Donnerstag, 2. August 2012

Kleine Übung mit humorigem Instant-Effekt

Nochmal ein paar Worte zum kürzlich verlinkten Beitrag vom Herrn Dahlke - hier geht es um die von ihm geschilderte "Schönheits-Grundpolarität" (ich nenne das einfach mal so, der Kürze halber) von Männern und Frauen. Er beschreibt ja u.a.- wie Frauen sich gerne ausgiebig selbst fertig machen vor ihren Spiegeln und auf-Teufel-komm-raus nach Fehlern suchen, selbst "Natur- Schönheiten". Und er ergänzt - sie finden immer was.
Dagegen die Männer - die stellen sich - im Rahmen der angeführten Klischees - kurz mal in wenigen verschiedenen Posen vor so einen Gnazkörperspiegel, ziehen eventuell kurz den Bauch ein und sagen dann zufrieden zu sich selbst "Paßt scho´!"

Jetzt habe ich mir zwar persönlich schon lange eine "Detailprüfung" im Badezimmer abgewöhnt und entsage auch quasi jeglicher Kosmetik, insbesondere Schminkmitteln. Dennoch bin ich mir bewußt darüber, daß mein Körper (noch/wieder) ganz anders aussehen könnte, hätte ich ihm eine andere Zuwendung zukommen lassen. Fragt sich nur - wieso eigentlich und für wen genau?  Meistens - bedanke ich mich aber lieber bei ihm und den Organen für ihr perfektes Funktionieren und die Zähigkeit - entgegen meiner Schluderei. Bei den Knochen und Sehnen, die mich tragen und weiterhin beweglich halten, ja sogar beim übermäßig angewachsenen Fett - daß es mir den nötiigen Schutz geboten hat in den Jahren auf der Straße. Mir ist eben - literal - ein "dickes Fell" gewachsen - und das hat es gebraucht für eine Zeit. Nicht nur, weil manche Menschen in der Limousine quasi "übergriffig" werden und Dich plötzlich mitten während der Fahrt anfassen, als wärst Du schon seit Jahren ein ihnen vertrauter Mensch - was ich heute auch schon ganz anders nehmen kann als noch vor ein paar Jahren. Ich sage ihnen einfach ruhig - sie mögen das bitte nicht tun, weil ich es nicht mag. Manche - dürfen es sogar, alte Frauen, die mir überraschend  liebevoll die Hand streicheln zum Beispiel.  Manchmal.  Muß alles im Moment justiert werden.
Eine andere und im Grunde zutiefst unbewußte Variante ist sicher auch - Fett für eventuelle Notzeiten anzusammeln - je länger das Geld knapp ist, desto dicker die Polsterung. Soweit - zwei mögliche Aspekte. Mal ganz abgesehen vom Bewegungsmangel, de es auch gibt. Aber dennoch - gibt es ja auch dünne LenkerInnen und/oder Hartz-IV-Leute. Die lassen sich vermutlich eher ausmergeln vom Kummer.

Aber zurück zum Ausgangspunkt:
Obwohl ich es grundsätzlich bevorzuge, freundlich mit meinem Körper zu kummunizieren - freut dieser sich spürbar über dieses kleine "Paßt scho´!!!-Spiel" seit zwei Tagen. Ein simpler "Shift", ein einfacher Perspektivenwechsel.
Du siehst Dich irgendwo gespiegelt, z.B. in einer Ladentür, auf die Du gerade zugehst .... und sagst schlicht voller Inbrunst und Überzeugung "Paßt scho´!!!"

Zack - freuen sich der Körper und alle ihn gestaltenden Zellen und haben ihren Spaß dran - an ihrer ganz eigenen Zusammensetzung und Schönheit. Freuen sich über derart klaren Zuspruch - daß die Gesichtsmuskeln sich zu einem herzlichen Lachen entspannen.
Das ist wir-klich sehr einfach - und kostet nichts. Ich finde - da kann mensch von den Männern wirklich was lernen.

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