Donnerstag, 23. August 2012

Ratzfatz geht das ....

... mit dem abschließenden Bücher aussortieren. Hatte nun lange keine Lust mehr drauf, wegen zuviel Sortiererei vor dem Umzug. Aber jetzt - kann es weitergehen. Immer noch befindet sich allzu viel Überlebtes und allzu viel "Tand" in meinem Haushalt, welcher ja auch nur ein Spiegel der inneren Befindlichkeit ist.
Was das Trommeln betrifft - das wird wohl nichts mehr werden. Keinesfalls - in dieser ehemalig erlebten Passion. Auch ok. Werde dennoch sechs allerfeinste Congas und meine Batás behalten - ansonsten muß ich auch hier abgeben und aussortieren. Es macht keinen Sinn, ehemalige Passion und Tote weiterzutragen. Klingt nicht gerade wenig - aber ich habe noch viel mehr Zeugs .... Immer wieder darf ich bemerken, daß es gut tut, wenigstens schon mal entschieden zu haben.
Die verbliebenen Bücher lassen sich sehr leicht aussortieren - ich sehe schnell, was aus dem Kopf raus darf und will. Welche Vorstellungen und Systeme sich erledigt haben. Es werden bleiben - Nachschlagewerke und einige Seelenbegleiter. Aber auch Letztere unterliegen der Vergänglichkeit und viele von ihnen sind ebenfalls überlebt, können nun gerne den Besitzer wechseln.
Ich kann mich durchaus noch an "Dingen" erfreuen und tue das auch. Manchmal an ganz kleinen. Aber ich habe auch gesehen, daß mich viele Dinge - mittlerweile - eher beschweren und begraben und die Leichtigkeit eher heraussaugen, als daß sie Freude bereiten.
Die meisten Wünsche, die sich recht zaghaft äußern, aufgrund von sovielen erfüllten, die dennoch nie zum ersehnten Frieden führten - sind eher "immaterieller Natur", beziehen sich  mehr darauf, etwas noch lernen bzw. erleben zu wollen. Dafür bräuchte es Geld - um wertvolle Dienste entlohnen zu können, im Austausch sein zu können. Aber Geld ist ja schließlich auch äußerst immateriell, wenn man´s sorgfältig durchdenkt.
Materiell schätze ich - einen guten Platz zum Leben zu haben, mit angenehmen und hübschen Vorrichtungen zur Körperplatzierung, Geräten zur Nahrungszubereitung, viel Licht und eine schöne Umgebung, aktuell den Luxus einer Badewanne, immer noch mein weltbestes Bett und eine Waschmaschine - ja, auch das alles schätze ich sehr. 
Im Grunde - lebe ich - nach wie vor - ein sehr luxuriöses Leben. Mit fließendem Wasser aus dem Hahn, Strom für die erstaunlich zahlreichen elektrischen Geräte, einem zuverlässigen weltbestem Auto, welches mich gut mobil hält, solange niemand Schrauben in die Reifen dreht und es derart quält .... u.v.m. Mache mal einen Punkt hier, denn gerade könnte ich eine endlose "Liste mit Segnungen" anfertigen - und das, obwohl ich laut Statistik zu den "Prekären" hierzulande gehöre. Letzteres - sind seltsame "Systematisierungen", auf die ich auch gerne verzichten kann. Und über die ich oft in der Limousine sinniert habe in jüngster Zeit, besonders, wenn ich vor 5-Sterne-Hotels stand - anderer Post ....
Zu diesen Segnungen gehört sicher auch - daß ein Mensch sich auch trennen kann von Überlebtem.

Keine Kommentare: