Sonntag, 11. August 2013

Selig sind die geistig Armen ....

Kurz nach dem Aufstehen, am Kaffeetisch sitzend, fällt mir auf, was so alles durchs Hirn geistert. Allzuviele Bilder aus zuviel gegucktem Film vor wenigen Stunden, Gedanken, Ideen, Worte, Gelerntes, Gehörtes, Gesehenes, "aktuelles Weltgeschehen"  .... der Kopf ist übervoll und laut ist es. Gelärm. Mache für eine Weile die Augen zu und tue nichts weiter, als mir das kurz "anzuschauen".  Wundere mich, woher soviel Lärm an einem noch ruhigen Sonntagmorgen kommt ....
Dann wird´s leiser ... das ganze Zeugs verschwindet.
Ich bemerke - erleichtert - wie flüchtig all das ist.
Und staune.
Staune - wie relativ das alles ist.
Wie die Welt sich erschafft. Und wie sie wieder vergeht.
Denke kurz -  " ... und dieses Kopfgelärme findet bei angeblich sieben Milliarden Menschen statt."
Bei jedem anders.
Mancher glaubt´s auch noch.
Ich staune, wie flüchtig all diese Bilder und Ideen sind, wie Geister schweben sie im Raum.
Ein paar Ideen aus diversen Büchern fallen mir ein
und noch mehr, ausgetauscht im Zusammensein mit Menschen.
Das Gelärm der "Medien" und die seltsam-absurde Art, wie "Wissenschaft" betrieben wird.
Zerlegen von Ganzem in immer kleinere Teile und Erfindung von neuen Wörtern, ohne echte Erkenntnis.
Was macht ein Menschenleben aus?
Was ist wert, erstrebt zu werden?
Und was ist - wenn es erreicht wurde?
Fragen der Gedankengeister.
Sie verlangen nach Lebenselixier - aber Antworten werden sie nicht geben.
99 % "Unbewußtheit" -
nur manchmal solche wachen Momente.
Erstaunlich.
Ein Lächeln erscheint.
Ich werde all den Unsinn heute vergessen -
und simple Dinge tun.
Spülen, Wäsche waschen ... lauter Zeugs, welches getan werden möchte.
Ohne tieferen Sinn. Aber alles - ein Wunder.
Die Bücher - können alle weg. Fast alle.
Steht nichts von Belang drin ...
Lehrer, "Meister" und "Führer" (gilt auch für "Geistführer" ...)
- sind auch überlebt.
Der Körper kümmert sich bestens um sich selbst.
Der Geist läßt sich nur noch schwerlich verlocken mit neuen Karotten.
Manchmal beginne ich, etwas zu lesen ...
und nach ein paar Seiten lege ich das Buch wieder weg.
Habe schon genug Unsinn zu mir genommen
und allzu viele Konzepte für eine Weile geglaubt.

Das einstige Streben - nach was auch immer - ist auch verblasst.
Jetzt ist nur "neu" - daß es bestens so ist.
Es fehlt nichts.
Und man stirbt nicht dran.
Im Gegenteil.
Staunen und Lachen machen sich breit.
Nein - das kann man nicht beschreiben.
Ich tu´s trotzdem.
Warum - weiß ich nicht einmal.
Vielleicht wegen der Freude am Tippen
und an den rhythmischen Geräuschen der Tastatur,
wenn die Finger lustig darauf tanzen....

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