Fuhr heute in einen Ort in der Nähe, um noch ein paar Besorgungen zu machen - und mich einfach umzuschauen in der Gegend. Eine kleine Kleinstadt. Gemütlich, obwohl recht belebt. Niemand rempelte mich an oder wollte mich gar einfach umrennen, wie gestern noch in der Kolonie. Im Gegenteil - wenn wir uns hier oder dort zu nahe kamen, hörte ich ein freundliches "Oh, Verzeihung." oder äußerte es selbst. Anders gesagt: Es herrscht ein anderer Lebenstakt vor den Toren der Kolonie. Erheblich ruhiger.
Ein Scherz der Götter heute morgen: Schon wieder Rasenmähergebrumme. Ich denke - menschenskatze, wie oft mähen die denn hier?! und drehe mich einfach wieder um Als ich - erstmals - spät aufstehe, stelle ich fest: Eine Baustelle. Kein Rasenmäher. Sehr witzig, wirklich. Ein echt lustiger Scherz, ihr Götter. Aber dennoch - alles anders hier unterm Himmel. Ein ganz anderer Freiraum für mich.
Ich habe die Stirn frei, es prallt mir kein Asphalt oder Beton vor den Schirm und es fällt mir keine Decke auf den Kopf. Geniesse den weiten, schönen und sich öffnenden Blick auf Wälder und Himmel.
Die Kartons - entpacken sich langsam selbst, ich tue nicht viel dafür. Habe keine Eile. Meinte schon zum Umzugsengel, als er nochmal hier war und bemerkte, daß ja schon alles eingerichtet sei: Erst die Schönheit - dann die Arbeit. Und: Keine übereilte Arbeit in meinem Urlaub! Langsam - geht´s voran. Dann wird auch alles von selbst gut sortiert: In Ruhe.
Gestern fragte mich ein Freund, ob ich erschöpft sei nach dem Umzug? Ich überlegte gar nicht und antwortete: Nein - eher erleichtert. Bekomme hier wieder frische Energie. Interessante Frage - prüfte das heute morgen noch mal für mich nach und es blieb dabei. Erschöpft war ich in der Kolonie. Hier ist es irgendwie lebendiger.
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