... er fiel am frühen Montagmorgen.
Eine schöne, etwas knorrige Kiefer.
(Eines der Lieblingslieder aus vergangenen Kindertagen .....)
Als Abschiedsgruß hinterließ sie nochmal ihren wunderbaren Duft.
Und ein Abschieds-Bild beim Astrologen-Bruder nebenan heute:
Der alte Saturn (die Kiefer ....) flankiert von Merkur und Venus ....
zusammen im Skorpion.
Wenn ich das mal so - rein gefühlt - und interpretationsfrei in den virtuellen Raum stellen darf,
mit viel Ver-LAUB - wegen Unkenntnis der eigentlichen Materie. Oder so - scheint mir ein guter Gruß/Geleit für die alte Kiefer - daß sie nie vergessen - und aus tiefen Wassern wiederkommen wird.
Weg ist sie also - dauerte gerade mal eine halbe Stunde.
Die Profis von der Stadt rückten an - mit Hebebühne, Motorsäge und großem Häcksler.
Sie wuchs und lebte auf städtischem Gelände.
Jetzt rasieren sie noch die Fichten ab - die sind zu hoch.
Hatte sie gebeten - doch ein wenig behutsam beim Schneiden vorzugehen - also so, wie bei einer Frau, die zum Friseur geht: Nur das Nötigste! Das fanden sie wohl ganz amüsant. Und wer weiß - obwohl sie doch recht brachial vorgegangen sind - wie das sonst noch ausgesehen hätte?
Ich lief also runter, nachdem die angerückt waren, und fragte nach - was sie da genau mit der Kiefer machen?
Die kommt weg - sie sei "umsturzgefährdet".
Sie erklärten mir das ... und ich mußte es wohl sogar - wenn auch widerwillig - einsehen. Die Äste wüchsen nur noch zu einer Seite und auf der anderen Seite ist ein wasserläufiger Graben, da geht´s ein Stück runter. Das könne gefährlich sein ... Soso. Besonders im Winter, wenn Schnee druafliegt. Oder wenn ich zum Beispiel mit dem Auto rausfahren will und die Kiefer kracht auf mir zusammen. Naja .....
Oder ein Sturm könne kommen und sie umnieten. Jaja ....
Kann alles sein - könnte aber auch gut sein, daß sie einfach noch fein ein paar Jahre gut gestanden hätte - wenn der Betreffende nicht die Fällung von dem "Scheiß-Baum" forciert hätte.
Wie auch immer - diese Leute müssen so vorgehen - "präventiv" also. Eine alte, knorrige Weide ums Eck am Spielplatz muß auch noch dran glauben heute. Ein Mädchen schaut ihr hinterher, wie sie im Häcksler landet.
Ich will de facto wissen - von wem das kommt. Dafür bin ich runter gelaufen. Oder besser: Ich weiß es zwar schon gut - aber möchte gerne die Bestätigung von den Herren. Frage mal diplomatisch an. Der freundliche Baumfäll-Leiter zeigt mir seinen Auftrag zu dieser Aktion, den er in der Hand hält. Und - wen wundert´s - da steht der Name vom umtriebigen Nachbarn drauf. Der hatte mehrfach in der Vergangenheit über "den Dreck" und den "Scheiß-Baum" geflucht ....
Das ist in keiner Weise illegitim - ebensowenig, wie eine Meldung an die Stadt über einen vermeintlich maroden Baum - es paßt nur wie ein weiteres Teil in ein großes Puzzle. Neben solchen Kleinigkeiten wie einer zusätzlich bestellten "Biotonne" bei der Stadt - einfach mal so - eigenmächtig - auf Kosten aller - die seither spurlos verschwunden ist. Also soweit - die eher harmlosen Puzzleteilchen.
An diesem Vormittag ist der nicht zu sehen. Ein sich wiederholendes Muster inzwischen - normalerweise kann ich da unten kaum mal alleine verweilen - aber immer, wenn mal wieder was war oder ist - ist niemand zu sehen. Bis heute - kein gewechseltes Wort über die defekte Heizung. Ich sag nix ..... und auch kein Wort zur Kamera, in die seine Geliebte ja so freundlich ihren Mittelfinger zeigte. Jemand riet mir an - das doch mal direkt anzusprechen. Aber ich werde den Teufel tun. Manchmal ist Schweigen sogar besser. So beibt es immerhin ein Geheimnis, was diese Kamera so alles mitbekommt. Ehrlich gesagt - habe ich einfach keine Lust mehr auf sinnfreie "Gespräche" und schon gar nicht auf sich-selbst-widersprechende Geschichten - welche es hier zuhauf gibt.
Der gute Mann von der Stadt mit dem Papier erklärt mir noch - daß sie keineswegs einen Baum wegen irgendeiner persönlichen Klage aus der Nachbarschaft fällen würden - oder wegen "Dreck". Ich will ihm das mal glauben - was die Kiefer betrifft.
Merke allerdings noch an - daß der Betreffende auch schon eine kerngesunde, prächtige Thuja mal eben abrasieren wollte - ich zeige sie ihm. Nein, da könne ich ganz beruhigt sein - sowas gäbe es nicht.
Der weiß ja nicht, kann ja nicht wissen, was es hier alles schon gab - und noch gibt.
Die Heizung ist immer noch hinüber - und gestern morgen habe ich mir den Allerwertesten abgefroren. Über Nacht Temperamenturabfall auf 5 Grad draußen .... Zwei wärmende Jacken und eine Decke konnten das Gefröstel endlich lindern, beovr am Nachmittag die Sonne ihre wärmenden Liebesdienste offerierte. Glück im Unglück - schon die ganzen Tage - abends ist die Bude wieder warm von der goldenen Herbstssonne und ein paar Kerzenlichtern..
Im Körpertier wechseln sich die Entzündungen gerade ab - die eine geht, eine andere kommt - plötzlich und sehr überraschend, in der Nacht. Kann kaum noch ins Bad laufen, nicht sitzen und auch nicht liegen .... Hüfte und Bein schmerzen plötzlich heftig. Interessanterweise - auf der den gewohnten Limousinen-Sitzschmerzen gegenüberliegenden Seite. Ich bedanke mich beim Körpertier für klare Botschaften - und ströme. Das hilft einigermaßen. Am Tage geht´s, in Bewegung geht´s. Auch einen Spaziergang mache ich - fast schmerzfrei. Nur in Ruhe fängt das wieder an - besonders nachts. Toller Urlaub .... könnte ich jetzt mal sarkastisch anmerken. Aber - es wird schon alles für was gut sein. Ist jedenfalls gut - um mal wieder zu bemerken - daß es mir im Grunde sehr gut geht.
Und war auch schon gut dafür, mal zu eruieren, woher die plötzlichen Hüft-/Beinschmerzen kommen: Das ist in diesem Falle eine freundliche Botschaft der Galle, die langsam überläuft - vor Zorn.
Was sie mir ja bereits öfter morgens beim Zähneputzen mitteilte - erstaunlicherweise fast immer nur dann, wenn ich zur Limousine zu fahren habe - mittels gehörigem Kotzreiz. Gift und Galle spucken - nennt sich das wohl.
Und für mich immer wieder erstaunlich, wie anders doch die Zusammenhänge liegen können, wenn mensch nicht nur nach den Symptomen schaut, sondern nach der Ursache. Die Organströme aus dem Jin-Shin-Jyutsu verlaufen nämlich "um den ganzen Körper" - und derart kann es auch an ganz anderen Stellen/Bereichen zu Stauungen im Fluß kommen - als an den betreffenden Organen selbst.
Nicht zuletzt wird es auch die unmögliche Dauerkörperhaltung beim Fahren sein, über Jahre schon. Bekanntlich meldet sich der Körper ja gerne dann, wenn er mal nicht in sowas hineingezwängt wird und sich eigentlich entspannen kann.
Denke in jüngster Zeit wieder daran - mir eine neue Bleibe zu finden. Das wird wohl hier nichts mehr mit einem ganz normalen Hausfrieden und freundlichem Umgang - jedenfalls nicht in absehbarer Zeit. Schade? Oder soll das gar so sein? Ich weiß es nicht .... nur, daß ich nicht wirklich mit einer Kameraüberwachung leben möchte auf Dauer. Und jedesmal um alle vier Reifen nach erneut ausgelegten Schrauben und Nägeln kratzen.
In solch vergifteter Atmosphäre auch nicht. Niederträchtigkeit - fällt mir dazu ein, als lange nicht mehr gebrauchtes Wort. Und die Entzündungen zeigen mir gerade auf, welche Wut sich in mir angestaut hat.
Kluger Körper! Danke also.
Wut - gepaart mit Ohnmacht - u.a. die betreffenden Übelwollenden endlich mal an den Arsch zu kriegen. Und Ohnmacht macht ja noch wütender .... Denke auch schon, es ist an der Zeit, daß die Sommerurlauber wieder einfliegen. Habe keine Lust mehr, das hier quasi alleine mitzutragen.
Komisch - das Leben.
Aber doch oft schön.
Sogar - mit Schmerzen und Malesten.
Die "gute Nachricht" - habe ein neues Panorama. Und kann wieder frei auf "meine Kühe" schauen. Den Fichten wird der Haarschnitt wohl eher gut tun im weiteren Wuchs. So könnten sie mehr in die Breite wachsen - erklären die Baumarbeiter. Und tatsächlich sind die in der Zeit, seit ihr hier bin, gute eineinhalb bis zwei Meter in die Höhe geschossen.
PS: Die Arbeiten dauern länger, ein paar Stunden. Zum Glück machen sie nachher auch alles wieder sauber - ansonsten wäre ich drangewesen, mit dem Besen - und das geht gerade wahrlich nicht. Der freundlche LKW-Fahrer läßt mich eben raus und auf dem Rückweg stelle ich meine Privatlimousine woanders ab - in der Siedlung. Da treibe ich mich sonst nie rum - und jetzt sehe ich mal wieder, wie fein dieses Haus hier steht. Mit weiter, alleiniger Zufahrt und quasi alleine. Wirklich gut - für mich jedenfalls. Und obwohl die meisten in dieser Siedlung hinter den Fichten und dem kleinen Wasserlauf ein eigenes, großes Haus haben - scheint es mir hier doch nicht so eng, wie bei denen.
Also - gut erwischt, Sati, für den Anfang. Trotz allem.
Und: Kann noch besser werden.
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