Donnerstag, 20. September 2012

Ich muß mich wieder erinnern ....

... das Beste, was ich heute getan habe - war, meine Wäsche draußen aufzuhängen - und den Hof und die Zufahrt einigermaßen ordentlich zu kehren. Das meine ich durchaus ernst. Neulich, als die Nachbarn noch nicht wieder aus ihrem langen Urlaub zurück waren, begab ich mich wenigstens für eine halbe Stunde - wenn auch widerwillig - ans Unkrautjäten. Auch das - war an dem Tag das Sinnvollste, was ich tat. Nachdem ich an irgendeinem der Tage zuvor den Rasen mähte. Auch das - verschaffte mir irgendwie ein zufriedenes Gefühl, als es erledigt war - trotz Anfangs-Widerstand. All dieser Widerstand - den ich mitbrachte aus einer längst vergangenen Zeit des Kampfes - ist dumm und resultiert u.a. aus solchen dummen Gedanken - daß es nicht mein eigenes Reich ist, welches ich da in Ordnung halten soll. Was ja nicht stimmt - denn solange ich hier weile, ist es auch meines. Die Nachbarin pflanzte - Erika in die leeren Kübel. Damit kann ich sehr gut leben - ein kräftiges Kraut.
Eben grüßten wir uns freundlich, sie war mit ihrer Freundin vor die Tür gekommen, um sie zu verabschieden. Ich erinnerte mich "Friedlich, Sati. Du kannst keine Freundlichkeit erwarten, wenn Du es selbst nicht bist." Eine nette Begegnung. Sie mußte wohl was draufsetzen - eine verzögerte Nachfrage - ob ich wohl meine, daß ich die Wäsche auch trocken bekäme draußen - beantwortete ich kurzerhand mit einem lachenden "Irgendwann - sicher."
Und ergänzte - ich mag den Kellermuff nicht. Der Keller sei aber gar nicht muffig, wenn man das Fenster aufmache. Ja - egal - ich mags halt lieber so. Punkt. Geklärt. Geht die ja gar nichts an. 
Und für mich - ist das eine wahre Wonne - luftgetrocknete Wäsche! Nach den vielen Jahren des Hinterhof-Mülls.

Gestern war das Beste, was ich tat - neben dem Aufhängen anderer - trotz kurzem Regenschauer gut getrockneter! - Wäsche in die herrlich frische Luft - den geschenkten Tisch aus der Limousine in den Keller zu bringen. Ich stand anschließend davor - und freute mich´sehr, daß ich dieses Geschenk auch angenommen hatte.
Anders gesagt - ich muß wieder ein bischen mehr auf die Erde zurückkommen - und mich an den ganz einfachen Dingen erfreuen.  Hier und jetzt - wo ich gerade bin - und nicht mehr nur davon träumen. Und auch hier und jetzt - meinen Teil übernehmen - auch, was die nötige  Einordnung in eine "Hausgemeinschaft" bzw. die Pflege der Umgebung betrifft,  in der ich eben gerade wohne.  So ein Haus will auch geliebt werden. Und ich habe im Grunde ein sehr gutes, freundliches Haus angetroffen. Trotz neulicher, frustrierender Irritation via Schrauben in den Reifen.
Was den "Parkwächter" betrifft - ist meine Lösung einfach. Ich setze vorwärts an - und fahre rückwärts wieder raus. So paßt es prima - für alle. Und ich kann meine Türen weiter in gewohnter Manier bedienen, zwecks Ein- und Ausladen.
Ja - es gibt für alles Lösungen.
Und noch für viel mehr. 
Komisch  - dieses Vergessen immer wieder ....

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