"Freu Dich früh - dann weilst Du länger in der Freude."
Immerhin - kenne ich keinen freudigeren Ort- als eben die Freude.
So änderte ich also heute das mir ehemals mitgegebene Sprichwort der preussischen Ahnen welches da lautete "Freu Dich bloß nicht zu früh ...." kurzerhand ab in die obenstehende Version. Was aus etwas wird - weiß mensch eh nie vorher. Wieso dann also nicht die Freude so früh wie möglich einfach geniessen? Das erscheint mir klüger, als in Skepsis zu verweilen. Und es macht wirklich mehr ...... genau!
Auf einem Spaziergang durch für mich neue, altbaumbestandene Wälder mit mächtigen Buchen gelangte ich an ein heutzutage so genanntes Biotop, durch Schlamm und Pfützen stampfend mit meinen gerade entsprechend aussehenden Stiefeln. Und stutzte über die Geräusche, die ich vernahm. Platschend und gurgelnd das volle Leben in dem bischen vor sich hintümpelnden Wasser, welches dort stand auf der kleinen Lichtung. Gesang, uralt, archaisch, magisch ..... ein Froschkonzert, vielstimmig, in üppigster Komplettbesetzung. Faszinierend.
Je länger ich dort stand und zuhörte, desto leiser wurden sie. Sie hatten wohl meine menschliche Gegenwart bemerkt und sich zur gegebenen Vorsicht entschlossen. Doch die ersten Lieder, die ich hören durfte, bevor sie sich lieber geschlossener hielten ob des anwesenden, unruhigeren Menschengeistes - waren ururalt und wunderbar Und als Eintritt mußte ich nur diese nun verschlammten Stiefel geben. Also quasi frei - und mit Spaß an schlammschmatzenden Geräuschen dazu.
Seit langem wieder einmal ein Weg, auf dem ich eine ganze, wunderbare Ewigkeit keinen weiteren Menschen traf. Bis mir domestizierte Tiere ankündigten, daß nun eine Siedlung kommen wird.
Die ersten waren Schafe - jedoch nicht eingezäunt -was ich seltenst sehe.
Traf später u.a. auf ein mit mir Scherze treibendes Pferd und fragte mich zum wiederholten Male, wieso die immer so gerne meine Jacke fressen wollen?! Die Antwort - ist nach wie vor offen.
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