Was für ein Wort schon mal .... "Schlecker-Frauen" ... muß mensch sich mal im Hirn zerschmelzen lassen.
Manche schreiben wenigstens "Schlecker-Leute" - aber "irgendwie leibeigen" scheinen sie wohl zu sein (s.u. zu Wiedereinführung der Monarchie ....).
Eine "Transfergesellschaft" soll die Gestrandeten also nun für 12 Monate offiziell weiterbeschäftigt halten, obwohl sie es nicht sind, um ihnen "das Stigma der Arbeitslosigkeit zu ersparen". Sie würden 60 % ihres Nettolohnes bzw. 67% als Eltern erhalten, für ein Jahr. Und sie sollen bis zu ihrer erneuten "Beschäftigung" "in Maßnahmen gebracht" werden - "Weiterbildung" also, denn "man könne eine Schlecker-Mitarbeiterin nicht von heute auf morgen in der Dessous-Abteilung eines Kaufhauses unterbringen", las ich eben irgendwo, von irgendeiner Frau geäußert. Ja ne is klar, für den Verkauf von Unterwäsche braucht man ja auch jede Menge "Weiterbildung". Nicht, daß die Leute in den Fachabteilungen der Kaufhäuser nichts dazulernen müssten, wenn sie die Kunden gut beraten wollen - aber dieses Wissen läßt sich doch wirklich am allerbesten in der Praxis bzw. durch "Learning by doing" erarbeiten - nicht durch sinnlose "Beschäftigungsmaßnahmen" der "Arbeitsagenturen" - in denen ein Freund manches Mal saß und verzweifelte, für wie blöde er dort verkauft wurde - obwohl er hochqualifiziert ist. Sie bastelten dort beispielsweise "Osterkränze" - gestandene Handwerker - kein Witz, obwohl definitiv einer.
Ich setze übrigens extra diese vielen "-", denn ich befinde - befand - mich schon seit längerem in diesem Traum einer Welt der "Unsprache" bzw. Gehirnwäsche mittels "Neusprech".
Ich erinnerte mich kurz an einen hinter den Ohren noch grünen Fahrgast, der mir ernsthaft erörtern wollte, daß es hier auch eine dreijährige Ausbildung für Taxifahrer geben sollte wie in London. Worauf ich ihn ausdrücklich bat, meine Intelligenz nicht weiter zu beleidigen. Und er möge bitte auch meine Zunft nicht weiter beleidigen, immerhin gäbe es unter den vielen Tausenden Menschen, die ihr Geld mit Taxifahren verdienen, ungezählte, verschiedene Lebensgeschichten und sicher auch nicht wenige "bildungsmäßige Hochkaräter".
Ich bin durchaus eine Freundin von Weiterbildung, lebenslänglich, habe freiwillig in meinem Leben mehr gelernt, als in der Schule oder bei jeder "staatlich-zertifzierten" Ausbildung - aber ganz sicher bin ich keine Freundin von Schwachsinnsmaßnahmen. Und manche "Ausbildungen" in diesem Lande sind definitv solche. Will sagen - wenn ich irgendwo einen neuen Job anfange, ist es ohnehin in meinem ureigenen Interesse, mir möglichst viel Fachkompetenz anzueignen. Aber bitte - praktisch und ohne sinnfreies Kränzchenflechten (s.o.)....
Habe vor vielen Jahren mal eine vom Amt geförderte Ausbildung an einer privatwirtschaftlichen, also seinerzeit sehr gut durch die Ämter finanzierten Berufsschule der Kolonie begonnen - und nach wenigen Wochen wieder geschmissen, aus gleichem Grunde. Sagte dem Sachbearbeiter, ich käme mit der massiven Unterforderung nicht zurecht. Immerhin hatte ich bereits während einer Ausbildung und auch während einiger Studienjahre solches Zeugs wie VWL und BWL studiert .... welches ohnehin nur heiße Luft war und ist, besonders in diesen wilden Tagen der Finanzmafia. Aber sie sitzen wohl immer noch dort und lernen viel Unsinn, in den Berufs- und an den Hochschulen.
Der Sachbearbeiter, dem ich die nicht länger zu erduldenden Qualen der Unterforderung mitteilte, geriet ein wenig außer sich und wollte wissen, wieso ich denn wirklich die "Maßnahme" abbrechen wolle. Ich blieb dabei, was mir leicht fiel, denn es kam von Herzen. Manchmal muß frau eben bedingungslos zu ihrer Arroganz stehen, es ist eine Frage der verbleibenden Würde.
Apropos Würde: Was soll denn heutzutage bitte ein "Stigma der Arbeitslosigkeit" sein?! In Zeiten, wo ganze Belegschaften von ehemals alteingessenen und mehr als denn je profitablen Unternehmen zu Tausenden gefeuert werden? Siehe u.a. Nokia, die vor wenigen Jahren nach Rumänien abwanderten. Und anschließend auch aus Rumänien abwanderten, um irgendwo im fernen Osten noch billiger zu produzieren. Neulich hörte ich in einem Bericht über Jeans-Produktion in China - unter grottentief-übelsten Bedingungen für die miserabelst entlohnten SchwerstarbeiterInnen dort - von einem "westlichen Unternehmenssprecher": "Jetzt können wir nur noch nach Afrika gehen - um die Löhne noch geringer zu halten - aber das wäre schwierig wegen der Mentalität = Arbeitseinstellung dort."
Zurück zu Schlecker: Die Familie Schlecker hat schließlich durch ihre muffige, geizige Unternehmenspolitik den Laden abgehalftert, nicht die Angestellten - die aber dennoch einen Teil dieser wahnwitzigen Systeme bilden und diese daher mit unterstützen und am Leben erhalten! Wie wir alle - jeder und jede.
Das Menschen, die die Tage ihres Lebens in solchen unaufgeräumten Dunkelkammern verbringen und dazu für wenig Geld arbeiten, zunehmend weniger Charme versprühen, finde ich menschlich völlig verständlich. Umso mehr freut es mich, wenn ich, wie bei mir ums Eck, in diversen herzlosen Supermarktfilialen auf die dort beschäftigten, oft erstaunlich gut gelaunten Menschen treffe - Hut ab!
Für mich stellt sich das Transfergesülze so dar: Die "Mitgefallenen" dieser zunehmenden Profit-Kriege werden einfach für 12 Monate aus der offiziellen Arbeitsmarktstatistik herausgeschönt, auf Hartz IV-Niveau, bezahlt durch die gleichen Stellen, aber eben nicht offiziell in der wahren Statistik aufgeführt. Das liest sich besser, wenn es mal wieder um das "Jobwunder Deutschland" geht - welches zum größten Teil aus nicht-überlebensssichernden und schon gar nicht lebensfördernden "Minijobs" besteht. Was soll ich bitte mit einem 325-Euro-Job, der mir hier vielleicht an manchen Ecken offeriert wird? Davon brauche ich mindestens drei, eher vier - um allein meine Lebenshaltungskosten zu bestreiten - und die Kombination von vier solcher Jobs - würde eine Menge Organisationstalent (Managerqualitäten) erfordern, vermutlich wäre keine Zeit mehr zum Schlafen übrig. Amerika läßt schon seit vielen Jahren grüßen. Und darüberhinaus geht es bei diesem Transfer-Getrickse lediglich darum, den Laden für einen potentiellen Käufer und eventuellen Neustart handlungsfähig zu halten. Es geht nie um die Menschen, sondern nur um ihre Arbeitskraft. Es bleibt die Frage - ob der zunehmenden Zahl der in den um sich greifenden Wirtschaftskriegen "Gefallenen" - was aus diesen = uns wird, wo wir doch noch irgendwie am Leben sind?
Ebensowenig geht es um "Bildung", wenn von Bildung die Rede ist. Es geht immer nur um Konditionierung von neuem "Arbeitsmaterial". In meinen nun knapp 50 Jahren auf dem Planeten - hat sich im "Bildungssystem" wenig getan, was die Inhalte betrifft. Stumpfe, lebensfremde Inhalte sollen auswendig gelernt bzw. geglaubt werden - und kaum jemand wird für´s Leben, geschweige denn die eigene Lebendigkeit geschult. Förderung von eigenem Denken, von Inspiration und Kreativität, von ganzheitlichen Ansätzen, von wirksamer Gesundheit (z.B. "Körperarbeit" und Ernährungsgrundlagen) .... nichts davon weit und breit zu sehen - in den "Bildungsanstalten". Vielleicht ansatzweise und zunehmend über das Netz ... über die Vernetzung der weit außerhalb dieser Vorgaben liegenden Gedanken.
Apropos Bildung und Weiterbildung: Sah mir gestern wirklich interessiert diesen Bericht im TV an, bei dem es darum ging, wie sich Politiker innerhalb der eigenen Reihen gegenseitig gnadenlos die Stuhlbeine absägen. Bei fast exakt 10 Minuten bekennt eine ehemalige Gesundheitsministerin der BRD, Andrea Fischer von den Grünen, daß sie überhaupt keine Ahnung gehabt habe von ihrem Ressort, als sie Ministerin wurde. Ich bin sicher, daß es sich hier nicht um einen Einzelfall handelt. Also mein Tip: Erstmal Osterkränze flechten (s.o. zum Dritten) in Zwangs-Weiterbildungs-Maßnahmen der "Arge"! Auf Hartz-IV-Niveau, versteht sich! Habe kein wirkliches "Mitgefühl" mit diesen Leuten - die auch keines mit ihren Artgenossen haben, solange sie denn oben bleiben. Sie wissen schließlich sehr gut um die Spielregeln in ihrer Branche. Aber - ich habe Respekt vor solchen, die die Dinge öffentlich benennen - wenn auch größtenteils immer noch in ihrer diplomatischen Verwurstel-Sprechweise - vorsichtig genug eben, um ggf. wieder mitzuspielen.
Zuvor hörte ich mir sogar das komplett humorlose, zutiefst verbissen-dünnlippige Geschwätz von Patrick Lindner an (habe jetzt wirklich lange gebraucht, bis mir sein Name wieder einfiel, der mir in Kürze wieder völlig entfallen sein wird) - ehemaliges, kürzlich beleidigt seinen Dienst quittierendes Mitglied des "FDP-Boygroup-Dreigestirns", der als "Führungskraft" für NRW antreten will. Ich war bisher selten wirklich gehässig - aber mittlerweile gönne ich all diesen Profil- und Profitneurotikern von Herzen ihren endgültigen Abgang. Und nicht nur denen dieser abgestürzten Randpartei, sondern auch allen anderen, die die Grundbedürfnisse und Existenzen der Menschen verhökern.
Ich wünsche mir was Neues! Was ganz Neues! Und es entsteht - zweifelsohne gerade.
Was das genau ist - weiß ich auch noch nicht. Aber ich bleibe sehr zuversichtlich - daß es etwas werden kann, was uns als Menschen trägt. Etwas, was nicht mehr auf Gold, Geld, Profit und Pfründesicherung basiert. Also etwas, was das Leben selbst schätzt - im Gegensatz zu Politik und Religion. Etwas, was sich an dieser Existenz erfreut - und sich der Freude daran widmet. Etwas, das aus der Erkenntnis der bereits jetzt vorhandenen Fülle und nicht des vom Mammon und seinen Anhängern herbeigebeteten Mangeldenkens erwächst und blüht.
Mißgunst, Neid, Mangel, Begrenztheit, Knappheit .... sind schließlich nicht naturgegeben, sondern beruhen auf Glaubenssätzen und knallharten, wirtschaftlichen Interessen. Diese - wieder einmal - zunehmende Panik der Machthabenden und ihrer ZuarbeiterInnen, alles Unkontrollierbare unter völliger Kontrolle zu halten - arbeitet schleßlich nur dem Zusammenbruch von veralteten Systemen zu. Das Neue - muß schlicht eine Lösung von jeglichen "Systemen" sein. Freiheit also - Herr Gauck. Aber wirk-liche.
Apropos - zutiefst sarkastisch: Trat doch tatsächlich irgendein alberner Adliger in der gleichen Sendung neben dem "Herrn Lindner" auf, der für die Wiedereinführung der Monarchie in Deutschland plädierte! "Hallooooo ???? - hörte ich mich selbst rufen. Was hat der Mann als Gage bekommen für diesen Ausguss an kaum zu übertreffender überheblicher Selbstbeweihräucherung? Vermutlich locker mehr als ein Jahresgehalt einer Schlecker-Leibeigenen?!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen