Gestern stellte ich früher ab - war fiebrig, glühend und nicht in dieser Welt. Fuhr zügig mit der Privatlimousine gen Himmelsoase, als es unterm Wagen heftig krachte, auf der Überholspur mit 130 Sachen. Klang - nach Achsbruch. Ich fuhr raus, eine Ausfahrt war direkt vor mir, und schaute mal kurz nach. Sah aber nix, zumal ich mich auch nicht drunterlegte unters Chassis ... fuhr langsam ein Stück weiter, lauschte und prüfte die Reaktion meines guten, zuverlässigen betagten Autos. Nichts Auffälliges - ich ging also zurück auf die Bahn, langsamer, und fuhr noch das letzte Wegstück, es war nicht mehr weit.
Das - war jetzt binnen weniger Wochen das dritte Mal, daß es mich heftig angeschlagen hatte, was mein Dasein auf den Straßen betrifft. Erst fast totgefahren von einem Benz am Halteplatz, dann die Schrauben in den beiden Hinterreifen - und gestern dieses heftige Krachen auf der Autobahn. Unübersehbare Hinweise - aber auf was zum Teufel? Anders - auf was, ist mir schon länger klar - nur das "Wie" bleibt im Dunklen. Daher - war ich heute morgen ziemlich sauer auf die GötterInnen, die mir derart kluge Rat-Schläge und Hinweise der deutlichen Art geben - aber mit Lösungsvorschlägen geizen.
Am Anfang meiner Limousinen-Tätigkeit haben sie mir auch schon solche unlustigen "Streiche" präsentiert - binnen eines halben Jahres fuhren mir dreimal Leute ins Heck - zum Glück immer nur Blechsschäden - aber beim dritten harten Schlag in den Nacken war ich kurz vorm Trauma.
Tja - habe ich jetzt wieder Glück gehabt? Irgendwie schon. Andererseits - fühlt sich echtes Glück wohl doch etwas anders an. Anders als wiederholtes "Glück im Unglück". Punkt.
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