Wie´s ausschaut -
hab ich mein Leben gelebt.
Schon lang wird
nichts Neues
angestrebt.
Es läßt sich nichts finden
da kann ich mich winden
und drehn,
wie ich will
es scheint mir
als stehe es -
einfach still.
Was neu ist und köstlich
ist Frieden damit
Nur selten noch -
zieht mich
etwas mit.
Noch nie war ich mehr
auf dem Boden als jetzt
nach halbem Jahrhundert -
unverletzt.
Was war, das war
was ist, ist jetzt.
Und nichts von allem
hat mich je verletzt.
Ich bin unbeschadet
und werde es bleiben
es vermag sich nichts
in die Seele zu schreiben
Die Seele bleibt klar
wie sie immer war
Mensch glaubt kaum wie´s prickelt -
unverwickelt.
Nach Liebe, Erfolg und Ruhm zu streben
ist Arbeit - und Arbeit ist nicht das Leben.
Was Leben genau ist
das kann ich nicht sagen.
Vielleicht einfach -
das Verblassen von Fragen.
Das Tanzen der Zellen -
befreit von Idee?
Zu Boden gezogen -
und doch auf der Höh´?
Köstlich ist es,
(dieses Leben)
im Körper drinnen
Genießen werd ichs´ -
weiter mit allen Sinnen.
Irgendwann wird´s mich hier rauskatapultier´n -
und dann mag ich wirklich nicht - nostalgieren.
Romantik ist nett - für die, die sie mögen -
ich wär schon oft gerne
weitergeflögen.
Schwer geschummelt -
das End´vom Gedicht -
die Reimungsregeln -
gelten hier nicht.
Ich hoff´- kein Doktor wird es bemerken
und völlig sinnfrei - dazwischenquerken.
Und merkst Du´s doch -
geschätzter Leerer -
das Leben wiegt schwerer -
als Regeln
und anderer Tand -
im temporären Wunderland.
3 Kommentare:
Liebe kann auch ohne Arbeit einfach überfallsartig innerhalb eines "Augenblickes" über einen herfallen...muss ja nichts weiter draus entstehen- mir geschieht es oft in der Stadt, dass ich an jemandem vorbeilaufe, ihn oder sie kurz angesehen habe und es war irgendwie TIEF....
Ja, so geht´s manches Mal. Schön gesagt!
Aber wie kommst Du denn hier auf die Liebe?
Las eben nach etwa einer Woche dieses kleine in Sekunden dahingetippte "Gedicht" - und freute mich drüber aus zweierlei Gründen:
Erstens hatte ich es völlig vergessen und es hätte auch jemand ganz Anderes geschruben haben können.
Und zwitens war doch eine Erinnerung da - an den Spaß beim Runterschreiben neulich.
Was für das Schreiben an sich spricht - und das ist übrigens ein feiner Grund, zu bloggen: Der Spaß, es irgendwann später mal zu lesen und festzustellen, daß das Leben inzwischen weitergegangen ist ....
Schöne Stadtmomente wünsch ich Dir weiterhin - Sati
Weiter oben steht doch: Nach Liebe, ...zu streben ist Arbeit...
So kam ich darauf- ich pickte mir das raus, weil es zu mir sprach, so in DEM Sinne...
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