.... am Morgen. Im Bett liegend höre ich Ogún, den Schmied, Mars im afrokubanischen Pantheon der Santería, mit seinem Hammer in rythmisch-gleichmäßigen Schlägen Metall bearbeiten. Später merke ich - es ist ein Vogel, der diese Geräusche erzeugt, aber das spielt keine Rolle, der Gruß ist angekommen. Ich kann Ogún-Energie gerade gut brauchen. Und die "Realität" - dieser offenliegende Wahnsinn, der dem Zeitgeist innewohnt, hilft mir sicher nicht mehr weiter für die verbleibenden Tage. Lieber - werde ich völlig verrückt, in eigenen Räumen, das scheint mir zur Zeit weit gesünder zu sein, als das, was scheinbar als "normal" gilt und offensichtlich völlig geisteskrank ist. Habe das nun immerhin fast ein halbes Jahrhundert gestestet - und in der jüngsten Zeit erzeugt diese geisteskranke Menschen-Welt bei mir nur noch Trauer und Wut, manchmal Abscheu.
Morgen werde ich einen fleißigen Gartentag einlegen - daß wird meiner Seele guttun! Ich werde mich in den Garten verlieben - und ihn nicht mehr Museum nennen. Werde dem wirklich wunderschönen und vielfarbig blühenden Hibiskus ein Lied singen. Und das Gras unter den nackten Füßen spüren.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen