Mittwoch, 23. Januar 2013

Wie heißt denn bloß die "Diagnose" ....

... für Menschen wie mich - die nichts mehr wirklich glauben? Im Film des Lebens. Natürlich auch nichts mehr ... was von "offizieller Seite" - also von der temporär agierenden Regie - verlautbart wird?
Nicht mal die offiziellen Wahlergebnisse. Ich kann wirklich nicht mehr glauben, daß meine Mitmenschen tatsächlich noch CDUSPDGRÜNEFDP gewählt haben sollen - daß knapp 60 % ihre Kreuzchen gemacht haben an immergleichen Stellen - und daß die anderen Parteien alle erst gar nicht ins Parlament kommen.
Auch kann ich kaum an ein derart knappes Wahlergebnis in Niedersachsen glauben -  mit dem exakt die beiden "Parteien" gerade mal eben und um ein dünnes Haar ans Ruder  kommen - deren aktuelle Vertreter auf den jüngsten Treffen der "Bilderberger" eingeladen waren. So ein Zufall! Schaun wir doch mal - wie die kommenden Wahlen ausgehen werden. Aber das alles ist nur - ein weiterer Furz im Weltenlauf, der sich auflösen wird..
Also - "paranoid" wäre sicher eine angeführte Diagnose."Ketzerisches Gedankengut" - steht glaube ich nicht im "DMS" - könnte man ja mal wieder aufnehmen. Deja-vu!
Wobei ich mich heute morgen nur kurz und spontan fragte - wieso eigentlich alle "Bundesdeutschen" im aktuellen Film glauben, daß immer nur woanders die Wahlergebnisse manipuliert sein könnten - hier bei uns natürlich nicht! Bei uns daheim - gibt es ja auch keine Korruption, keine eng verwobenen Seilschaften oder sonstige Strukturen - nur bei den Anderen, da gibt´s Mafia und sowas. Ach, was bin ich froh - daß Unrecht immer nur woanders auf der Welt geschieht. Aber nicht bei mir hier - im schönen Deutschland. Hier ist doch die Welt noch in Ordnung.
Und hier - funktioniert ja auch noch alles.
Dauert halt noch eine Weile, bis die Brücken möglicherweile zusammenkrachen.
Wer weiß - vielleicht werden sie ja auch neu gebaut?
Kürzlich meinte ein Fahrgast - es funktioniere ja tatsächlich noch sehr Vieles in Deutschland. Dies liege aber daran, daß die Mehrheit der Menschen ihre Arbeit tut - und so dafür sorgt, daß immer noch die Müllabfuhr kommt, der Rettungsdienst herbeieilt, das Transportwesen nicht stillsteht usw.  Es liege daran, daß die "ordinären Menschen" (meine Wortwahl) für eine gewisse Reibungslosigkeit sorgen. Ich konnte ihm da nicht widersprechen - hatte auch keinen Anlass dazu.
Die Diagnose "Desillusionierung" - wäre vielleicht hilfreich. Steht sicher auch nicht im "DMS" - wäre allerdings eine der wenigen eher konstruktiven Diagnosen - meiner Wahrnehmung nach.
Die Welt ist so anders - als ich mal dachte, daß sie wäre.
Ich habe wohl früher mal an "das Gute" im Menschen geglaubt. Und dabei nicht bemerkt - daß "das Gute" auch zwangsläufig "das Schlechte" mit sich bringt. So, wie Hell und Dunkel sich ergänzen. Tag und Nacht.
Heute - glaube ich nur noch an sehr wenig. Vielleicht - ein wenig noch - an diese gegenseitige Bedingtheit.
Wenn ich nach Etwas suche, an das ich wirklich und zutiefst glaube - finde ich nicht viel.
Selbst an "Gott" - und unzählige andere Namen für das "Göttliche" -  vermag ich nicht mehr zu glauben.
Nicht mehr - nachdem ich über viele Jahre nach "so etwas" gesucht habe - und allzu viel Unsinn gefunden habe - der doch immer wieder nur von Menschen geschaffen ist. Gerade vor wenigen Tagen - habe ich zum ersten Mal "begriffen", was es bedeutet, wenn es heißt, der Mensch solle sich kein Bild von Gott machen. Und es bröselt weiter vor sich hin. Haltlos .... ist das vielleicht eine treffliche "Diagnose"?
Es gibt noch ein verbliebenes Glaubensmuster - das ist diese Idee von "Leben" und "Sterbenmüssen".
Wobei mir hier ein paar "menschliche Zufallsbegegnungen" weitergeholfen haben - die sich ihrerseits intensiv mit einer Art "Geburtstrauma" beschäftigt und darüber viel sinniert haben. Die irgendwie wohl erkannt haben - daß der Albtraum bereits mit der Geburt angefangen haben muß. Über sowas - hatte ich nie sinniert. War einfach hier. (Aus-)Geworfen eben. Aber es gehört ebenso zusammen, bedingt sich, wie Tag und Nacht. Wie Wunschtraum und Albtraum.
Macht denn so ein Post überhaupt Sinn?
Nein. Und ja.
Er verwischt - zwischen den Wahrnehmungen.
Zwischen einer Wahrnehmung von "Welt" -
und einer von angenommener "Existenz".
Eine andressierte Wahrnehmung - die sich mit den Erscheinungen der Welt beschäftigt - und dies oftmals nicht zu knapp. Die aber diese Erscheinungen und Begebenheiten der weltlichen Bühnen - letztlich immer wieder auf einen anderen "Prüfstand" stellt. Stellen muß. Auf diesem wird ausschließlich der "Wahrheitsgehalt" geprüft. Und dort hat noch nie etwas auf Dauer standgehalten. Noch nie wurde auf diesem eine Plakette erteilt. Für keine Theorie der Welt.

(PS: diagnosis - übersetzt auf Wikipedia mit "Unterscheidung, Entscheidung" ... besonders Letzteres recht aufschlußreich - wer entscheidet - wann, warum - über wen`?!)

5 Kommentare:

wildgans hat gesagt…

Gerade vor wenigen Tagen - habe ich zum ersten Mal "begriffen", was es bedeutet, wenn es heißt, der Mensch solle sich kein Bild von Gott machen.
Bei welcher Gelegenheit, wenn ich nachfragen darf?
"...wenn es heißt..."
Wo heißt es denn so? Wer findet es nötig, dergleichen zu empfehlen?
Eine auch ins Leben geworfene ( und komisch, die wollten mich mit diversen Mitteln unbedingt loswerden, aber ich hab mich festgekrallt, also muss was dran sein, am Leben!!??)

Sati hat gesagt…

Irgendwo - in der Bibel heißt es so. Und bei den Muslimen gilt es bis heute. Also - alles - wieder nur - menschenerdacht und -überliefert.
Lese gerade das einzige Buch - was mich noch "erreicht" - einige von einem gewissen Nisargadatta Maharaj übermittelte Worte - läuft unter "Ich bin - Teil 1".
Reicht völlig aus - um es im Kreis zu lesen und sich immer wieder selbst "essentielle Fragen" zu stellen - und auch wieder zu verwerfen.
Vermutlich - war es beim Lesen seiner einst gesprochenen Worte - als mir ein schwaches Licht dazu aufging - was es bedeutet - sich kein Bild von "Gott" zu machen.
Alle Bilder - sind Unsinn und Täuschung. Sind Bilder - die sich lediglich der menschliche Geist erschafft.
Nichts von alledem - hat auch nur die Spur von etwas "Göttlichem" - was ich nur in Ermangelung von Nicht-Bezeichnung irgendwie nennen muß.
Und auch das alles - ist nicht mal wahr.
Daß Du Dich ans Leben gekrallt hast - erfeut mich immer wieder. Sonst würde mir ein gut Teil guter Gesellschaft fehlen, Sati




Sati hat gesagt…

Das "Unsagbare" - nochmal anders - gesagt, und damit schon wieder völlig daneben:
"Gott" - ist nicht vorstellbar.
Wie soll ich nun "Gott" - beschreiben - also das Unvorstellbare? "Gott" - hier nur ein Begriff - für Nicht-Beschreibbares.
Was habe ich als Kind gelernt?
Wie hat "Gott" ausgesehen?
Welche Bilder hat man mir vermitteln wollen? Immer - waren es - Bilder. Von Menschen - erdacht und ausgemalt.
In menschlicher Begrenztheit und Beschränktheit.
Heute - moderner ausgedrückt - in Konditionierungen etc. pp. ....
Möglichst ehrliche Antwort bleibt:
Ich habe keine Ahnung von "Gott".
Und auch nicht vom Leben.
Es geschieht eben.
Irgendwie.
Und ich fühle mich so - als sei ich mittendrin.
Nur ein paar Worte .... Sati

Kopfstaendler hat gesagt…

Die Privatisierungen und Globalisierungen sind die höchste Bedrohung für die Menschheit.
Zunächst landeten die CO2-Börsen in den Händen von Heuschrecken/Bankstern. Alle Börsen dieser Welt liegen in den Händen von Privatleuten via Aktiengesellschaften. So auch die CO2-Börsen.

http://kopfstaendler.blog.de/2012/03/24/mythen-ueberbevoelkerung-co2-klimaluege-13298633/

Zur Privatisierung des Wassers: Das ist eine ungeheuerliche Anmaßung der Finanzeliten. Nur weil sie das Geld verfügbar haben, meinen sie, die Welt kaufen zu können. Und kein Bürger schreit, außer einer handvoll Bloggern.

http://kopfstaendler.blog.de/2012/12/15/wasser-privatisieren-unerschwinglich-15323708/


Sati hat gesagt…

Lieber Kopfständler,
die Mißstände sind mir hinreichend bekannt. Um diese weiterhin zu installieren - brauchts halt weiterhin stillschweigend grasende Schafe, die das längst vergiftete Gras fressen.
Bevor die Schafe nicht merken - was sie da fressen - ist die Zeit nicht reif, daß sich etwas immer ändert. Aber - die Zeit reift immer - für Veränderungen. Ich sehe auch viel "Gutes" - insofern, daß immerhin die zahlreichen und von bestimmten Nutznießergruppen installierten Mißstände immer klarer gesehen werden - viel mehr, als in den vergangenen Jahren/Zeiten.
Das für mich aktuellste Hindernis für eine sofortige Veränderung zum Positiven ist - daß es keine gemeinsame Richtung gibt - in die wir gehen können, wollen. Aber auch das - wird sich eben selbst entwickeln.
Liebe Grüße, Sati