.... "Klimakterium" - klingt fast wie "Bakterium" oder sowas.
Und gestern hörte ich noch in anderem Zusammenhang, daß "Klima" lediglich "Neigung" bedeutet. Es neigt sich also schlicht etwas - woanders hin.
Nach nun langer "Trockenperiode" - fängt das nochmal an mit der Mensis. Neulich noch sehr zaghaft, jetzt wieder deutlicher. Und irgendwie - genieße ich das. Hatte es fast schon vergessen, wie sich das anfühlt. Und quasi vergessen, daß sich die Körperin etwa 35 Jahre lang regelmäßig auf diese Weise "gereinigt" hat. Verrückt, daß es in den meisten Unkulturen als "unrein" gilt, denn m.E. ist das Gegenteil der Fall. Jetzt, wo es nur noch sehr selten vorkommt, scheint es mir geradezu so zu sein, als würden sämtliche Ansammlungen, auch in Form von "seelischen Schlacken", über das Blut gereinigt. Nicht etwa, daß ich es wirklich vermisse - aber dennoch tut es gut, daß es nochmal geschieht.
Und das, obwohl ich das Gefühl habe, mit Bleikugeln zu Boden gezogen zu werden. Oder vielleicht gar ins Erdinnere? Feuchte, kühlende und dunkle Muttererde. Also - klar nach innen. Das "Außen" ist zwar vorhanden - aber es interessiert nicht wirklich. Sozusagen eine "natürliche Meditation". Und - natürlicher Rückzug für eine Weile - in sich selbst. Also - jetzt empfinde ich das so. Früher mal gab´s da ganz andere Phasen. Und lange Zeit, die meiste, in jungen Jahren - habe ich es kaum beachtet. Jetzt - ist es eine Art Genuß. Trotz o.g. Bleischwere und trotz scheinbar schädeldeckensprengender Kopfschmerzen.
Wirklich - ich würde es den Männern mal gönnen, dieses Abtauchen in den roten Körpersaft - nur so, als Erfahrung. Und manchmal wäre ich auch gerne mal ein Mann für eine kurze Weile - weil die wieder Anderes erleben, was ich so nicht kenne.
Mittelchen - kommen für mich nicht in Frage. Ich wundere mich lieber - über das Körperwunder. Bin sicher, würde ich zu einem Arzt oder einer Ärztin gehen, ich bekäme eine Menge Zeugs angeboten - "gegen" ... Aber ich bin ja - dafür. Dafür, daß der Körper sich selbst reguliert. Ein Wunder!
Schaute neulich per Zufall diese albern-überzogene und dennoch amüsante Serie "Klimawechsel" von der Frau Doris Dörrie auf "Arte". Mit guter Besetzung. Zuvorderst amüsant-überzogen die köstliche Maren Kroymann als durchgeknallte, nicht nur geldgeile "Botox- und Brust-OP-Fetischistin".
Aber was die "Realität", also das eigene Erleben betrifft - kann ich damit nichts anfangen. Für mich scheint das eher ein "heiliger Vorgang" - also im Sinne von natürlich und "heil".
Belegt mit zahlreichen "gesellschaftlichen Vorurteilen", die mich nicht die Bohne interessieren.
Natürlich gibt es manchmal solche Gedanken-Vorbeiflüge - wie nun "normativ-unattraktiv geworden zu sein". Oder - älter und alt zu werden. Aber letztlich spielt das ja alles keine echte Rolle - und ist eh relativ - wenn es für einen selbst irgendwie paßt.
Und ich sage nicht - daß mir etwa alles passen würde. Im Gegenteil. Aber - es ist, wie es ist. Und wie es ist - soll es sein. Sonst wäre es ja anders. "Philosophie für Fatalisten" - könnte man natürlich dazu sagen. Oder für Einfältige. Aber auch die Philosophie - ist letztlich wurscht.
Eigentlich weiß ich nur - daß wir alle irgendwann da "ankommen", wo wir hergekommen sind. Und jeder eben nach seinem, ihm mitgegeben Plan. Wer glaubt, etwas ändern zu können und zu müssen - unterliegt dem gleichen Plan - nur, ohne es für sich zu akzeptieren. Denn auch jeder Wunsch nach Veränderung - ist nur ein Teil des Plans. Ist schon alles "fertig geschrieben" - nur die Einen wissens - und die Anderen nicht. Bei mir steht auf dem Plan - daß ich nicht wirklich etwas zu wissen glaube. Nicht einmal den Unsinn, den ich schreibe oder anderweitig von mir gebe.
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