.... die Nachbarn, die hier seit über vierzig Jahren - meist friedlich - wohnen - sind ebenso verstört wie ich über die jüngste Reifenattacke. Sie kamen zu mir hoch heute - um das alles nochmal zu besprechen und zu überdenken. Ich freute mich darüber - denn dies war auch mein Gedanke seit Freitag - und seit ich unterwegs war - wir müssen reden!
Mein übler Nachgeschmack - bleibt. Und auch sie - sind zutiefst irritiert. Wollen sogar ausziehen - nach über 40 Jahren - das heißt was.
Ich gab ein paar bislang für mich behaltene Dinge zum Besten - die hier geschehen waren seit meinem Einzug.
Um mal ein paar Dinge zu sortieren.
Mit denen ich - wirklich nichts zu tun habe.
Sie - offenbar auch nicht.
Häßlich also - die aktuelle Situation und das, was seit etwa zwei Jahren hier geschieht - bevor ich überhaupt hier anlandete.
Eine Art "Zettelkrieg" nimmt derweil Überhand - nun auch abgerissene Zettel - neben neuen, eingeworfenen in irgendwelche Briefkästen. Very crazy.
Was ich für mich spüre - ist eine sogenannte "gesunde Aggression".
Aber auch die Ohnmacht - das der Terror weitere Blüten treiben könnte.
Jetzt - habe ich meine "Hausaufgaben" gemacht - auf meinen Vorschlag hin, ein Flugblatt in der kompletten Siedlung zu verteilen - objektiv, neutral und mit der Bitte um mögliche Mithilfe seitens der Siedlungsbewohner - also einfach Aufmerksamkeit ...... Der Nachbar wird´s verteilen - in jeden Briefkasten. Gut. Mehr - können wir gerade nicht tun.Vielleicht noch ein wenig Liebeszauber - ums Haus rum - scheint sehr nötig.
Den mache ich aber - ohne die Nachbarn.
Und jetzt - wieder mal Staub abklopfen und weitergehen.
Wenn ich denjenigen kriege - soll er es mir teuer bezahlen.
Das wäre sehr schön, denn bislang hat mich das viele Nerven und 350 Euro geskostet.
Nachtrag: Heute bekam der Nachbar, dessen Reifen ebenfalls zerstochen wurden, Besuch von der Stadt - jemand hat ihn angezeigt, weil er Gasflaschen in seiner Garage hätte. Außerdem wurde mittlerweile der Bewegungsmelder draußen mutwillig demontiert - quasi ausgeweidet - und nun unbrauchbar.
Scheint also noch kein Ende zu finden, dieser seltsame Krieg.
Nach Karneval - wollen die Vermieter alle an einen Tisch laden -
damit mal Tacheles geredet wird.
"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben - wenn´s dem Naachbarn gefällt" ... ist leider was dran.
1 Kommentar:
"..wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt"..
hm, ob das wohl ein NACHBAR ist oder jemand von weiter weg ?
Na, ich hoffe, dass Ihr ihn findet und dass er blechen muss !!
Sauerei..
Fällt mir aber auch wieder ein, dass Gewalt ja doch immer auch ein Unvermögen von Kommunikation ist, eine Sprach-losigkeit, quasi Behinderung. Nur : das ist ja wirklich NICHT DEIN PROBLEM !!
LG Ursel
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