Mittwoch, 18. Dezember 2013

Feine Gelegenheit ....

.... mich mal zu revanchieren. Der Nachbar hat sich einen neuen Laptop geschenkt - hat aber nur wenig Ahnung, wie man das ganze Zeugs so einrichtet. Ob ich da Bescheid wüßte? Kommt drauf an, was Du möchtest .... Ja - das krieg ich wohl hin.

Am Ende ist der Nachmittag vorbei und es ist dunkel. Ich bin noch lange nicht zufrieden mit dem Ergebnis und bemerke mal wieder, wieviel Zeit die Technik so braucht. Um es nach meiner Zufriedenheit hinzukriegen - braucht es noch ein paar Stunden, aber erst im neuen Jahr. Heute nur noch eben - zu seiner Freude - ein schönes Hintergrundbild eingerichtet und die E-Mail ans Laufen gebracht.
Im neuen Jahr - werde ich ihm kurzerhand einen anderen Browser und ein anderes E-Mail-Programm anempfehlen, mit dem es sich erheblich besser und übersichtlicher arbeiten läßt. Vermute mal - er wird einverstanden sein. Denn bisher - hat ja alles gut geklappt. Er hat wohl schon ein paar Leute aus seine Bekanntenkreis angesprochen zuvor - und die haben es versemmelt. Haben gesagt, sie wüßten Bescheid, und es dann versemmelt. Hahaha ... sowas braucht ein Mensch.
Einstweilen soll er - sollen sie beide - einfach aufschreiben, was gebraucht und/oder geändert werden soll.

Wie geschruben - das dauert immer seine Zeit. Und ich bin noch lange nicht zufrieden mit dem Ergebnis. So ein PC sollte m.E. ganz gut "aufgeräumt" sein - und so habe ich gestern auch schon mal eine Menge vorinstallierten Schrott und Ballast rausgeworfen aus den Bedienbereichen. Wegen der Übersicht - was gerade für solche wichtig ist, die nicht mal eben in einem solchen Gerät herumturnen.

Bin da eher penibel - was hier soviel heißt wie: Sorgfältig. Und - ich freue mich, endlich mal was "Vernünftiges" tun zu können - etwas, was sichtbar hilfreich ist. Ein kleines Erfolgserlebnis verbuchen zu können - im Gegensatz zu überlangen und nur noch sinnlos-frustrierenden Limousinentagen. Ja, es ist schon ein gutes Gefühl, endlich mal wieder was aus-, hier: Einrichten zu können. Nein - es ist nicht leicht - viele Jahre lang ohne "tägliche Erfolgserlebnisse" ein Dasein zu gestalten!

War also ein spontan gesellig verbrachter Nachmittag - und wenn wir nicht soviel gequatscht hätten, wäre ich schon etwas weiter ... aber dafür war´s lustig. Und laut. Zwillingssonne und Schütze - hatten eine Menge zu quatschen und zu lachen - und wie es sich gehört, ging es auch um Fragen von Natur und Respekt vor dieser. Mit einem, von dem ich es anfangs nicht unbedingt erwartet hätte. Umso erfreulicher gerade deshalb.

Freue mich schon auf´s Frühjahr, wenn hier neue Nachbarn eingekehrt sein werden. Die habe ich kurz angetroffen am Wochenende, sie saßen bereits alle zusammen an einer gemütlichen Kaffeetafel - und haben sich was zu erzählen. Fein! Ticken auf einer gemeinsamen Wellenlänge. Ganz fein! Das wird diesem Hause gut tun - und langsam freue ich mich auch sehr drauf - auf eine "normal-freundliche Atmosphäre".

Die Neuen seien ganz natürlich ... aha. Und wie ich die gefunden hätte? Tja - was soll mensch da sagen - "normal-freundlich" halt ... so, wie wir es uns wünschen und brauchen. Und daß man niemanden hinter den Schädel gucken kann, wissen wir ja auch alle. Ich brauche also gar nichts "finden".  Ich finde es nur schön, nun eine gute und ganz neue Perpektive zu haben.
Und ich freue mich schon drauf - daß wir endlich mal gemeinsam und/oder alleine draußen sitzen und diesen an sich guten Ort genießen können. Wenn wir es wünschen.

Ich wünsche dann im Frühjahr draußen die Steinesammlung des Schützen  zu bewundern, die derzeit ein unsichtbares Kellerdasein fristet. Er hat die meisten selbst gefunden und ein paar beeindruckende Prachtstücke habe ich schon gesehen und befühlt. U.a. einen sehr schweren Klumpen aus Blei ... vielleicht 15 cm rundum. Staunte mal wieder sehr und meinte: Mein lieber Scholli - man stelle sich einfach mal vor, wie schwer die Erde insgesamt wiegt!, wo doch schon dieses kleine Stückchen Erde so schwergewichtig ist. Kann noch viel lernen vom Nachbarn - der kennt sich gut aus mit verschiedenen "Erden" .... und dem Zusammenspiel von diesen.

Und auch andere Passionen hat er gepflegt und weitervermittelt zeitlebens - z.B. das Steuern von schönen Segelbooten. Ganz am Anfang fand ich ihn nicht immer witzig - aber mittlerweile habe ich mich schon viele Male weggeschmissen vor lauter Lachen - auch über köstlichste Anekdoten aus einem 70-jährigen Leben. Und neulich noch über seine - und meine - ehrliche Freude - als wir uns erstmals begegneten nach der guten Nachricht, daß wir nun bald haßbratzenfrei sein werden im Hause. So liegt man sich nicht oft in den Armen - vor lauter Erleichterung.

Die aktuellste Anekdote kam heute: Seine geliebte Frau hat sich geärgert .... sie hatte den Kaffeetisch liebevoll gedeckt und selbstgemachte Köstlichkeiten aufgefahren - um dann erst festzustellen, daß heute gar niemand kommen wird - die Verabredung ist erst morgen. Auch nicht schlecht ....

Ich darf mich freuen - in Sachen PC ein wenig hilfreich sein zu können. So - kann ich mich mal revanchieren für andere Hilfeleistungen, die mir seinerseits bereits als Handwerker entgegenkamen. Ich tausche halt gerne - statt nur zu nehmen.

Die uns noch wenige, absehbare Wochen erhaltenen Haß-Bratzen haben derweil das lange Kabel durchgeschnitten, welches im Sommer an den Rasenmäher gehört. Dieses diente einer freundlichen Weihnachtsbeleuchtung vor der Haustür, welches mittels einer Zeitschaltuhr morgens und abends für ein warmes Licht sorgte - in einem üppigen Gesteck aus den üppigen Tannen vorm Hause.
Erst - wurde diese Zeitschaltuhr ständig umgestellt und quasi sabotiert. Eine zweite Zeitschaltuhr wurde geduldig drangehängt. Und jetzt - ist  unsere Weihnachtsbeleuchtung hinüber. Bzw. das Kabel schlicht durchgeschnitten.
So sind sie - und so werden sie wohl auch bleiben.
Ob sie vor irgendwelchen Türen herumheulen in scheinbarer Einsicht - und sich von einer sanftmütigen Stierin auch noch umarmen lassen nach dem ganzen Terror - spielt keine Rolle. Sie bleiben, wie sie sind. Alle - in einen Sack! Lauter Sackgesichter! Schon jetzt bedauern wir die, die demnächst ihre Unbilden mit ihnen haben werden.

Die Frauen sind sicher, daß da nochwas kommt, bevor die endlich weg sind .... Nachbarin und Vermieterin also. Ich meine nichts mehr weiter dazu - nur: Werden wir ja erleben.

Am gestrigen Nachmittag noch ein kurzer, gescheiterter Hinweis der Stierin an ihren Schütze-Mann, mit dem ich laut palavernd an seinem neuen PC sitze: "Du bist so laut - Dich hört man in der ganzen Siedlung."
Zwillingssonnen-Sofort-Kommentar dazu: "Ja! Und genau so soll es sein! Nach dem ganzen Elend - ist es gut, wenn wir mal sehr laut sind - und hier endlich wieder gelacht werden darf!"

Gestern verfrachtete ich den von mir ungeliebten Rasenmäher in meine Kellerräume - bevor auch dieses Gerät noch sinnfrei sabotiert wird. Nein - Rasenmähen ist immer noch in keiner Weise mein Pläsier - im Gegenteil. Ich hasse es, Gänseblümchen, Löwenzahn und andere kräftige Kräuter abzusäbeln. Würde es lieber wuchern lassen .... und schauen, was alles angeflogen kommt. Freundlicherweise haben die Nachbarn den Hinzukommenden schon von meiner "Rasenmäh-Allergie" berichtet - da läßt sich sicher eine andere Arbeitsteilung finden.

Ja - ich will immer noch trommeln hier - demnächst. Als ich den Rasenmäher in Sicherheit brachte gestern - staunte ich nochmal ehrlich über meinen großen, sonnenlichthellen Keller! Du mußt das machen - solange die (Haßbratzen) noch hier sind - sagt die Stierin. Ich verneine und meine: Nein - werde ich wohl nicht tun. Habe keine Lust - daß die mir noch meine Instrumente abfackeln ....

Komisch - bisher habe ich immer ganz gut "gespürt" - was da wohl noch kommen mag. Meinte auch neulich spontan - vermutlich haben sie nun das Kabel (unserer hübschen Weihnachtsbeleuchtung) durchgeschnitten - unter der Treppe .... und so war es.
Werde also meine Instrumente im kommenden Urlaub - gut in die Höhe sortieren. Vom Boden weg ... Weiß nicht warum - aber irgendetwas sagt mir, daß Keller-Flutungsgefahr besteht demnächst .... als "Abschiedsgeschenk".

Wie auch immer - es wird ein feiner Festtag - wenn wir ihnen in Kürze fröhlich auf ihre häßlichen Hintern schauen können beim Auszug!    

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