Mittwoch, 10. Juli 2013

Kuhmilch, Zellwachstum, Fleisch und natürlicher Ekel

... Kuhmilch - als Krebs-Faktor? Klingt logisch .... hörte in einem Interview mit dem Herrn Rüdiger Dahlke - daß Kuhmilch ein starker Zellwachstumsbeschleuniger sei. Ursprünglich sei diese ja von der Natur nur für die Kälber bestimmt - und diese würden mittels der in der Muttermilch vorhandenen Ingredenzien schnell wachsen und gedeihen. Viel schneller - als ein Mensch. Soweit - in aller Kürze und nur sinngemäß wiedergegeben.
So betrachtet - enthalten also alle Kuhmilchprodukte ordentliche Anteile an Zellwachstumsbeschleunigern. Und was ist Krebs? Genau - außerordentliches Zellwachstum.
Außerdem sei noch erwähnt - daß laut Herrn Dahlke das Kalzium in der Kuhmilch für den Menschen nicht wirklich verwertbar ist. Inzwischen gibt´s ja wohl viele Erkenntnisse in dieser Richtung.

Wenn ich jetzt mal in einem Supermarkt in die Kühlschränke schaue - finde ich: Kilometerlange Regale mit Kuhmilchprodukten - von der Butter über den Käse zur Sahne und hin zu tausend Joghurtsorten mit reichlich Geschmacksverstärkern. Alles in Plastik und/oder Aluminium verpackt. Fast nichts davon - scheint mir ein echtes "Lebensmittel" zu sein. Oder nur - mit Vorsicht genießbar.

Nach zahlreichen Selbstexperimenten in Bezug auch auf Ernährung - von hohem Fleischkonsum in der Kindheit und Jugend über viele Jahre der vegetarischen Ernährung später - auch vegan und eine Weile Rohkost - habe ich mir in den letzten ein-, zwei Jahren nicht mehr wirklich viele Gedanken dazu gemacht. Habe auch hier und da Fleisch gegessen - in Maßen, weil der Körper einst danach verlangte - nach blutigem, eisenhaltigem Fleisch.

Jetzt - stellt sich langsam wieder ein "natürlicher Ekel" ein - so nenne ich das. Das letzte "Selbstexperiment" war also - völlig undogmatisch und un-ideell - einfach alles zu essen, was ich will. Auch ein fettiges Wurstbrötchen oder sogar einen Burger mit mehr als totem Zeugs drin bei Bedarf. Erhitzt bei über 1000 Grad - da kann man eigentlich auch gleich ein Stück Teppich mit Geschmacksverstärkern essen. Wider besseren Wissens also - probierte ich nochmal eine Weile, wie es sich nun anfühlt - Fleisch zu essen. Vorgestern abend - gab´s zum Abschluß Lammsteaks aus der Tiefkühlung - angeblich besonders eisenhaltig - und am nächsten Morgen tat mir der ganze Körper weh, als ich aufwachte. Hat nicht lange gebraucht - um einen möglichen Zusammenhang zu bemerken.

Nu´- is also wieder gut. Das Fleisch darf wieder von der Speisekarte fliegen. Aufgrund von o.g. "natürlichem Ekel", der sich von selbst einstellt. Die Sommerhitze bietet sich sogar für viel Rohkost an - alles andere ist im Moment eh zu schwer. Schaumermal ...

Käse und Butter - dürfen auch weniger werden - oder ganz rausfliegen. Milch habe ich noch nie gerne getrunken und Eier brauche ich auch nicht wirklich.
Für eine Weile war es in Ordnung - wieder all das gwohnheitsmäßige Zeugs zu mir zu nehmen - aber jetzt merkt der Körper erneut - daß das alles recht tot ist. Und dieser ist hier die Chefin, was die Ernährung betrifft. Dieser meldet - was er zu sich genommen haben möchte. Nunmehr - jenseits von ideologischen Vorstellungen. Und die aktuelle Meldung lautet: Gib mir frisches Gemüse - am besten oft ungekocht.

Muß ich mal schauen - wie ich das organisiere, wenn ich unterwegs bin. Ist ja nicht wirklich neu und wird sich finden - wenn auch nicht an jeder Ecke. 

An jeder Ecke - findet mensch Brötchen mit Butter oder Margarine und Fleisch und Käse ... Döner, Pommes, fettige Würste und noch mehr Fleisch. Die genialen, raren, vegetarischen Imbißläden, die es mal gab, haben wieder dichtgemacht. Zu meinem Bedauern. Aber es gibt ja noch ein paar Thais oder Inder und ganz gute Salatbars ... und vor allem gibt es  Wochenmärkte.
Es gibt auch noch zwei, drei Lokale - in denen sich gesunde, leckere Nahrung ohne tote Tiere findet. Klappt schon - ist aber immer mit ein wenig mehr Zeit und/oder Aufwand verbunden. Zuhause - ist das eh alles problemfrei.

Ich freue mich, daß der "natürliche Ekel" wieder einsetzt. Eine Weile lang - konnte ich mich über diesen hinwegsetzen und hatte auch kein schlechtes Gewissen gegenüber den Tieren - mit denen ich darüber kommuniziert habe - an anderer Stelle. Und bei denen ich mich jeweils bedankte. Jetzt - ist auch das wieder anders. Und es schüttelt mich gerade - wenn ich an das Lamm denke.

Du bist, was Du ißt - ist tatsächlich so. Nichts dreht mehr die Zellen an, als Rohkost - meine Erfahrung. Aber - Dogmatismus bringt´s auch nicht. Es muß sich irgendwie - von alleine einpendeln, dann ist es auch kein Krampf.
"Zwei Schritte vor - einen zurück" - und nochmal nachschauen. Ob´s auch wirklich stimmt. Für einen selbst.

Auf sinnlose Diskussionen mit Anderen - was denn nun richtig oder falsch sei - würde ich mich heute überhaupt nicht mehr einlassen. Früher bin ich noch manchmal auf sowas hereingefallen ... und wurde von einer Horde Fleischfressern als "naive Weltverbesserin" oder sowas bezichtigt - obwohl ich lediglich erwähnte, daß ich kein Fleisch mehr essen würde. Sehr aufschlußreich einst ... und heute zum Piepen. Heute weiß ich - die haben gar nicht mich angegangen - sondern sich selbst - weil jemand ihnen ihr eigenes schlechtes Gewissen gespiegelt hat.

Und so ist es mit vielen "Lebensdingen" - ein jedes darf für sich selbst schauen, was es braucht und/oder möchte.

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