... heute nur eine sehr kurze Sortierübung für den kranken Geist - 5 Minuten reichen völlig aus. Thema ist der neue U-Bahn-Papst Franziskus. Die ÖR´s vermelden heute wiederholt, wie toll das sei, das dieser zu seinen Amtszeiten in Argentinien öffentliche Verkehrsmittel benutzt hat. Die heutige Untersuchung zur Geisteskrankheit richtet sich also darauf - was genau den Unterschied beim Benutzen solcher Transportmittel ausmacht. Oder anders: Wie kann es sein, daß dieser Mann außerordentlich gelobt wird für ein paar Mal U-Bahn- oder Omnibus-Fahrt, daß man ihm das hoch anrechnet, seine Persönlichkeit damit ausschmückt und ziert - bereits seit Amtsantritt in Rom - und daß es bei Millionen bzw. Milliarden Menschen, die mindestens zweimal am Tag die gleiche, große Tat vollziehen, keinerlei Erwähnung findet? Warum werden nicht alle so gelobt, die U-Bahn fahren - für ihre großmütige Volksnähe?
Heute wegen Ostersonntag auch keine Gruppenarbeit - sondern Individual-Reflektion - z.B. auf der Toilette. Die Lösung von dieser Geisteskrankheit läßt sich durchaus während eines kurzen Pinkel-Intermezzos herbeiführen.
Buona Pascua, buona pascua .... und guten Appetit allerseits - besonders den vielen Armen, die eh nix zu fressen haben.
Wer sich hiermit unterfordert fühlt - der kann ja noch kurz darüber reflektieren - warum seit heute um Sieben nicht mehr Sieben sondern schon Achte ist - und warum das alle mitmachen für die kommenden sechs Monate, obwohl so viele Körper-Konglomerate einschließlich ihrer innewohnenden Kleinstlebewesen eindeutig eine andere Meinung dazu haben.
2 Kommentare:
Weischt,
hier in Basilien kann ich das sogar irgendwie nachvollziehen.
Die Schere zwischen Arm und Reich ist so dermassen gross und der (gehobene) Klerus gehört halt einfach zu den Reichen, die sich normalerweise chauffieren lassen von netten Damen und Herren in schicken Limousinen ;)
Das sich das in D ganz anders und völlig schwachsinnig anhört, kann ich verstehn ;)
LG und Feliz Páscoa
auch von den Orixás
Ursel
Ich meine - daß diese Vorstellungen auf dem kompletten Planeten verquer sind. Ein alter Mann, der seltsame Dinge von sich gibt - gönnt sich hier und da den Luxus, ein kleines Abenteuer zu unternehmen, indem er öffentliche Verkehrsmittel benutzt - während andere Schwierigkeiten haben, sich überhaupt ein Ticket zu finanzieren? Und wird dafür noch "in den Himmel gelobt"?
Die Schere ist auch in D schon weit offen - wenn auch sicher nicht so krass wie bei Euch in Brazil.
Aber im Laufe der Jahre wird sich das sichtbare Bild zu dem, wie es ist, auch hier zeigen - es sei denn, es ändert sich der Weltenlauf noch unverhofft.
Das dieser Präsentator sich der Armut und den Armen verschrieben hat - ist ja wohl kaum ein Zufall.
Hörte neulich noch eine gute Anmerkung - etwa - Armut gilt besonders im Christentum als "Tugend". Das allein ist ja schon völlig auf den Kopf gestellt. In anderen Religionen/Kulturen wird die Fülle verehrt.
In diesem Sinne - wünsche ich uns allen eine narürliche Fülle, wie sie der Frühling (noemalerweise) mit sich bringt.
Liebe Grüße ins ferne Land der schönen GötterInnen, schön, Dich zu lesen, Sati
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