Donnerstag, 24. Mai 2012

Unvergessene Liebe - oder: wie ich vor Bindung und Gebären reisaus nahm ....

Denke manchmal an Begegnungen meiner Jugend zurück, bei denen ich sehr bewußt flüchtete - vor den vorgezeichneten Konsequenzen.  Die wären i.d.R. gewesen: Sich binden und eine Familie gründen. In besonders liebevolller Erinnerung bleiben mir zwei Männer, mit denen ich vermutlich zusammen alt geworden wäre - hätte es mich nicht weggezogen.
Der Eine - war überhaupt nicht mein"Typ" - zog mich aber vom Herzen her sehr an. Wir machten eine Motorradfahrt zu viert - ein befreundetes Paar und dieser Mensch und ich. Es war noch sehr kühl, als wir aus Belgien zurückkamen, es war sogar eisig - und dieses liebevolle Geschöpf wärmte mir während der Rückfahrt beständig meine Hände - mit nur einer Hand lenkend. Ich erging mich zuvor des Öfteren bei ihm zuhause mit ihm in seiner diffizilen Schallplattensammlung - Jazzrock vom Allerfeinsten und nie zuvor Gehörtes. Kein Mainstreamer - und ein sehr feiner, feinfühliger Mensch. Ein sehr liebevoller Mensch. Allein - er stand nicht auf meinem Lebensplan. Da stand einfach nicht drauf: Sich binden und Kinder erzeugen. Und ich wußte sehr genau - daß es mit ihm so gewesen wäre.
Der zweite und Letzte, der mir dieserart je gefährlich wurde, war ein wunderschöner, kluger und mehr als einfühlsamer Marrokkaner - der bis zur eigenen Demütigung um mich geworben hatte in einer recht absurden Situation. Unermüdlicher Beutetrieb quasi.... Als er nach stundenlangem Mißerfolg endlich seine sinnlose Sonnenbrille in der ohnehin dunklen Lokalität abnahm und mich in seine wunderschönen, tiefen braunen Augen schauen ließ - hatte er gewonnen. Temporär.  Ich zerschmolz - temporär - und lehnte nach dieser Begegnung jede weitere, folgende Einladung kategorisch ab. Er wäre ein Erzeuger von vielen vielen Kinderchen für mich geworden.
Das aber - wollte ich nicht für mich.
So - mußte ich seinerzeit kategorisch "Nein" sagen.
Zu beiden - die ich in bester Erinnerung habe.
Und denen ich schon oft allen Segen gewünscht habe.
Zwei warens nur - von sovielen - mit denen ich tief verbunden war - aus vermutlich längst vergangenen Geschichten -  und die mir je potentiell das Hirn, mein Herz - und den eh bereits geschriebenen Lebenplan -  hätten durcheinanderwirbeln können - in eine erneute Mutterschaft. 
Zwei Gute - süß zu Geniessende - die sicher ihre Mütter noch gefunden haben. Alle anderen Liebhaber - waren auf ihre Art ebenso auf der Suche nach Mami.
Männer, die Mütter suchen - sind für mich keine.
Wer bleibt da übrig?!
(rein rhetorisch in den Raum gestellt -.die Antwort ist mir gut bekannt)

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