Dienstag, 5. März 2013

Der Hahn kräht wieder ....

... heute erstmals nach langem Winter höre ich ihn unablässig krähen - und freue mich. Merke, daß ich keine Ahnung habe vom Lauf der Natur. Staunte diesen Winter über unzählige Maulwurfshügel - noch nie zuvor waren mir soviele aufgefallen, wie in diesem Jahr. Ob die nur im Winter aktiv seien - fragte ich noch jemanden, der mehr als ich davon versteht. Zumindest sind sie wohl im Winter aktiver. Sehe immer noch soviele Greifvögel - auch in der Kolonie - wie nie zuvor. Traf gestern abend beim Heimkommen eine nette, schwarze Katze an und spielte ein bischen mit dieser. Ging kurz weg und kam wieder ... um festzustellen, daß es gleich zwei schwarze waren, die sich unter unseren Autos ein wenig jagten. Nachbarskatzen - es gibt noch viel mehr hier.
Mein Außenthermometer, welches gerade von der erstaunlich kraftvollen Frühlingssonne angewärmt wird,  zeigt unglaubliche 30 Grad an. In der Himmelsoase unterm Dach genieße ich am Mittag bereits wohlige 17 Grad ohne Heizung und bei endlich wieder offenem Fenster. Fein!
Die Knochen freuen sich - schon gestern ein Hochgenuß in der Kolonie, endlich wieder aus der blechernen Kiste ins Freie zu gehen und mich wärmen zu lassen vom Sonnengott - lange nicht gesehen und fast schon vergessen, wie gut sie sich anfühlt, die große Batterie. Lebensgeister erwachen - nicht nur bei mir. Eine Dame meinte - man hätte ja schon fast keine Energie mehr gehabt. Gestern wundere ich mich über die erste Biene - oder Wespe? - auf der Kühlerhaube. Ziemlich groß eigentlich. Und gerade fliegt eine in mein Himmelsgeschoß. Scheinen sehr früh am Start zu sein in diesem Jahr.
Seit Wochen erfreue ich mich an der Schönheit und Pracht von Hyazinthen, die ich als winzige Kinder erstanden habe und die mit jedem Licht- und Sonnenstrahl in die Höhe schießen. An deren Duft, nach dem die ganze Wohnung riecht manchmal. Und in deren Blüten sich jetzt dieser frühe Rüsselsauger ergötzt. Und an Tulpen - ein Vergleich von Schönheit und Schönheit macht nicht wirklich Sinn - dennoch erfreuen mich diese fast mehr, als die angeblich königliche Rose.
Es wird also wieder Frühling. Und jedes Mal - ist es wieder ein ganz neues Wunder.
Und nie weißt Du - ob es der letzte sein wird. Es bleibt also spannend und unvorhersehbar, das Leben.
Die ungezählten Osterglocken in der Kolonie sind schon am Start. Die muß mensch zügig und intensiv genießen, denn so schnell sie aus dem Boden schießen und hochwachsen, so schnell verblühen sie auch in ein paar Tagen wieder, nachdem sie sich üppig verschenkt haben - und zu meiner Freude die Fahrbahnränder säumen. Noch mehr gilt das für die Magnolienblüten, die ich schon erblickte.
Das ist eigentlich das einzige, was ich von der Natur weiß - sie verschenkt sich üppig und im Überfluß. Kennt keinen Mangel. Da könnten wir uns wohl mal eine Scheibe von abschneiden als Menschen.

Keine Kommentare: