Donnerstag, 7. Juni 2012

Kindheitstages-Kommunikaton

Unterhielt mich mit der alten Freundin über unsere einstigen Kommunikations-Gewohnheiten. Wir hatten ein sogenanntes "Haustelefon", welches mittels eines von meinem zu ihrem Fenster herübergeworfenen Kabels funktionierte. Wir redeten stundenlang über dieses Gerät miteinander - unsere Eltern verstanden das nicht - zumal wir uns ja schon über sämtliche, verfügbare Tagesstunden hinaus draußen persönlich getroffen hatten. Ich weiß selbst nicht mehr - was wir uns da alles ständig zu erzählen hatten - aber es nahm kein Ende. So merkte ich heute an - daß es im Grunde qualitativ wenig Unterschied macht zu den Handy-Kids, da wir ja selbst stundenlang erzählt hatten über dieses Gerät - auch noch in der Nacht, wenn uns niemand bremste.
Doch - sagt sie - und natürlich hat sie völlig recht: Unsere Kommunikation ging nur in diese eine Richtung - und wir waren nicht erreichbar für die Eltern. So - hatten wir eine Kindheit ohne ständigen Zugriff auf unsere Wesen. Ja - das war es auch nicht, was ich meinte. Ich meinte nur - unsere stundenlangen Gespräche ... die nie ein Ende nahmen.
Das Kontrolliertwerden von der anderen Seite - ist uns glücklicherweise - jedenfalls meistens - erspart geblieben und so durften wir noch selbst die Welt und die Wege erkunden. Was für ein Segen!

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