Donnerstag, 5. Dezember 2013

Kleiner Traum-Vampir ....

... im Traum hat sich ein Fink in eine große, offene Wunde einer Katze verbissen. Bzw. er hat seinen Schnabel tief in die Wunde geschlagen und saugt sich gierig mit Blut voll.
Das angesaugte Katzentier und sein ansonsten gefährlichster Feind - kann ihm nichts mehr tun gerade, es ist schwach, hat gleich zwei große, offene Wundkrater am Leib.
Sie liegt auf dem Balkontisch meiner Kindheitstage und jede Menge andere Katzen tauchen ebenfalls auf. Aber auch die helfen gerade nicht.

Ich gehe also raus und packe den blutrünstigen, gierigen Fink am Schwanz. Ziehe ihn aus der Wunde, er ist völlig mit Blut verklebt und saugt immer noch weiter. Denke - wenn Du jetzt noch fliegen kannst, hast Du Glück gehabt. Wenn nicht .... und werfe ihn derart über die Balkonbrüstung. Er kann nicht mehr fliegen. C´est la vie.

Die Katze bringe ich in einen Ruheraum, dort soll sie sich selbst kurieren, wie Tiere es tun.
Szenenwechsel im Traum - die vielen anderen Katzen kommen mit rüber .... es braucht ein viel größeres Haus für uns alle. Und vernünftige, größere Ruheräume. Ich kümmere mich um eine sinnvolle, wohltuende Einrichtung dieser. Eine sehr sehr große Veranda aus Holz und einen großen Garten braucht es auch. Viel Natur drumherum. Umzug gelungen.

Was den blutsaugenden Finken betrifft - der konnte nichts anderes. War halt sein Programm.
Was mich betrifft - ich konnte auch nicht anders - ob er nun mit seinem Programm, sich mittels des Blutes Anderer zu ernähren und sich sein eigenes Gefieder zu verkleben, abschmiert oder nicht - ist nicht mehr meine Angelegenheit.

Ich nehme den Traum mal als freundliche Botschaft - von überflüssigen "Vergeltungsgedanken" im Tagtraum  abzusehen.  Und auch von sinnfreier "Unverzeihlichkeit". Beide sind auf Dauer Gift - für´s eigene System.
Und ein Fink - ist eben ein Fink.

Den gelungenen Umzug - in gute Räumlichkeiten - will ich mal weit mehr im Auge behalten.

4 Kommentare:

wildgans hat gesagt…

Vernünftige Ruheräume - versuche, mir solche vorzustellen.
Geht nicht. Dein Traumvokabular.
Bei andern: Wellness-Oasen, heidenai...meine entstehende Fantasie: Mal wieder tüchtig durchgestreichelt werden auf heißen Steinen, in duftigen Dämpfen...auch was für dich- oder?

Sati hat gesagt…

Schön, daß Du drüber gestolpert bist. Ich stolperte selbst drüber beim Schreiben - und ließ es dann genauso so stehen.

Übrigens - schließt das eine das andere nicht unbedingt aus. Was uns Menschen betrifft. Lenkt aber manchmal ab.

Ein angeschlagenes Tier aber - so dachte ich wohl - braucht einfach einen stillen Rückzugsraum. Ohne allzuviel Schnickschnack.

"Vernünftig" hier etwa: Geräumig, still, einsam, wohlig, warm ... die Option, aufzustehen und auch den Raum zu verlassen - ebenso wie die Gewißheit, wirklich ungestört zu bleiben, solange es nötig ist.

Und in der natürlichen Dunkelheit solange verweilen zu können, bis sich alles von selbst geheilt hat.

Vielleicht ein weiterer Stolperstein für alle eifrigen, potentiellen "LichtsucherInnen" - die "natürliche Dunkelheit", die uns in ihr sanftes Licht einhüllt ...

Ja - ich mag "Wellnessoasen" durchaus. Habe aber auch manchmal die Feststellung gemacht, daß allzuviel "Ambiente" ablenken kann.
Gehe also weiter - zu den reinen Pragmatikern im Moment, wo das Ambiente die geringste Rolle spielt. Und spüre mal für mich nach.

Bei der chinesischen Ärzten begrüßte ich gestern besonders - daß sie das Licht ausschaltete beim Gehen und mich so in einem schlichten, dunklen Raum liegen ließ. Quasi ohne "Ambiente".

Früher mal - manches Mal - scheinbar eher der Form halber - gefragt bei wohltuenden Wellness-Behandlungen: Lieber mit oder ohne Musik? lautete meine Antwort oft: Ohne.
Manchmal war mein Eindruck - daß die selbst lieber mit Musikgedudel gearbeitet hätten ...

Wünsche Dir - wohltuende-vernüftige-Dezember-Wellness-Wochen ... in Deinem Lieblingslicht. Wenn Du möchtest, streich halt das "vernünftig" einfach, Sati

mundanomaniac hat gesagt…

Wachte heute morgen auf, während ich einer stattlichen dunklen Katze Backen und Bart streichelte und nach einer Zeit sprach die Katze zu mir - wüßte ich nur was - wir waren auch beide im "Ruheraum" grade.

Sati, wenn ich mal Katze bin ... komm ich zu Dir, Tiere dürfen das

meint Bruder Mundanomaniac

Sati hat gesagt…

Ist mir eine explizite Ehre - ganz ohne Schnickschnack. Danke - für´s Lachen gerade - über eine Art "Paralleltraum" ....
Jede Menge Katzenmedizin in diesem Traum - werde ich noch rauskriegen, was sie zu erzählen haben.
Diese Nacht ging´s erst mal drum - den "verirrten" Finken rauszuziehen ... und Raum zu schaffen.
Freue mich auf Deinen Besuch, Sati