In der ehemaligen Stadt-Hinterhof-Hütte war es eigentlich immer eher kühl. Träumte heute nacht von dieser - hatte noch ein paar Dinge dort in einem Kabuff - die Sanierung war schon im vollen Gange - und es galt, diese so schnell als möglich herauszuholen. Zwecks sauberem, endgültigem Abschluß. Ich möchte diese Wohnung nicht auch noch in diversen Albträumen mit mir schleppen. Das Traumkabuff - sind die noch unausgepackten Kartons hier.
Dazu kam die plötzliche Traum-Option, doch noch ganz woanders hinzuziehen, zusammen mit anderen Menschen. Überlegte bereits, wie ich das wohl organisatorisch-praktisch schaffen sollte im gleichen Monat - und bemerkte erleichtert, daß es eine schlechte Idee war. Nein nein ... bzw. Ja! Es ist gut so, wie es ist. Ich beschloss also, in dieser Wohnung hier zu bleiben, mit viel Raum und Freiraum für mich selbst. Eine freundliche Wohnung, die noch ein bischen mehr Putzen benötigt, um die ehemaligen Geister zu entlassen. Die - gibt es ja fast überall. Ein etwas rätselhaftes, nächtliches Klopfen habe ich nun schon ein paar Tage bzw. Nächte nicht mehr vernommen. Die von mir selbst mitgebrachten Geister - sind ebenfalls schon freundlicher geworden. Haben sich hier, wie ich auch, schon etwas entspannt und beruhigt.
Baden im Hochsommer ... was für ein Luxus.
Trockene, duftende Wäsche nach weniger Zeit - was für eine Freude.
Schrub ich schon - freue mich aber immer noch.
Als ich neulich mit Rasenmähen dran gewesen wäre - dachte ich noch "Oh, wie schade, die vielen schönen Gänseblümchen und Löwenzähne absäbeln zu sollen - nur um der Ordentlichkeit wegen." Nach nicht mal einer Woche des letzten Absäbelns - blühen sie schon wieder überall auf diesem Rasen.
Ja - ich habe, zutiefst naiv und städtisch-verblödet, keine Ahnung von dieser Kraft da in der Erde, die unerschöpflich einfach Neues wachsen läßt.
Einkaufen gehen bzw. fahren - heute ausnahmsweise beim Aldi angehalten und gestaunt, wieviel Geduld die Kasserierin sich dort erlauben konnte für die langsame, ältere Dame vor mir. In der Kolonie geht das geradezu schweißtreibend vor sich - alle(s) in fürchterlicher Hektik.
Über zwei, drei Tage meldete sich der Verstand und erzählte Unsinn - sowas wie "Was willst Du denn überhaupt hier? Das ist doch unpraktisch." Er hatte keine Chance, wollte mir selten größeren Unsinn erzählen - er sah es sogar selbst ein und gab sofort auf. Gerade kräht wieder der Hahn und schon öfter fragte ich mich, wieso die Mär geht, daß er das nur morgens tue. So ein Hahnenkrähen ist für mich eine helle Freude.
Ne - ich will nicht mehr zurück in die Stadt.
Ein Segen.
Übrigens - mein dritter "Absprung" - die beiden ersten liefen unerwartet daneben und ließen mich wieder zurückkehren. Der erste - weil ich scheinbar zu früh dran war damit und auf einer Art "Festung" gelandet war, auf der ich nichts zu tun hatte. Der zweite - aus zwischenmenschlicher Enge/Engstirnigkeit und meiner tiefen Unwilligkeit heraus, mich in solchen Unsinn sinnlos-kompromissierend einzufügen. Die Natur vor Ort war es ganz sicher nicht, die mich zurück in die Stadt und auf die Strasse katapultierte - im Gegenteil. Es waren allzu viele philosophisch-romantische Ideen, die sich in dieser "Gemeinschaft" in Illusion aufgelöst hatten - und die im Nachgang nochmal mitten auf der Strasse mit "ganz gewöhnlichen Menschen" auf ihre Tauglichkeit hin geprüft werden wollten - also sozusagen außerhalb schön- und klugredender geschützter Räumlichkeiten - in denen es ebenso viel Kleinkriege und mindestens soviele dummgeistige Hierarchien gab, wie im "normalen Leben". Nur unter anderen, "spirituellen" Deckmäntelchen.
Dieser mich damals zutiefst erzürnende Blender - mit dem ich seinerzeit heftigst aneinandergeriet und mich fast duelliert hätte ob immer wiederkehrender, sinnloser Attacken gegen meine Person und für mich immer wieder kotzreizauslösende Selbstbeweihräucherung der seinen - war wenige Zeit nach mir verschwunden. Was ich mir erspart habe durch meine Entscheidung, als Erste von beiden zu gehen und den Raum wieder aufzumachen, waren faule Kompromisse und sinnloses Blabla. Es war einfach nicht genug Platz dort - weder für uns beide, noch für meine Kompromisslosigkeit in bestimmten Lebenslagen. Und ich bin das - kompromisslos - wenn ich auf Schleimscheisser und Zwiegesichtige treffe.
Hörte noch viel im Nachgang zu dieser Figur - aus verschiedenen anderen Häusern bzw. von Menschen - aber es war gut so, wie es war. Und ich interessierte mich nicht mehr für diese eine Pfeife von vielen - viel interessanter war für mich im Grunde, wie gerne Andere sich blenden liessen. Eine echte Lektion - für mich - was die "Spirituellen" betrifft. Bei der seinerzeit anberaumten "Supervision" - eröffnete ich also schlicht meinen zügigen Weggang - lapidar wie in einem Western: "Erspart Euch das Blabla - hier ist einfach nicht genug Platz für uns beide - also werde ich gehen." Es klappte alles nochmal - glimpflich für mich.
Eigentlich immer noch ein Buch, was aufgeschrieben gehört: Das "Buch der Blender und Geblendeten".
Mein dritter Absprung - fühlt sich an, wie Urlaub.
Und das fühlt sich gut an.
Warm.
Für HINA
Eine hawaiianische Göttin - die mich vor vielen Jahrzehnten aufsuchte.
Venus eben. 39 draußen - 27 innen - hawaiianische Temperatur.
Zeus an Venus - JUMP - Unvergessenes Lieblingslied Immer noch.
Venus an Zeus - spring erst mal - für Dich selber, Herzchen!
Beweg Deinen eigenen, arthritischen Arsch!
Beweg Deinen eigenen, arthritischen Arsch!
Und wenn Du DAS überlebt hast - können wir uns nochmal neu unterhalten.
Zeus - nicht einmal wirklich alt geworden - scheint nicht gesprungen zu sein.Naja - ein wenig älter doch. Körperlich eben.
Der Sprung - ist halt mehr geistig geworden ... chrrrr ....
Erstaunlich für mich - wie "weich" die vermeintlich "harten Jungs" seinerzeit eigentlich daherkamen ... anderes Thema. Treffe nur noch äußerst selten jemanden aus dieser Ära.
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