.... fahre eine quicklebendige, quirlige Frau zum Flughafen. Wir kommen in eine sehr angeregtes Gespräch - sie ist selbständig und arbeitet mit Personal von mittelständischen Firmen. Sie berichtet mir - über die vielen Klagen auf recht hohem Niveau, die sie in ihrem Job zu hören bekommt von Menschen, die im Rahmen einer 37-Stunden-Woche ganz gut verdienen - immer noch.
Es gibt viel zu lachen. Wir arbeiten ja beide - selbst und ständig.
Und eine 37-Stunden-Woche klingt uns eher nach einer wohlig-weichen Oase ....
Völlig verrückt: Wir haben beide jweils den rechten, kleinen Zeh gebrochen. Und beide - haben wir es geschafft, nach dem ersten Anstoßen nochmal völlig blöde ein zweites Mal an diesen zu stoßén. Ich nach zwei Tagen - sie nach zwei Wochen.Sie hat noch eins draufgesetzt - indem sie sich noch einen Bienenstich am linken Fuß dazugezogen hat.
Wir wissen beide sehr gut - daß das nach Urlaub bzw. Auszeit klingt - die Botschaften sind ja recht deutlich. Aber es geht gerade nicht. Bei keiner.
Was diese Personal-Motivation betrifft - eröffne ich ihr gerne meine Idee eines rotierenden Job-Systems:
Jede(r) von uns allen - sollte mal - m.E. - in den Genuß kommen, alle die Jobs für eine gewisse Weile zu machen, die keiner von uns machen will. Danach - wäre dann Ruhe im Karton - also was sie betrifft, hätte sie vermutlich nur noch sehr glückliche und zufriedene Menschen vor ihrer Nase, die sich für eine Weile mal wieder erinnern durften, wie gebettet sie sind in ihren 37 Stunden mit regelmäßiger Bezahlung und Extrageldern zu Weihnachten. (Unter Vorbehalt und Ironie - also innerhalb eines ohnehin maroden Systems, welches von Grund auf kaputt ist - und rundum einer echten Innovation bedarf).
Was beispielsweise einen DeMaiziere betrifft - der mal eben zig-Milliarden versenkt in sinnlosen und menschen-tyrannisierenden und - mordenden Drohnenprojekten - der müßte ein längeres Echtlebens-Praktikum absolvieren. Beginnen würde ich bei solchen ProfilneurotikerInnen in der Job-Rotation mit drei Jahren auf Hartz-IV-Niveau - am besten ohne Arbeit - und damit ohne jegliche "Reputation". Einfach mal nachspüren - wieviel 5 Euro im Monat mehr an "Lebensqualität" bringen.
Großflughafen- und - bahnhofsbauende Existenzvernichter - dito.
BankenretterInnen - bekommen die Gelegenheit zu fünf Jahren Lebenspraktikum auf Hartz-IV-Niveau - jenseits der "Gesellschaft" und jenseits von kulturellem Genuß. Jenseits jeglichen Restaurant-Besuches und anderer, angenehmer, lebensversüßender Annehmlichkeiten Kochen mit 2, 34 Euro am Tag - für eine vierköpfige Familie. Das sollte reichen - für eine praktische, persönliche Lernerfahrung.
Eigentlich - genauer gesagt - sämtliche "Parlamentarier" - also sämtliche "gewählte Volksvertreter", die keinen Schimmer davon haben, wie es sich so als real-existierendes "Volks-Fragment" lebt .... und was eine EU-Kommission betrifft, würde ich mir noch ein paar leckere Extra-Bonbons einfallen lassen. Also quasi - wie bei sogenannten "Schwer-Erziehbaren". Sie könnten z.B. mal für eine gute Weile ein erhellendes Zusatz-Praktikum bei den vielen Müllsammlern in den Städten machen.
"Wir Alle Anderen" - würden jeweils mal für drei bis sechs Monate - den Müll abfahren, Alte, Kranke und Dahinsiechende pflegen, Toiletten putzen, Betten machen im Hotel, mitten in der Nacht kleine Brötchen backen, Taxi fahren natürlich, 12 Stunden am Tag, besser noch Nachtschicht mit all den Durchgeknallten .... u.v.m.
Einsicht durch Erfahrung also.
Und - begeistert? Oder doch lieber wieder den 37-Stunden-Job mit Jammern auf weichem Niveau und mit Reihenhaus in einer weiteren Vorstadt-Siedlung?
Übrigens - für PolitikerInnen und andere "Entscheidungsträger" - gelten Sonderpraktiken. Jeder, der geneigt ist, über Andere den Stab zu brechen - gehört in langwierigere Extra-Lebens-Schulungs-Maßnahmen.
Gut - daß niemand auf mich hört - ich würde ansonsten wirklich Einigen mal gehörig Feuer unterm Arsch machen. Natürlich nur - aus Liebe. Zum Leben. Und sogar - zu den Menschen.
1 Kommentar:
Toll geschrieben 6 erdacht :-)
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