Mittwoch, 23. Januar 2013

"Paranoia-Affäre" - wie vier einst sehr erfolgreiche Steuerfahnder mittels zweifelhaftem psychiatrischem Gutachten lahmgelegt werden ....

Ein aufschlußreicher Artikel in "Capital" - spannender als jeder fingierte Krimi - und augenöffnend. Seit ich neulich erstmals von dem Herrn Gustl Mollath hörte - höre ich immer mehr in Sachen "Psychiatrie-Gutachten". 
Mit einem solchen - werden lustig Existenzen demontiert. Erlesene "Fachbegriffe" wie  "paranoid", "querulatorisch" oder "anpassungsgestört" werden hier verwendet. Also Begriffe, die im Grunde gegen jeden ganz normalen, kritischen Menschen  als Keule verwandt werden können - sobald einer unbequem wird. Mensch lasse sich eine solche "Diagnose" mal langsam im Hirn zerschmelzen - jeder, der nicht angepaßt ist, ist demnach aus psychiatrischer Sicht nicht geistig gesund. Jeder, der an unglücklicher Stelle aufbegehrt - kann kurz mal als "querulatorisch" gelabelt werden. "Paranoid" ist jeder - der etwas sieht, was nicht gesehen werden darf. Es braucht nur die richtigen Seilschaften - und schon ist einer weg vom Fenster.
Was die hier betreffenden vier ehemaligen SteuerfahnderInnen betrifft - die sind inzwischen durch ein anderes Gutachten von solchen "Diagnosen" rehabilitiert. Was für eine Überraschung. Also nicht etwa - die Wiederlegung der zu Unrecht übergestülpten "Diagnose" - sondern die Gegebenheit, daß jemand den Mut hat, ein vernünftiges, erneutes  Gutachten zu stellen. Ich wünsche allen zwangsweise zu Unrecht Einsitzenden und allen zu Unrecht Denunzierten - alles erdenklich Gute! Und viel Kraft, an solcher Perfidität - Hinterfotzigkeit - nicht zu zerbrechen.

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