Mittwoch, 9. Mai 2012

Weh-Fragen

Es gibt Tage
an denen findet sich kein rechter Anfang
um etwas zu tun
Ich sollte doch, ich wollte doch,
ich dachte und ich müßte ...
Das Rad des Lebens dreht sich
wohl - doch scheint nichts zu greifen,
es fehlen die Zahnräder, um irgendwo einzuhaken.
Muß es wohl so sein lassen,
mich sein lassen -
wie ich gerade bin.
Werde zum Anhalten genötigt.
Zum Nachschauen, wieviele von den alten Gedanken
und Geschichten ich mit mir genommen habe.
Allzu viele noch,
auch in den Träumen.
Die vielen Dinge, die vielen Sachen,
die noch einsortiert werden wollen - drücken.
Erschrak gestern abend über die Anzahl
und wußte, ich werde sie nicht alle einräumen.
Der viele "Tand" - vermüllt die Gedanken.
Das alles kann ein Mensch allein doch nicht wirklich brauchen.
Oben auf der satten Wiese - sah ich gestern erstmals eine schöne schwarz-weiß gescheckte Kuh. Heute gleich mehrere.
Was braucht so eine Kuh? Genau - wenig. Das ist klug.
In all den Dingen - hängt Energie, ist Energie gebunden.
Alte Geschichten hängen dran. Fallen einem ein, sobald man draufschaut.
Manchmal gar von mehreren Menschen. Wie soll denn da der Kopf frei bleiben!
Entrümpeln bleibt also angesagt.
In allen Ecken - der Existenz.
Kopf, Bauch, Herz ...
Nichts Altes mehr hineinstopfen.
Und, was noch nicht lange vertraut ist: Auch nichts "Neues" mehr.
Bedeutet, es gibt gerade wenig, was ich "dazulernen", was ich "wissen" will.
Aufnahmestop. Verdauungsphase.
Immer klarer wird:
Diese Welt ist viel zu vielschichtig,
als das ich je etwas wirklich begreifen würde.
Es gibt soviele Weltbilder, wie es Menschen bzw. Wesen gibt - und gab.
Wozu also um Meinungen streiten? Wo doch eh jeder eine andere hat
und an etwas Anderes glaubt.
Ein Riesen-Zirkus, dieses Leben.
Ein verrückter Traum.
An so einem Tag - ist es schwierig, zu funktionieren.
Es funktioniert nicht meht.

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