Dienstag, 28. August 2012

You drive - like a New-Yorker

Yes. that´s true - sometimes it maybe true ... aber - kann man in New York überhaupt fahren, oder steht man da nicht nur im Stau? Nein - ich will es nicht wirklich wissen.
Der erste, der mir das mitteilte in jüngster Zeit - war ein sehr schick gekleideter, junger und gutaussehender Business-Man aus USA auf der Gamescom. Er saß hinten mit einem anderen US-Business-Collegue und sie tauschten sich aus über Millionen - bzw. Milliarden-Business. Der, der weniger verdiente, war sehr beeindruckt von dem anderen - der widerum erheblich ruhiger war. Der, der bislang nur Millionen jonglierte, war dafür arroganter am Anfang in seinem Gehabe - und mit ziemlicher Sicherheit auf Koks. Er meinte beim Aussteigen - "Hey, Du fährst wie eine New-Yorkerin, das gefällt mir!" - und er gab ein nettes Trinkgeld.
Neulich hörte ich es wieder - aber indirekt. "She´s driving like a New Yorker ...." - von einer jungen, völlig unnötig erschreckten Amerikanerin, die mit ihrem Freund hinten saß. Sie stieß einen überflüssigen, spitzen Schrei aus, als ich zügig weiterfuhr, obwohl mir eine Radfahrerin in einer engen Straße entgegenkam. Ich bin das gewohnt - hier herrscht diesbezüglich jede Menge Chaos - und ich hatte alles gut im Blick.  Die Radfahrerin auch. No danger.
Aber - beide hatten recht, wenn ich es für mich betrachte. Ich fuhr in letzter Zeit mal wieder manchmal sehr harsch und aggressiv - weil es meinem Inneren entsprach. Allerdings nicht aggressiv gegen Andere - lediglich die Kapazitäten nutzend bei freier Straßenlage.
Die New-Yorker-Taxifahrer - werden von Bailey im Buch über "Homöopathische Psychologie" ebenfalls explizit unter "Natrium muriaticum" erwähnt ... was ich wiederum sehr interessant fand. 
Und: Der eine meinte es als Kompliment - "I like that" - die andere fand es erschreckend. Mir war es beides wurscht - es entsprach gerade meiner ehrlichen Verfassung - und Aufnahmekapazität, ich war sehr wach und aufmerksam, energiegeladen.
Gestern fuhr ich zwei Araber - und gab richtig Gas. Hatte mich über eine sehr überhebliche Art des jungen Schnösels hinten geärgert .... über eine Art "Fingerschnipsen" der Sklavin vorne gegenüber .... und ließ mein Temperament entsprechend während der kurzen Fahrt durchgehen. Ich wollte dieses Untier einfach so schnell als möglich wieder aus dem Raum haben.
Alles - durchaus sicher und überschaubar - für mich. Dennoch bemerkte ich einen gewissen Schreck beim Alten neben mir - und hoffte innerlich, daß dem arroganten Jungen hinten der Arsch gewaltig auf Grundeis gehen würde.
Im Grunde fahre ich - inzwischen sehr moderat. Langsamer als je zuvor. Aber manchmal - geht der Zorn mit mir durch.

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