... gestern wurde morgens das nächstgelegene Haus eingerüstet. Ich vernahm das Klappern der Gerüststangen und fand mich in einem ehemaligen, über vier Jahre andauernden Albtraum in der letzten Kolonie-Behausung wieder. Auch in der Nacht tauchte diese als Albtraum auf. Heute vormittag - schon die ganze Zeit das Geräusch der Schlagbohrmaschinen.
Die Bewohner tun mir leid - aus tiefster Erfahrung. Bis auf eine - der gönne ich das von Herzen. Das ist die, die mich neulich bei der hiesigen Verwaltungsstelle völlig dummdreist diffamiert hatte, ich hätte meinen Sperrmüll nicht angemeldet und diesen vor ihrem Haus abgestellt ... wie mensch auf solche haarsträubend-sinnlosen Lügen kommt, bleibt mir ein Rätsel.
Jetzt also zweierlei: Einerseits bin ich heilfroh, daß ich ein paar Meter Abstand habe zur pünktlich zu Weihnachten aufgemachten Sanierungsbaustelle. Und andererseits - finde ich mich nochmal in diesem Albtraum von einst wieder - und frage mich erstaunt, wie ich das so lange ausgehalten habe. Einerseits ärgere ich mich, daß die ausgerechnet jetzt damit anfangen - und meine freien Tage demnächst derart - mal wieder - von nervtötenden Hiltis verlärmt werden. Andererseits - hallelujah - fallen ja viele Feiertage mitten in die Woche - und da ist dann wenigstens Ruhe im Karton.
Eine Posse aus der Abteilung "Glück im Unglück" ....
Überrascht bemerkte ich - wie diese vier Jahre in Schutt, Dreck und Asche sich wieder bemerkbar machten ... wie die jeweiligen Geräusche abgespeichert sind in den Zellen. Die erstgehörte Gerüststange gestern morgen - warf den ganzen schlechten Film von einst wieder an. Und der Lärm und die Vibrationen der Sch....-Hiltis gehen mittenrein in die Körperflüssigkeit ....
Ob diese Handwerker nachts im Traum weitervibrieren? Bestimmt.
Und schönen Dank - nach der Mittagspause haben sie ihre Maschinen nicht mehr angeworfen!
Das bischen Getänzel auf den Gerüstbrettern - klingt dagegen wie Balsam.
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