Dienstag, 10. Juli 2012

Bewerten und Verurteilen ....

...  als ich noch in spirituellen Kreisen unterwegs war, wurde mir recht oft angetragen, ich solle doch nicht so bewertend unterwegs sein. Ich reagierte drauf mit einer Mischung aus Reizung und Gelassenheit - manchmal antwortete ich schlicht etwas wie "Schau mal - wenn Du meinst, ich solle nicht bewerten - dann ist das (D)eine totale Bewertung." Natürlich - kann ich bewerten. Will es sogar manchmal. Die, die sich davon freimachen wollen - sind die übelsten Bewerter, denn sie bewerten das Bewerten an sich - als falsch. Und ist das nicht - eine Bewertung?
Ich bewerte also weiterhin, falls ein Impuls dazu kommt - was immer mir gerade erscheint.
Das hat aber nichts mit Verurteilen zu tun. Da - liegt vermutlich der feine Unterschied. Ich kann durchaus bewerten - das liegt in meiner, und ich behaupte, in der Natur des Menschen selbst - ohne gleichzeitig verurteilen zu müssen.
Praktisch bedeutet das: Ich kann jemanden als blutsaugende, gierige Kakerlake bewerten - was diese(r) durchaus auch sein mag - aber ich muß es nicht gleichzeitig von grundauf verurteilen.Vermutlich - hat diese blutsaugende (Kakerlake? ...die saugen doch gar keines, oder...?) Wanze, Zecke ein treffliches Motiv dafür - zum Beispiel einen eigenen, fetten Arsch voll Angst.

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