Ein mir sehr lieb gewonnener, streng-muslimisch-gläubiger Kollege, den ich dringend mal nach seinem "Rufnamen" fragen möchte - hat mich wieder mal zutiefst amüsiert. Wir unterhielten uns ein wenig am frühen, frischen Morgen. Er fragte mich, seit wann ich eigentlich rauchen würde? Ich antwortete - seit kurzem erst, wieder - ich habe viele viele Jahre nicht mehr geraucht. Und ergänze: Er solle jetzt auch nicht mit mir "schimpfen", denn ich würde ohnehin wieder aufhören mit diesem Unsinn!
Aha.
Was denn mein Mann dazu sagen würde?
Ich zeige ihm meine unberingten Hände und sage - isch abe keinen.
Und mein Freund?
Ne ... auch nicht.
Aha - Du kannst also tun, was Du willst?
JA! lautet meine Antwort.
Und Du? - Bist Du verheiratet?
Ja. Ist er.
Ich sage trocken - Dann kannst Du nicht tun, was Du willst.
Wir lachen.
Unterhalten uns noch ein wenig über die "Rollenverteilung" - er ist ein ganz liebenswerter Mensch und sicher weniger "despotisch" - als viele vermuten würden, schon aufgrund seiner Äußerlichkeit.
Ob er Kinder habe? Nein - kommen irgendwie nicht.
Ja - das kommt eben vor.
Ist ihm aber auch willkommen - wie es eben ist.
Was denn meine Mutter sagen würde?
Ich erwidere - ich habe keine mehr.
Er: "Jetzt - werde ich langsam neidisch."
Wir lachen - und ich weiß - wieviel "Spaß und Ernst" jeweils gemeint ist.
Ich sage - "Siehst Du - Ich kann wirklich tun, was ich will."
Und ergänze noch - daß es ihm ja vermutlich ganz gut ergeht, da er von den Frauen versorgt (betuttelt?) wird ...
Dennoch - spürte ich seine Bemerkung erstaunlich aufrichtig.
Und ungewöhnlich ... weil von einem freien Geist getragen.
Ein freier Geist - im Gewande des gefesselten Glaubens.
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