Dienstag, 23. Juli 2013

Soso, die pösen pösen, tödlichen Masern ....

.... mit diesen versuchen sie es also jetzt erneut. Die Schweine- und Vögel-Grippen (das wäre mal eine heilsame Epidemie - Vögelwellen allerorten ....) haben wir ihnen ja nicht abgekauft.
Jetzt holen sie was Traditionelles aus dem Sack - die Masern.
Wer sich nicht impfen läßt - wird als asozial stigmatisiert. Er/Sie "gefährde" Andere.

Ein letzter Aufstand - um alle durchzuchippen. Angestrebt wird eine "Quote" von 95 %. Das dürfte mehr als ausreichen - um 5 % "Renitente" durchzulassen, denn die können gegen soviele Zombies eh nichts mehr ausrichten.

Ein Witz übrigens - die Aussage der Chef-Manipulierer, man könne Krankheiten "ausrotten". Und das Ziel sei - die Masern bis zum Jahre 2015 oder so "auszumerzen". Was für ein Schwachsinn! Erstens - werden die Maserngeister drauf husten. Und zweitens - ist es auch nicht zutreffend, daß die Pocken angeblich ausgerottet worden seien. Oder die Pest. All diese "Energien" haben lediglich gerade keinen Raum. Sie wurden ersetzt durch neue Geistwesen wie "Krebs", "Aids", "ADHS", "Alzheimer" etc.  - im kollektiven Un-bewußtsein.

Ich beobachtete gerade sorgfältig die jüngste Medien-Kampagne - wie immer ganz gut gemacht für die Zielgruppe der Degenerierten Überängstlichen und Pseudo-Wissenschafts-Gläubigen, die nie auch nur ein Jota selbst denken -  und daher ein guter Versuch. Aber irgendwie - klappt es doch nicht so recht. Bei vielen Mitmenschen läßt sich der alte, gesunde Menschenverstand eben doch nicht so völlig abschalten. Und viele Menschen erinnern sich gut an die Natur der Dinge - daran, daß Kinderkrankheiten vor nicht allzu langer Zeit als völlig normal und sogar als natürlich galten, die besser durchlebt werden, statt das man sie unterdrückt. Viele wissen noch - wie das war - und die meisten haben´s überlebt.

Ich auch - und es war gar nicht schwer. Nur geduldig mußte ich sein - was natürlich als Kind eine Herausforderung ist. Aber ich hab´s immer geschafft. Und ich erinnere manchmal den Doktor, der Hausarzt der ganzen Familie - der kam immer auf Hausbesuch bei solchen Anlässen.
Später habe ich ihn eine Weile sehr kritisch im Auge gehabt - er war einer von denen, die halt gerne Medikamente verordnet haben. Und die Eltern sind einst auf dies hereingefallen. Eigene Dummheit.
Noch viel später, bevor er als immer noch stattlicher und gut aussehender, weitgehend gesunder Mann starb - traf ich ihn nochmal wieder. Im Krankenhaus, als meine Mutter mal wieder dort war. Wir unterhielten uns - über Vieles. Und ich merkte - daß das wirklich ein guter Typ war.  Den ich als Kind eigentlich schon gerne mochte. Und als Jugendliche hat er mich mal beeindruckt, weil er mich tatsächlich ernst nahm. Er brachte das Gespräch auf meinen Vater und dessen "Behandlung" - und auch auf seine eigenen Grenzen, die ihm als Arzt gegeben waren. Ein Mensch eben - kein Gott in Weiß.
Dieser Mann hat mich einst durch alle Kinderkrankheiten begleitet. Und ich habe niemals Antibiotika oder sowas bekommen. Damals galt noch - daß manche Dinge ihre Zeit brauchen.

Vielleicht waren diese durchlebten "Kinderkrankheiten" eine Art Ersatz für Initiationen in anderen Kulturen. Jedenfalls durfte ich noch an diesen wachsen. Und stärker werden.

Heute frage ich mich nur noch - wo alle diese Total-Degenerierten hergekommen sind, die soviel Angst vor - in der Regel, nicht in sehr wenigen Ausnahmen - harmlosen Krankheiten haben - oder aus Geld- und Profitgier vortäuschen?
Wann hat das angefangen - daß mensch soviel Angst hat vor Schmutz und Geruch? Vor ein paar kleinen Tierchen, die kurzfristig in seinem Körper Quartier anmelden? Vor den eigenen Haaren am Sack und an der Vulva und unter den Achseln? Vor der eigenen wilden Natur - also dem kümmerlichen Rest davon.

Wann hat das angefangen, daß Kinder nicht mehr auf die Schnauze fallen und sich gehörig die Knie aufschrammen sollen dürfen? Das sie überbehütet und geradezu grausam überbetuttelt werden? Das sie von klein auf auf "Effizienz" und "Leistung" gedrillt werden?

Mein Sinnbild für den einst schleichenden und heute galoppierenden Kontrollwahn und Überregulierung ist ein Tag Ende der Sechziger Jahre auf dem Hof einst - also ein großes Areal mit Wiese und Sandkasten - auf dem wir noch kleinen Kinder den ganzen Tag lang draußen spielten: Eines Tages kamen ein paar Arbeiter und stellten Schilder an der Wiese auf "Rasen betreten verboten!" Von allen Balkonen herab wurden sie von den Eltern kräftig beschimpft. Und kaum jemand hielt sich dran - an solche Schilder. Zeiten - in den abends noch alle draußen waren, Eltern wie Kinder, und stundenlang Federball oder sonstiges spielten. Zeiten - in denen es Zeit für Muße gab. Zeiten, in denen die Stadt noch eher ein Dorf war - was den Umgang der Menschen untereinander betraf.
Nicht immer problemlos - es gab sowas wie eine selbstregulierende Kontrolle untereinander - die mir schon damals oft eng erschien. Aber es durften auch Konflikte ausgetragen werden. Ganz andere Zeiten eben, jeder Vergleich würde hinken.

Dennoch bin ich heute sehr froh - daß ich damals einfach mal krank sein durfte, wenn´s mich denn erwischt hat. Und das ich auf die Fresse fallen und mich ausprobieren durfte. Heute bin ich sogar ganz froh über den einst eher grausam-wahrgenommen Kommentar der Mutter - als ich mal wieder ordentlich abgeschmiert war und heulend mit blutenden Knien hochkam: "Das bist Du selber schuld. Warum mußt Du auch immer so übertreiben!" Basta. Und noch ein knallhartes, gnaden- und mitleidloses "Stell´ Dich nicht so an!" obendrauf - während sie die Knie mit Jod behandelte. Hätte damals nicht gedacht - daß ich einst in der Zukunft mal soviel Freude daran habe - wie heute - und herzlich drüber lachen kann. Übrigens - auch das war Liebe.

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