Diesen recht albernen Song "Taxi" aus 1982 hatte ich völlig vergessen - jetzt bin ich wieder drauf gestoßen, klar, das haben wir auch gehört damals .... ziemlich banal, doch seinerzeit haben wir´s gemocht. Eben habe ich in Karen Duve´s "Taxi" reingelesen und -gehört. Werde es ganz lesen. Sehr vertraut, was sie da schreibt. Interessant die Rezessionen von irgendwelchen schlauen Bücherlesern und -Innen - die offensichtlich nicht begriffen haben, daß es genauso trist und aussichtslos ist, wie Frau Duve es beschreibt, und die auf eine Wendung oder einen Höhepunkt im Leben der Hauptperson warten beim Lesen, weil es eben in Büchern bzw. Romanen so sein soll gemäß ihrer Erwartung. In einem Buch, welches das Leben beschreibt, ist es aber .... eben .... wie im Leben.
Nachdem ich nun nach Monaten endlich nur noch jedem zweiten elfenbeinfarbenen Mercedes und/oder Touran auf den Strassen der Kolonie hinterherschaue, um einen Blick auf Fahrer und Nummer zu erhaschen, habe ich den nötigen Abstand, um ihrer doch aufrichtig-schonungslosen Beschreibung des Genres zu lauschen ... was sie in diesem Interview über ständige Grenzüberschreitungen und permanentes Angefaßtwerden von Fremden (gar nicht sexuell gemeint, das anbiedernd-kumpelmäßige, bei dem der doofe Taximensch natürlich auch geduzt und nicht gesiezt wird, reicht schon völlig für massive Grenzüberschreitung) sagt, ist auch sehr gut getroffen.
Ich glaube, die Ursache für die Zeit als Taxi-Chauffeuse liegt bei mir sehr weit zurück: Als ich noch klein war hatte mein viel älterer Cousin in Lüneburg einen defekten Renault 16 auf dem Hof meiner Tante abgestellt, in dem habe ich mit dem Nachbarsjungen stundenlang und mit konstanter Begeisterung "Taxifahren" gespielt. Noch mit Lenkradschaltung .....
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