Ich habe reichlich Wandelphasen gehabt bisher, auch was Geld betrifft - immer mal hatte ich plötzlich reichlich Geld und dann wieder nichts. Ich hab´s ausgegeben, manchmal schneller und äußerst unvernünftig, manchmal langsamer und durchaus vernünftig. Habe "am Ende des letzten Geldes" - viel in meine Interessen investiert. Was ich nie tat waren solche Kapriolen wie z.B. mir ein neues Auto o.ä. zu kaufen. Meine alten liefen ja gut - bis zu ihrem gegebenen Ende. Was ich mir - nach monatelanger Überlegung an Gegenständen anschaffte, war wohl eher bescheiden: Mein Traumbett - in dem ich bis heute schlafe, es scheint für die Ewigkeit gebaut - und zwei Schrankmöbel, Kleiderschrank und Kommode, mit wunderschönen Muschelintarsien, die ich schon längst wieder hinter mir gelassen habe und die nun, für wenig monetären Gegenwert, die Zimmer in einem Seminarzentrum schmücken. So hübsch diese beiden schweren Möbel auch waren - im Grunde bin ich erleichtert, so etwas nicht mehr mitzutragen. Instrumente kaufte ich mir - und hier immer nur den "Jaguar" bzw. "Rolls Royce" unter diesen. Habe ich sogar noch in meinem derzeitigen Inventar.
Will sagen - ich blieb eher bedächtig, was das Anhäufen von sinnfreien Luxusgütern betrifft.
Als ich also plötzlich mit etwa Ende zwanzig zu einer Summe kam, die mensch mit ehrlicher Arbeit nur in glücklichen Zufällen erwirtschaften kann, die aber gleichzeitig nicht so hoch war, um den Rest des Lebens von Zinsen zu verbringen, arbeitete ich zunächst erst mal ganz normal weiter und studierte abends nach der Arbeit weiter auf einer Fachhochschule. Es brauchte ein gutes, halbes Jahr, bevor ich meine Richtung änderte. Und dies tat ich auch nur aus der Einsicht heraus, daß ich im Herzen sicher keine "BWL´erin" bin - ich hatte das Studium begonnen, um "weiterzukommen" und weiter zu lernen - ohne zu wissen, wohin ich eigentlich wollte. Einige Jahre war ich dann "Privatieuse" - was aber damals auch kein durchgehend glücklicher Zustand war, weil ich permanent von anderen Leuten als erstes gefragt wurde, was ich denn beruflich mache?! Ich hatte nichts Besonderes darauf zu erwidern und es fiel mir noch schwer, darauf zu reagieren. Irgendwas "fehlte" wohl in meinem Leben? Seinerzeit - fehlte mir eine gesellschaftskonforme, Andere zufriedenstellende Antwort auf diese immergleiche, blöde Frage und das Bewußtsein von heute, mit welchem ich dies ganz anders vertreten würde - nämlich fröhlich-leicht ohne jegliche Rechtfertigung. Verdingte mich immer mal wieder zwischendurch, in Jobs und auch in Selbstständigkeit, aber nichts fruchtete derart, daß es mich in irgendeiner Form "begeistert" hätte. Die Begeisterung kam erst gegen Ende des privaten Daseins - in den letzten Jahren dieser geldsorglosen Zeit - und die war es wert, das Verbleibende zu investieren - vorwiegend in "Geistiges" und "Musisches".
Als das Geld aufgebraucht war - ging ich kurz in die sogenannte "Hauslosigkeit", auf den "buddhistsichen Trip" ... aber schwer geschummelt, denn das Allernötigste für einen eigenen Haushalt hatte ich im Keller der Mutter deponiert. Äh - eigentlich eher eine Menge Bücher und eine Waschmaschine. Das Bett für die Ewigkeit - hatte ich bei mir. Ebenso wie meine Anlage, einen Computer - und Trommeln. Nie zuvor war vermutlich jemand mit derart viel Kleinod in die "Hauslosigkeit" gezogen.
Als auch dies vorbei war - begann eine Zeit des etwas kläglicheren und mühsameren Broterwerbs - mit vielen Unsicherheiten. Und bar jeder garantierten Sicherheit, denn ich verdiente nur dann Geld, wenn ich auch tatsächlich arbeitete. Und dann nur soviel, wie mir der Zu-Fall täglich brachte, die Limousinenzeit begann.
Ein interessantes Lehrstück - über "Geld und Emotionen" .
Welches mich seit nun bald acht Jahren durch alle Abgründe meiner tief-verwurzelten und sicher auch ererbten Existenz-Ängste begleitet - und scheinbar eine gute Medizin ist. Nicht, daß es immer lustig oder leicht wäre, die laufenden Kosten zu bestreiten. Und solche Extras wie Reisen und/oder Seminare, eine wohltuende Thai-Massage ab und an, was ich einst sehr liebte, gibt es quasi gar nicht mehr.
Dafür - gibt es eine zunehmend verschwindene Existenzangst und ein wachsendes Grundvertrauen. Ich würde fast sagen - trotz allen Unbilden zwischendurch: Das ist Gold wert!
Und ich weiß nun - aus gemachter Erfahrung - daß Geld und Glück nicht wirklich in Zusammenhang stehen. Geld zu haben kann bedeuten, daß das Leben etwas einfacher und vielleicht bunter wird. Aber Glück - ist es nicht unbedingt. Ich erinnere mich an Zeiten mit viel Geld - in denen ich im Grunde kreuzunglücklich war. Und an solche ohne "Extras" - in denen ich sehr zufrieden war.
Ich mag es, Geld "übrig" zu haben. Und ich komme damit klar, nur etwa soviel zu haben, wie ich brauche, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Mit Glücksgefühlen oder gar Seligkeit - hat beides eher wenig zu tun. Solche - entstehen m.E. eher aus Grund- oder Urvertrauen, von mir aus auch Gottvertrauen.
Dennoch - meine ich, daß das Leben sich erheblich besser entfalten kann ohne existenzielle Nöte und Ängste. Es könnte einfach schöner und reichhaltiger blühen- müßten sich die Wesen hier auf Erden nicht ständig Sorgen machen um vielerlei existentielle Nöte.
Und das - müßten wir ja auch nicht - würden wir einfach eine bessere Lösung finden für´s Dasein in unseren kurzen Zeiten hier. Würden wir es uns gönnen, daß jeder mit all seinen Grundbedürfnissen versorgt ist und somit sorgenfrei - um das zu tun, was mensch wirk-lich einbringen möchte, was ihm/ihr liegt und was sie/er am besten verschenken kann.
Übrigens - ein etwas abstruser Wunsch - aber es war tatsächlich ein Wunsch einst von mir - "nochmal zurückzugehen" in die einst eher vorherrschende Kargheit an Dingen und Geld - um zu sehen, ob ich auch, älter geworden, damit noch klarkomme. Dieser Wunsch - wurde mir gerne erfüllt von den Göttern.
Wobei dies sehr relativ ist - für manchen anderen Erdbewohner bin ich immer noch ein sehr reicher Mensch, der in völligem Überfluß lebt. In Deutschland gehöre ich da eher zum "Prekariat". Aber sicher nicht - gefühlt.
Zusammenfassung: Es lohnt sich nicht, sich von Dingen abhängig zu machen - für diesen halben Augenaufschlag inmitten der Ewigkeit. Sich aber dennoch an all diesen reichlich geschenkten Dingen zu erfreuen - lohnt sich sehr!
Bei mir sind es eben eher - "durchlaufende Posten" - von denen ich mich auch öfter mal wieder gerne trenne zu gegebener Zeit.
Darauf - einen frisch-getoasteten, knusprigen Toast!
Philosophische Zusammenfassung: Wie mach´ ich das bloß - also die Geschichte mit dem Manifestieren jetzt - in den großen Sinnfragen?
Ne - falsche Frage. Richtige Frage: Wie - mache ich es ebenso leicht - wie in all den kleinen Dingen? Ohne mich vor der vermeintlichen "Größe" des Projektes schrecken zu lassen?
Kikiribu Mandinga ..... kikiribu kiribu Mandinga - ein bischen Magie tut gut!
Pro-jekt = Ehemalige Vision, schon in konkretere Bahn geleitet.
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