Der iranische Kollege fällt mir ein - bzw. seine Geschichte, die er mir eines Tages nur sehr kurz erzählt - um mir sozusagen seine gemachte Erfahrung mit auf den Weg zu geben. Er war Grundschullehrer im Iran - und eines Tages erlaubte er sich, ein paar nicht-konforme Worte zu äußern. Kurz darauf - saß er für vier Jahre im Knast. Heute - ist er einer meiner "Lieblingskollegen", jemand, der sich über die "vermeintlich kleinen Dinge des Lebens" zu freuen weiß und jemand, der seine wiedergewonnene Freiheit zu schätzen weiß.
Jemand, den ich gerne antreffe, weil ich weiß, er wird seine Lebenszeit nicht mit sinnlosen Klagen verbringen - sondern er macht immer das Beste draus aus dem, was gerade ist. Und steckt Andere damit an.
Einmal - traf ich ihn aber doch ärgerlich an. Und so soll es sein - dann weißt Du wieder, daß Du es nicht etwa mit einem "Heiligen" oder einer solchen Maske zu tun hast. Er schimpfte - auf unkollegiale Kollegen, die Piraterei betreiben. Und recht hatte er. Dennoch - zucke ich inzwischen dazu nur mit der Schulter - wenn ich nicht gerade einen direkt erwische.
Andere Geschichten hörte ich - von anderen Kollegen. Oder von Fahrgästen. Manchmal darf mensch sich ganz glücklich schätzen, all das nicht erlebt zu haben.
Aber - egal was es ist - es bleibt immer die "Vergleichshölle". Und Vergleiche hinken immer - sind nur Krüppel.
Sehr kurz gesagt - muß jeder einfach für sich tun - was gerade gegeben ist. Egal - was Andere erfahren haben oder wie Andere die Dinge des Lebens be-werten.
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