... komme neulich abends hier an und setze meine Priavtlimousine rückwärts auf ihren Platz. Die Nachbarschaft hat sich beim Nachbarn vor der Garage versammelt - und die wilden Kinder kommen zu mir gelaufen, um mich beim Rückwärtssetzen zu unterweisen. Sie rufen laut "Du kannst noch weiter!" Ich muß lachen - und sage - will ich aber nicht. "Do-oooch - kannst Du aber!" Die machen mir Spaß. Aber nur kurz - denn schon werden sie zurückgepfiffen.
Eine didaktisch völlig unkorrekte Situation fällt mir ein, ein paar Wochen her. Wieder diese wilden, aufgeregten Kinder, ich ziehe gerade die Mülltonne zur Straße vor über die lange Zufahrt zum Haus.
Der temperamentvolle Ungebremste ruft mir aufgeregt zu: "Da oben hängt Essen im Baum." Ich gucke hoch und sichte eine Plastiktüte mit igrendwas drin am Ast hängend. Denke kurz "Wie - Essen?" Vermutlich haben sie einfach ein wenig Unsinn angestellt. "Wir brauchen was Größeres !" höre ich von einem. Sie versuchen - die Tüte mittels Abschuß wieder gen Boden zu bekommen. Ich muß lachen - und sichte ein paar Bälle auf dem Boden. Frage "Habt ihr es hiermit schon versucht?" Nein - haben sie nicht, aber es sei eine gute Idee, genau!
Ich fand das nur lustig - aber die Eltern wohl eher nicht.
Das ist mein Privileg - nicht maßregeln zu müssen.
Habe keine Ahnung - warum die derart zurückgepfiffen werden - sie hätten es sicher auch geschafft - irgendwann - die Tüte wieder runterzuholen.
So ist es also zweischneidig - einerseits ein gutes, wildes Kinderleben - die überwiegende Zeit frei tobend draußen. Andererseits - werden sie permanent gemaßregelt und zurückgepfiffen.
Auch - s.o. - wenn sie mich nur beim Parken einweisen wollen.
Ob ich das persönlich zu nehmen habe - werde ich einfach im Auge behalten.
Muß ja nicht einmal sein.
Es sei denn - jemand hat meine völlig undidaktische Äußerung bezüglich des gezielteren Abschusses vom Gyros im Baum mitbekommen.
Übrigens - war das auch der Grund, warum ich in jungen Jahren mal bei einem Praktikum im katholischen Kindergarten gescheitert worden bin: Ich war didaktisch-pädogagisch (lasse mal den köstlichen Tipp-Spring-Teufel so stehen ....) nicht tragbar. Hatte seinerzeit eine sozialpädagogische Ausbildung begonnen - und brauchte ein Praktikum. Wollte zwar nicht mit Kindern arbeiten - aber es ergab sich so, daß ich ausgerechnet dort landete. Bei den Besprechungen der Pädogoginnen (der gleiche Tipp-Spring-Teufel - und auch hier bleibt er genau so stehen) - wurde mir immer leicht übel - die wollten die Kinder wirklich auf ihre katholischen Rituale eintunen - sinnleer und dogmatisch. Ich sagte mal nichts. Dann - mußte ich eine "Vorführ-Übung" mit den Kindern machen - also mit "Konzept und didaktischem Ziel" = gezielte Manipulation, mir völlig fernliegend - aber ich versuchte mal, wenigstens so zu tun.
Irgendwann mittendrin - es ging übrigens um Löwen (Gruß an Astrophil und MM ...) - brannten sie mir durch. Und ich - ließ sie einfach durchbrennen. Paßte nicht in den Plan, aber war höchst amüsant, kraftvoll und einfach in Ordnung - für mich. Das war´s dann aber auch gewesen - mit meinem Praktikum. Zutiefst unpädagogisch.
So - soll es bleiben.
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