"Jede fortgeschrittene Technologie
wird nicht von Magie zu unterscheiden sein."
(Arthur C. Clarke)
Montag, 11. Mai 2009
Dienstag, 5. Mai 2009
Vergangenheitsbewältigung
Diesen recht albernen Song "Taxi" aus 1982 hatte ich völlig vergessen - jetzt bin ich wieder drauf gestoßen, klar, das haben wir auch gehört damals .... ziemlich banal, doch seinerzeit haben wir´s gemocht. Eben habe ich in Karen Duve´s "Taxi" reingelesen und -gehört. Werde es ganz lesen. Sehr vertraut, was sie da schreibt. Interessant die Rezessionen von irgendwelchen schlauen Bücherlesern und -Innen - die offensichtlich nicht begriffen haben, daß es genauso trist und aussichtslos ist, wie Frau Duve es beschreibt, und die auf eine Wendung oder einen Höhepunkt im Leben der Hauptperson warten beim Lesen, weil es eben in Büchern bzw. Romanen so sein soll gemäß ihrer Erwartung. In einem Buch, welches das Leben beschreibt, ist es aber .... eben .... wie im Leben.
Nachdem ich nun nach Monaten endlich nur noch jedem zweiten elfenbeinfarbenen Mercedes und/oder Touran auf den Strassen der Kolonie hinterherschaue, um einen Blick auf Fahrer und Nummer zu erhaschen, habe ich den nötigen Abstand, um ihrer doch aufrichtig-schonungslosen Beschreibung des Genres zu lauschen ... was sie in diesem Interview über ständige Grenzüberschreitungen und permanentes Angefaßtwerden von Fremden (gar nicht sexuell gemeint, das anbiedernd-kumpelmäßige, bei dem der doofe Taximensch natürlich auch geduzt und nicht gesiezt wird, reicht schon völlig für massive Grenzüberschreitung) sagt, ist auch sehr gut getroffen.
Ich glaube, die Ursache für die Zeit als Taxi-Chauffeuse liegt bei mir sehr weit zurück: Als ich noch klein war hatte mein viel älterer Cousin in Lüneburg einen defekten Renault 16 auf dem Hof meiner Tante abgestellt, in dem habe ich mit dem Nachbarsjungen stundenlang und mit konstanter Begeisterung "Taxifahren" gespielt. Noch mit Lenkradschaltung .....
Nachdem ich nun nach Monaten endlich nur noch jedem zweiten elfenbeinfarbenen Mercedes und/oder Touran auf den Strassen der Kolonie hinterherschaue, um einen Blick auf Fahrer und Nummer zu erhaschen, habe ich den nötigen Abstand, um ihrer doch aufrichtig-schonungslosen Beschreibung des Genres zu lauschen ... was sie in diesem Interview über ständige Grenzüberschreitungen und permanentes Angefaßtwerden von Fremden (gar nicht sexuell gemeint, das anbiedernd-kumpelmäßige, bei dem der doofe Taximensch natürlich auch geduzt und nicht gesiezt wird, reicht schon völlig für massive Grenzüberschreitung) sagt, ist auch sehr gut getroffen.
Ich glaube, die Ursache für die Zeit als Taxi-Chauffeuse liegt bei mir sehr weit zurück: Als ich noch klein war hatte mein viel älterer Cousin in Lüneburg einen defekten Renault 16 auf dem Hof meiner Tante abgestellt, in dem habe ich mit dem Nachbarsjungen stundenlang und mit konstanter Begeisterung "Taxifahren" gespielt. Noch mit Lenkradschaltung .....
Montag, 4. Mai 2009
Beton-Header
So, jetzt muß hier mal ein Beton-Header rein. Damit ich jedesmal, wenn ich die Kiste hier hochfahre und ins Netz gehe, sehe, wo ich mich befinde. Eine Art Kristall-Spiegel im Vergrößerungs-Modus .... Realitäts-Modus .... (lange kann ich mir das nicht anschauen, irgendwie total absurd ... 45 Jahre in Absurdistan .... vermutlich gibt´s morgen wieder Blümchen ...)
Naturgesetz !
Ein von mir seit meinem ersten ernsthaften Job seit vielen Monden beobachtetes Naturgesetz ist:
Die Leute, die die meiste Kohle unterm Hintern haben, klagen am lautesten darüber, daß das Geld nicht reicht und sie jetzt sparen müssen. Das ist natürlich hart mit einem Mega-Haus, zwei fetten Autos, und diversen Kindern mit teuren Hobbies und den Tierchen, die auch einen vollen Napf wollen. Sind schon arm dran ... Meine ehemalige Chefin, die ich sehr mochte und sie mich auch, jammerte mir immer solches Zeugs vor - und sie hatte viermal die Kohle, die ich bekam. Wobei sie halbtags und ich Fulltime arbeitete .... Richtig schmerzhaft war dann die Lektion über die Spielregeln des (Arbeits-)Lebens, als sie sich in meinem Beisein auf einer Konferenz mit der Chefetage, für die wir gearbeitet haben, mit meinen Lorbeeren, also mit der Arbeit, die ich gemacht hatte, schmückte und sich hochloben ließ dafür. 2012 haben wir eine Verabredung .... nach 25 Jahren wollten wir uns mal wiedersehen (Ja, es gibt solche Menchen, die findest du nach einem Vierteljahrhundert immer noch am gleichen Ort - besonders, wenn sie ein Haus und Familie haben). Einmal habe ich sie noch besucht - nach etwa 10 oder 12 Jahren .... und sie fand mein Leben viel spannender als das ihre. Aber das ist alles relativ. Im Moment - geniesse ich die Langeweile auch sehr. Jedenfalls solange die Hiltis schweigen ....
Ich kann übrigens nicht klagen, was die Versorgung mit Geld und Gut durch das GÖTT betrifft - meist habe ich genug und oft mehr als genug gehabt. Das war das Ergebnis einer Reflektion des IST - und konträr dazu der immer wieder ablaufenden Sorgenprogramme. Und so habe ich vor einer Weile und rechtzeitig zur großen Krise entschieden, auch weiterhin auf diese Quelle zu vertrauen. Und auf mein Glück. Worauf sonst ....
Die Leute, die die meiste Kohle unterm Hintern haben, klagen am lautesten darüber, daß das Geld nicht reicht und sie jetzt sparen müssen. Das ist natürlich hart mit einem Mega-Haus, zwei fetten Autos, und diversen Kindern mit teuren Hobbies und den Tierchen, die auch einen vollen Napf wollen. Sind schon arm dran ... Meine ehemalige Chefin, die ich sehr mochte und sie mich auch, jammerte mir immer solches Zeugs vor - und sie hatte viermal die Kohle, die ich bekam. Wobei sie halbtags und ich Fulltime arbeitete .... Richtig schmerzhaft war dann die Lektion über die Spielregeln des (Arbeits-)Lebens, als sie sich in meinem Beisein auf einer Konferenz mit der Chefetage, für die wir gearbeitet haben, mit meinen Lorbeeren, also mit der Arbeit, die ich gemacht hatte, schmückte und sich hochloben ließ dafür. 2012 haben wir eine Verabredung .... nach 25 Jahren wollten wir uns mal wiedersehen (Ja, es gibt solche Menchen, die findest du nach einem Vierteljahrhundert immer noch am gleichen Ort - besonders, wenn sie ein Haus und Familie haben). Einmal habe ich sie noch besucht - nach etwa 10 oder 12 Jahren .... und sie fand mein Leben viel spannender als das ihre. Aber das ist alles relativ. Im Moment - geniesse ich die Langeweile auch sehr. Jedenfalls solange die Hiltis schweigen ....
Ich kann übrigens nicht klagen, was die Versorgung mit Geld und Gut durch das GÖTT betrifft - meist habe ich genug und oft mehr als genug gehabt. Das war das Ergebnis einer Reflektion des IST - und konträr dazu der immer wieder ablaufenden Sorgenprogramme. Und so habe ich vor einer Weile und rechtzeitig zur großen Krise entschieden, auch weiterhin auf diese Quelle zu vertrauen. Und auf mein Glück. Worauf sonst ....
Verantwortung übernehmen ....
.... hört sich sehr ernst und wichtig an. Die Assoziationen, die ich früher i.d.R. zu diesem Begriff hatte - passen heute überhaupt nicht mehr. Da ging es nämlich immer drum, sich um andere zu kümmern. Aber was mir heute dazu einfällt ist, daß ich sowieso nur für einen einzigen Menschen die Verantwortung übernehmen kann - und selbst das gelingt selten. Es handelt sich dabei um mich selbst.
Erst gestern hörte ich in einem Gespräch zu diesem großen Worte, daß es bedeute, sich in die Gemeinschaft einzubringen, welche Form von Gemeinschaft du eben immer wählst. Und wieder hörte ich diese These, der Mensch sei ein Gemeinschaftswesen und alleine könne er nicht sein. Das Glück bestehe also darin, sich einzubringen und etwas (mit) zu kreieren ... Kurzfassung.
Nun gibt es aber in meinem Leben andere Gegebenheiten und ich gehöre zu denen, die inzwischen das Alleinsein oft dem unter-Menschen-sein vorziehen - zum Einen aufgrund meiner jahrzehntelangen Vergangenheit als ständig von Millionen Mitmenschen auf engem Raum umzingelter Stadtmensch und daraus erwachsender Sehnsucht nach Stille und nach der tiefes Heilsein verströmenden Natur, zum Anderen, weil ich es mir nun glücklicherweise abgewöhnt habe, mein Innerstes in aller Unschuld und unbelehrbarer Arglosigkeit fast jedem Menschen gegenüber zu offenbaren und insbesondere, weil ich zuviel Gerede mittlerweile als anstrengend, energieraubend und oft sogar als Lärm wahrnehme.
Ich bin immer noch ganz gerne in Gesellschaft, wenn nicht (viel) gesprochen wird und wenn es eine verbindende Kreativität gibt, wie zum Beispiel das Musizieren oder Körperarbeit. Für beides braucht es kein Gerede und keine Masken. Sobald dann das "normale Gerede" im Anschluß beginnt ... bin ich auf dem Sprung.
Zumindest ist es derzeit so. Am schmerzhaftesten wird dieses Gerede, wenn es um das Heilen von Anderen geht ... da werden den Mitmenschen die wildesten Etiketten zugewiesen und man hat natürlich den Durchblick, was dem Anderen jeweils fehlt - letztens nur unter echter Selbstbeherrschung auf einem Seminar erlebt, bei dem jede(r) der Anwesenden gut daran täte, bei sich selbst zu bleiben mit der hyperaktiven Heilerei.
An "spirituellen Gesprächen" habe ich ebenfalls sehr selten Interesse - da daß meist nur eine andere Form der Selbstdarstellung ist und ein spirituelles Ego ist nicht besser als ein alltägliches. Ich bin also nicht gesprächstauglich, da ich ja auch nicht verbindlich bin. Du kannst mich auf der Straße nach dem Weg fragen oder im Wald, ich antworte gerne und für zwei, drei Sätze und einen Scherz reicht es auch noch, aber dann ist mein Bedarf auch schon erschöpft. Dann fangen nämlich die Geschichten an .... und die reine, pure Energie einer unbedarft-frischen Begegnung wird schal. Schal, sobald der Verstand hineinkommt in ein Gespräch und dem Gegenüber seine Weltsicht vermitteln möchte.
Für diese Form von Bindungs-Untauglichkeit - kann ich natürlich die Verantwortung übernehmen. Tue ich ja auch.
Und ich kann die Verantwortung dafür übernehmen, mich immer mehr auf mich selbst zu konzentrieren, um mein eigenes Leben zu leben und mit etwas Glück auch zu gestalten. Wenn es sich dabei ergibt, daß ich hier und da mit anderen zusammen komme - gut. Wenn ich viel allein bin mit mir - gut.
Letztlich - ist es eh wurscht. Es ist nur eine Variante von derzeit über sechs Milliarden Menschenleben. Jedes einzigartig für sich. Daneben - also in meiner Welt auf gleicher Höhe, da ich den Menschen nicht für die Krone der Schöpfung halte - gibt es noch ungezählte andere Formen von Lebewesen und Lebendigkeit.
Und vermutlich ist das der Grund, warum ich nicht mehr gesprächskompatibel bin und mich so schnell langweile, wenn ich die vielen Pauschalweisheiten höre wie "Der Mensch ist nicht zum Alleinsein geschaffen" oder "Wenn du glücklich wärst, wärst du /wärst du nicht ..... (irgendwie anders ..)" oder gar "Im Leben geht es um .....":
Ich sehe keinen Sinn im Leben - es IST einfach.
Gestern fiel sogar noch das Wort "Evolution" in der Unterhaltung, es gehe um Evolution ... soso. Ich kann das alles nicht sehen. Und nicht erleben. Für mich geht es einfach um nichts. Und wer einen Sinn möchte - der muß ihn selbst für sich finden. Oder Mensch hat das Glück und es fällt ihm so etwas Sinngemäßes vor die Füße, also in Form einer Berufung zum Beispiel.
Aber einen allgemeinen oder tieferen Sinn - kann ich nicht finden. ES lebt einfach und erlebt sich selbst. Es will spielen, sich selbst erfahren, ja, auch kreieren. In diesem Sinne stimme ich dem Begriff "Evolution" zu - also im Sinne von Abwechlsung.
Aber nicht im Sinne von "Weiterentwicklung" oder einem "spirituellem Aufstieg" oder gar "dem spirituellen der Menschheit in die 5. Dimension am Tag soundso im Jahre 2012" (ich bin wirklich gespannt auf Mai 2013 - wenn all die wilden Prophezeihungen .... mal wieder .... nicht eingetreten sind).
..... Wo soll es denn hingehen, wenn du schon da bist? Und wozu? Damit es BESSER wird? Besser als was? Für wen? - Das ist auch so schmerzhaft für mich, wenn ich dran denke, wieviele Leute diesen Planeten "für uns alle" verbessern wollen - und keiner hat mich gefragt, ob ich das auch möchte.
Kürzlich las ich nochmal in so einem Buch, in dem eine Frau Botschaften channelt von einer Gruppe "höherer Wesen" vom Planeten Dings .... und ich fragte mich -zig Male sehr ketzerisch, wozu das gut ist, jetzt auch noch in anderen Dimensionen nach noch mehr Fremdbestimmung in Form von "aufgestiegenen Meistern" und "spirituellen Lehrern" zu suchen - davon haben wir doch auf Madre Tierra schon genug. Na, ich habe ja auch Jahre gebraucht, um alles Mögliche in dieser Richtung abzuklappern, anschließend wieder bei mir selbst zu landen und zu nachstehendem Ergebnis zu kommen:
Ja, ich übernehme die volle Verantwortung für diese Ungläubigkeit an einen Sinn. Und dafür, daß ich an nichts mehr glaube auf diesem Planeten.
Diese Aussage wurde natürlich prompt mißinterpretiert und es folgte die Frage, ob ich denn nicht daran glaube, daß es etwas "Höheres" gibt? Hmmmh .... nein, auch das glaube ich nicht. Das weiß ich einfach. Und das steht für mich auch außer Frage.
Nur, weil ich das weiß - verzweifle ich nicht ganz am Leben. Und nur, weil ich das weiß, bleibt mir ein eigener Humor erhalten.
Natürlich gibt es das GÖTT, schließlich mußte ja auch einer diese Welt erfinden und erschaffen .... ich sage nur, daß es keinen tieferen Sinn dahinter gibt. Es ist einfach. Mit sich selbst in unzähligen Erscheinungsformen - glaube ich. Denn: In Wahrheit weiß ich gar nichts.
Und das ist auch schon das Ergebnis meiner "spirituellen Reisen" der vergangenen Jahre:
Ich habe mich gut unterhalten und viele interessante spirituelle und auch andere Konzepte kennengelernt, hatte viele Inspirationen, neue Ideen, lustige und sehr sehr ernste, meine früheren Welten und sämtliche Konzepte sind mehrmals zusammengestürzt und bisher baut sich nichts Greifbares aus den Scherbenhaufen ehemaliger Glaubensmuster und Ideen wieder auf, manches Mal war ich begeistert, fasziniert um später wieder alles zu verwerfen. Bei all dem bin ich so einfältig wie eh und je und lande in den gleichen Fallgruben und Höllenbereichen wie schon vor Äonen, nur ein bischen anders und wieder neu .... alles nur, um zu erkennen, daß es nur eines gibt, was ich weiß, eines allein, und das ist: Ich habe einfach keine Ahnung. Und ich habe auch noch niemanden kennengelernt, der es besser weiß (obwohl ich das früher einige Male gedacht habe).
Dafür - übernehme ich die volle Verantwortung.
Jetzt!
Erst gestern hörte ich in einem Gespräch zu diesem großen Worte, daß es bedeute, sich in die Gemeinschaft einzubringen, welche Form von Gemeinschaft du eben immer wählst. Und wieder hörte ich diese These, der Mensch sei ein Gemeinschaftswesen und alleine könne er nicht sein. Das Glück bestehe also darin, sich einzubringen und etwas (mit) zu kreieren ... Kurzfassung.
Nun gibt es aber in meinem Leben andere Gegebenheiten und ich gehöre zu denen, die inzwischen das Alleinsein oft dem unter-Menschen-sein vorziehen - zum Einen aufgrund meiner jahrzehntelangen Vergangenheit als ständig von Millionen Mitmenschen auf engem Raum umzingelter Stadtmensch und daraus erwachsender Sehnsucht nach Stille und nach der tiefes Heilsein verströmenden Natur, zum Anderen, weil ich es mir nun glücklicherweise abgewöhnt habe, mein Innerstes in aller Unschuld und unbelehrbarer Arglosigkeit fast jedem Menschen gegenüber zu offenbaren und insbesondere, weil ich zuviel Gerede mittlerweile als anstrengend, energieraubend und oft sogar als Lärm wahrnehme.
Ich bin immer noch ganz gerne in Gesellschaft, wenn nicht (viel) gesprochen wird und wenn es eine verbindende Kreativität gibt, wie zum Beispiel das Musizieren oder Körperarbeit. Für beides braucht es kein Gerede und keine Masken. Sobald dann das "normale Gerede" im Anschluß beginnt ... bin ich auf dem Sprung.
Zumindest ist es derzeit so. Am schmerzhaftesten wird dieses Gerede, wenn es um das Heilen von Anderen geht ... da werden den Mitmenschen die wildesten Etiketten zugewiesen und man hat natürlich den Durchblick, was dem Anderen jeweils fehlt - letztens nur unter echter Selbstbeherrschung auf einem Seminar erlebt, bei dem jede(r) der Anwesenden gut daran täte, bei sich selbst zu bleiben mit der hyperaktiven Heilerei.
An "spirituellen Gesprächen" habe ich ebenfalls sehr selten Interesse - da daß meist nur eine andere Form der Selbstdarstellung ist und ein spirituelles Ego ist nicht besser als ein alltägliches. Ich bin also nicht gesprächstauglich, da ich ja auch nicht verbindlich bin. Du kannst mich auf der Straße nach dem Weg fragen oder im Wald, ich antworte gerne und für zwei, drei Sätze und einen Scherz reicht es auch noch, aber dann ist mein Bedarf auch schon erschöpft. Dann fangen nämlich die Geschichten an .... und die reine, pure Energie einer unbedarft-frischen Begegnung wird schal. Schal, sobald der Verstand hineinkommt in ein Gespräch und dem Gegenüber seine Weltsicht vermitteln möchte.
Für diese Form von Bindungs-Untauglichkeit - kann ich natürlich die Verantwortung übernehmen. Tue ich ja auch.
Und ich kann die Verantwortung dafür übernehmen, mich immer mehr auf mich selbst zu konzentrieren, um mein eigenes Leben zu leben und mit etwas Glück auch zu gestalten. Wenn es sich dabei ergibt, daß ich hier und da mit anderen zusammen komme - gut. Wenn ich viel allein bin mit mir - gut.
Letztlich - ist es eh wurscht. Es ist nur eine Variante von derzeit über sechs Milliarden Menschenleben. Jedes einzigartig für sich. Daneben - also in meiner Welt auf gleicher Höhe, da ich den Menschen nicht für die Krone der Schöpfung halte - gibt es noch ungezählte andere Formen von Lebewesen und Lebendigkeit.
Und vermutlich ist das der Grund, warum ich nicht mehr gesprächskompatibel bin und mich so schnell langweile, wenn ich die vielen Pauschalweisheiten höre wie "Der Mensch ist nicht zum Alleinsein geschaffen" oder "Wenn du glücklich wärst, wärst du /wärst du nicht ..... (irgendwie anders ..)" oder gar "Im Leben geht es um .....":
Ich sehe keinen Sinn im Leben - es IST einfach.
Gestern fiel sogar noch das Wort "Evolution" in der Unterhaltung, es gehe um Evolution ... soso. Ich kann das alles nicht sehen. Und nicht erleben. Für mich geht es einfach um nichts. Und wer einen Sinn möchte - der muß ihn selbst für sich finden. Oder Mensch hat das Glück und es fällt ihm so etwas Sinngemäßes vor die Füße, also in Form einer Berufung zum Beispiel.
Aber einen allgemeinen oder tieferen Sinn - kann ich nicht finden. ES lebt einfach und erlebt sich selbst. Es will spielen, sich selbst erfahren, ja, auch kreieren. In diesem Sinne stimme ich dem Begriff "Evolution" zu - also im Sinne von Abwechlsung.
Aber nicht im Sinne von "Weiterentwicklung" oder einem "spirituellem Aufstieg" oder gar "dem spirituellen der Menschheit in die 5. Dimension am Tag soundso im Jahre 2012" (ich bin wirklich gespannt auf Mai 2013 - wenn all die wilden Prophezeihungen .... mal wieder .... nicht eingetreten sind).
..... Wo soll es denn hingehen, wenn du schon da bist? Und wozu? Damit es BESSER wird? Besser als was? Für wen? - Das ist auch so schmerzhaft für mich, wenn ich dran denke, wieviele Leute diesen Planeten "für uns alle" verbessern wollen - und keiner hat mich gefragt, ob ich das auch möchte.
Kürzlich las ich nochmal in so einem Buch, in dem eine Frau Botschaften channelt von einer Gruppe "höherer Wesen" vom Planeten Dings .... und ich fragte mich -zig Male sehr ketzerisch, wozu das gut ist, jetzt auch noch in anderen Dimensionen nach noch mehr Fremdbestimmung in Form von "aufgestiegenen Meistern" und "spirituellen Lehrern" zu suchen - davon haben wir doch auf Madre Tierra schon genug. Na, ich habe ja auch Jahre gebraucht, um alles Mögliche in dieser Richtung abzuklappern, anschließend wieder bei mir selbst zu landen und zu nachstehendem Ergebnis zu kommen:
Ja, ich übernehme die volle Verantwortung für diese Ungläubigkeit an einen Sinn. Und dafür, daß ich an nichts mehr glaube auf diesem Planeten.
Diese Aussage wurde natürlich prompt mißinterpretiert und es folgte die Frage, ob ich denn nicht daran glaube, daß es etwas "Höheres" gibt? Hmmmh .... nein, auch das glaube ich nicht. Das weiß ich einfach. Und das steht für mich auch außer Frage.
Nur, weil ich das weiß - verzweifle ich nicht ganz am Leben. Und nur, weil ich das weiß, bleibt mir ein eigener Humor erhalten.
Natürlich gibt es das GÖTT, schließlich mußte ja auch einer diese Welt erfinden und erschaffen .... ich sage nur, daß es keinen tieferen Sinn dahinter gibt. Es ist einfach. Mit sich selbst in unzähligen Erscheinungsformen - glaube ich. Denn: In Wahrheit weiß ich gar nichts.
Und das ist auch schon das Ergebnis meiner "spirituellen Reisen" der vergangenen Jahre:
Ich habe mich gut unterhalten und viele interessante spirituelle und auch andere Konzepte kennengelernt, hatte viele Inspirationen, neue Ideen, lustige und sehr sehr ernste, meine früheren Welten und sämtliche Konzepte sind mehrmals zusammengestürzt und bisher baut sich nichts Greifbares aus den Scherbenhaufen ehemaliger Glaubensmuster und Ideen wieder auf, manches Mal war ich begeistert, fasziniert um später wieder alles zu verwerfen. Bei all dem bin ich so einfältig wie eh und je und lande in den gleichen Fallgruben und Höllenbereichen wie schon vor Äonen, nur ein bischen anders und wieder neu .... alles nur, um zu erkennen, daß es nur eines gibt, was ich weiß, eines allein, und das ist: Ich habe einfach keine Ahnung. Und ich habe auch noch niemanden kennengelernt, der es besser weiß (obwohl ich das früher einige Male gedacht habe).
Dafür - übernehme ich die volle Verantwortung.
Jetzt!
Sonntag, 3. Mai 2009
Wie innen so außen ...
...heißt es ja. Seit einiger Zeit frage ich mich angesichts meiner Situation, was da wohl "innen" wütet - so wie es bei mir seit Monden im Außen ausschaut.
Eben ging ich nochmal langsam über meinen iyllisch-beschaulichen Hinterhof, als ich von einem sehr fruchtbaren Workshop in Sachen Fußreflexologie zurückkam, um mein Fahrrad abzustellen, und sah mir die Müllkippe und den Dreck in meiner direkten Umgebung in Ruhe an. Die Möbel sind weg, dafür ist neuer Schutt dazugekommen und die fiese Kloschüssel wurde auch nicht bewegt, seit Monden.
Ich hab´s gerade neu angeschaut. Mit Abstand. Vielleicht nach längerer Zeit erstmals wieder mit offenen Augen. Aus reinem Selbstschutz hatte ich die jetzt eine ganze Winterweile und vielleicht auch länger verschlossen. Es gibt soviel aufzuräumen, alles liegt in Schutt und Asche.
Wieder einmal stellte sich mir die Frage, ob ich überhaupt noch weitergehen will - oder ob das jetzt reicht mit diesem seltsamen Leben hier auf dem Planeten und ob ich nicht lieber meinen Vorfahren hinterhergehe.
www wie wozu, weshalb, warum und www wie wie, wann, wo ....
Was hier an diesem Ort und in diesem Basislager übrig ist - ist verbraucht und ohne Leben. Tote Materie mit flach atmendem Rest-Menschenwesen.
Die Welt ist groß - und ich verharre hier auf diesem Fleckchen Elend. Seltsames Gebaren.
Enttäuscht von GÖTT, immer noch keine sinnvolle Aufgabe und keinen Platz in diesem Leben und auf diesem Planeten auszufüllen. Andererseits: Gött sei Dank sind die einst per Geburt und Geschichte zugewiesenen Plätze erfüllt und nicht mehr benötigt. Hallelujah dafür.
Heute dann ..... traf ich das GÖTT und es sagte mir: "Räum jetzt gründlich auf und geh weiter. Übernimm Verantwortung."
Ich fragte noch "Was ist das und wie geht das?" aber es gab mir mit seiner Mimik zu verstehen, daß es schon ein Teil der neuen Aufgabe ist, das selbst herauszufinden.
Eben ging ich nochmal langsam über meinen iyllisch-beschaulichen Hinterhof, als ich von einem sehr fruchtbaren Workshop in Sachen Fußreflexologie zurückkam, um mein Fahrrad abzustellen, und sah mir die Müllkippe und den Dreck in meiner direkten Umgebung in Ruhe an. Die Möbel sind weg, dafür ist neuer Schutt dazugekommen und die fiese Kloschüssel wurde auch nicht bewegt, seit Monden.
Ich hab´s gerade neu angeschaut. Mit Abstand. Vielleicht nach längerer Zeit erstmals wieder mit offenen Augen. Aus reinem Selbstschutz hatte ich die jetzt eine ganze Winterweile und vielleicht auch länger verschlossen. Es gibt soviel aufzuräumen, alles liegt in Schutt und Asche.
Wieder einmal stellte sich mir die Frage, ob ich überhaupt noch weitergehen will - oder ob das jetzt reicht mit diesem seltsamen Leben hier auf dem Planeten und ob ich nicht lieber meinen Vorfahren hinterhergehe.
www wie wozu, weshalb, warum und www wie wie, wann, wo ....
Was hier an diesem Ort und in diesem Basislager übrig ist - ist verbraucht und ohne Leben. Tote Materie mit flach atmendem Rest-Menschenwesen.
Die Welt ist groß - und ich verharre hier auf diesem Fleckchen Elend. Seltsames Gebaren.
Enttäuscht von GÖTT, immer noch keine sinnvolle Aufgabe und keinen Platz in diesem Leben und auf diesem Planeten auszufüllen. Andererseits: Gött sei Dank sind die einst per Geburt und Geschichte zugewiesenen Plätze erfüllt und nicht mehr benötigt. Hallelujah dafür.
Heute dann ..... traf ich das GÖTT und es sagte mir: "Räum jetzt gründlich auf und geh weiter. Übernimm Verantwortung."
Ich fragte noch "Was ist das und wie geht das?" aber es gab mir mit seiner Mimik zu verstehen, daß es schon ein Teil der neuen Aufgabe ist, das selbst herauszufinden.