... wir haben uns schon sehr lange nicht mehr gesehen. In der City hält er hinter mir - der "Mäuschen-Mann". Ein ganz Netter, Feiner .... schon ewig unterwegs in der Limousine.
Am Anfang meiner "Laufbahn" ist er mir einst sauer aufgestoßen. Er nannte mich - unvertrauterweise - "Mäuschen" - und ich reagierte höchst allergisch.
Jetzt - nach neun Jahren - ist es anders, als er wieder zum Abschied zu mir sagt: "Tschüß, Mäuschen!"
Ich darf - herzlich lachen. Und - er darf das jetzt. Nicht - weil ich etwa eines geworden bin - aber, weil ich ihn mittlerweile schätze, als angenehmen und korrekten Kollegen - und Menschen.
Diesmal bin ich gar baff erstaunt - über "Synchronizitäten". Er kommt mit seinem Obstsalat in der Hand rüber zu mir - und ich meine sowas wie "Oh - das sieht gesund aus."
Daraufhin eröffnet er mir - Vieles über seine konsequente Nahrungsumstellung vor etwa 5 Jahren. Er ißt - basisch, Ich staune - und zeige ihm das Buch, welches ich gerade lese - es geht um basische Ernährung. Ein anderer Kollege - einstmals Koch - hat mich neulich vor ein paar Wochen dran erinnert - und mir viele gute Tips mit auf den Weg gegeben.
Nun kommt also der "Mäuschen-Mann" - und erzählt mir seine Geschichte zur Nahrungsumstellung vor ein paar Jahren - nachdem er drei "Bypässe" gelegt bekommen hatte. Ich höre gerne zu - und lache, als er mir erzählt, daß er jeden Tag die Kiste irgendwo abstellt - um zwischendurch mindestens sieben Kilometer Fußmarsch einzulegen. Neben der konsequenten, basischen Ernährung: Morgens nur frisches Obst - mittags Salat mit vielen guten "Keimen" - und abends ab sechs Uhr - nichts mehr. Viel Wasser. Morgens immer frisch gepreßte Zitrone mit diesem und jenem ....
Warum ich lachen würde? Ich - freue mich einfach - über diese "Synchronizitäten" - für mich. Ihm sage ich - weil ich das richtig gut finde, wie er das durchzieht. Und meine es auch so. Die Geschichte mit den langen Spaziergängen - ist in Windeseile bei mir abgespeichert.
Übrigens - ist diese Kost sehr gut beizubehalten, auch, wenn mensch den ganzen Tag unterwegs ist. Geht leicht. Und macht - leicht. Ent-säuert - im wahrsten Sinne des Wortes. Bin dran - stelle seit einiger Zeit um. Von Fraß - auf Sonnenkost quasi. Und wie schön ist das - erstaunlich viele Kollegen zu wissen, die das schon lange praktizieren.
Und nun sogar - der "Mäuschen-Mann". Der meint: "Du weißt ja - daß unser Job - und besonders die Sitzerei - tödlich ist. Deshalb müssen wir etwas tun - um uns lebendig zu halten."
Recht hat er. Und der andere Kollege auch, der mich vor ein paar Wochen an die Dinge erinnerte, die ich über Jahre für mich selbst und autodidaktisch gelernt hatte ..... Dann - habe ich es irgendwann wieder schleifen lassen. Und nun - freue ich mich sehr, daß gerade die Kollegen mich an all das erinnern - was ich eigentlich schon lange weiß.
"Tschüß, Mäuschen" - hatte diesmal einen ganz anderen Klang als einst, als ich ihm dafür fast ins Gesicht gesprungen bin. Jetzt - klingt es einfach nur süß - und freundschaftlich.
Und das ganze Leben lang bleibt es so - daß eine der größten und schönsten Aufgaben ist - die Menschen wirklich wahrzunehmen - wie sie sind. Der "Mäuschen-Mann" ist ein gutes Beispiel ....
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