes, TimeMagazine und anderen großen Publikationen, deren Chefs unseren Treffen beigewohnt und ihre Versprechen beinahe 40 Jahre gehalten haben.
Es wäre unmöglich gewesen, unseren Plan für die Welt zu entwickeln, wenn wir in all den Jahren im Rampenlicht der Öffentlichkeit gestanden hätten. Aber die Welt ist nun weiter fortgeschritten und bereit, in Richtung einer Weltregierung zu marschieren. Die übernationale Herrschaft einer intellektuellen Elite und der Weltbankiers ist sicherlich vorzuziehen gegenüber der nationalen Selbstbestimmung, die in den vergangenen Jahrhunderten praktiziert wurde." (David Rockfeller in einer Ansprache bei einem Treffen der Trilateral Kommission, 1991 / englischer Text: "We are grateful to the Washington Post, the New York Times, Time magazine and other great publications whose directors have attended our meetings and respected the promises of discretion for almost forty years. It would have been impossible for us to develop our plan for the world if we had been subject to the bright lights of publicity during those years. But, the world is now more sophisticated and prepared to march towards a world-government. The supranational sovereignty of an intellectual elite and world bankers is surely preferable to the National autodetermination practiced in past centuries" )

Der Film erklärt mir auch, wieso der Steinbrück gestern mal eben 35 Milliarden Euro virtuelle Garantie für einen möglichen Ausfall der Hypo-Real-Estate aus dem Ärmel geschüttelt hat, die dann im Ernstfall via SteuerzahlerInnen finanziert werden muß. Damit die HRE wieder Kredite von anderen Banken bekommt. Es gibt nämlich fast gar kein Geld mehr und dafür unglaubliche Kreditsummen in diesem Trillioversum. Und ohne weiterwachsende Schulden gibt es kein Geld mehr. Dieses Finanzsystem ist in sich total absurd und die Bänker selbst sagen das laut.

Als ich mit Mitte 20 abends nach der Arbeit über zwei Jahre lang fleissig an der Fachhochschule in Köln BWL studiert habe, haben die VWL-Profs und BWL-Praktiker uns ganz sicher nichts über diese Absurditäten erzählt, sonst wüßte ich das. Ich wollte sogar fast mal Brokerin werden, weil meine Spielernatur die Börse schon reizvoll fand. Aber irgendwie und glücklicherweise überwog das Gefühl, daß es auch ein äußerst sinnentleertes und seelenloses Dasein sein muß. Wie die meisten Süchte. Und dann ... fiel mir ein Batzen Geld von ganz alleine und völlig rechtens vor die Füße, so hörte ich auf mit dem ganzen Blödsinn und es begann mal wieder eine andere Geschichte. Aber das ist eben eine andere Geschichte ...

Es ist ein wirklich großes Spiel, daß da im Moment läuft - und nur sehr wenige sind wirklich am Zug. Wir kommen anscheinend in die Verdichtung, die Fäden werden angezogen. Ich bin mal gespannt, was sich noch so alles offenbart.

Habe doch tatsächlich im Februar 2008 im alten Blog noch über das Bauernopfer aus Köln, Klaus Zumwinkel gepostet und gedacht, es ginge um eine Menge Geld ...