... und hier hat es "junge Hunde geregnet". Also - wenn mensch den Bauern glaubt - sieben Wochen Regen. Für mich ganz persönlich - ein Segen. Regen reinigt die Luft - und macht feinen Duft - von den üppigen Wäldern ringsum.
Muß ja nicht immer ein "Unwetter" sein wie neulich.
Sah nach diesem imposanten Guß kürzlich aus dem Fenster heraus da oben am Berg - "meine Kühe" um einen umgestürzten Baum versammelt. Sah aus, als würden sie ihm das letzte Geleit geben ....
Gestern sah ich nach langer Zeit endlich mal wieder ein fuchsig-rotes Eichhorn im Baum gegenüber - gut ausbalanciert an den Früchten knabbernd.
Habe erst in diesem Sommer den prachtvollen Haselnußbaum registriert - noch nie habe ich einen so großen gesichtet - ein Methusalem. Im letzten Jahr trug er keine Früchte - sonst wäre er mir sicher aufgefallen. Daneben - ein knorpeliger Kirsch-Methusalem, der trug im vergangenen Jahr auch nichts - außer eine Weile wunderschöne Blüten, jetzt aber hängt er voll mit den roten Perlen. Und die Nachbarin meinte - das würde zwar niemand mehr abernten, aber die Vögel würden sich alle Kirschen holen.
Mein innerer Widerstand, in die Kolonie zu fahren, wächst zunehmend.
Die Tage werden scheinbar immer länger und sinnfreier dort - und ich weiß mich zunehmend am falschen Ort.
Abgesehen von manchen goldenen Begegnugen.
Auf die neulich mit den brasilianischen Menschen am Bahnhof - möchte ich nicht verzichten - und auch nicht auf die mit der Freundin im Straßen-Café. Auf viele andere aber - durchaus.
Im Grunde - ist es mir jeden Tag, den ich noch dort verbringe - unbegreiflich, wie ich es überhaupt solange dort ausgehalten habe.
Ein Albtraum in der Nacht - bescherte mir mal wieder eine Zweit-Wohnung in der Stadt. Zwar in einem der schönsten und relativ ruhigen Randgebiete - in dem ich früher mal ganz gerne gewohnt hätte - aber jetzt war ich dort falsch. Der Verstand im Traume wollte mir erzählen, daß sei doch toll - und auf dem Land sei´s doch eigentlich langweilig. Die Seele aber widersprach diesem - vehement.
Falsch bzw. überlebt ist inzwischen auch diese ehemalige und alte Idee - das Optimum sei wohl - eine Hälfte in der Stadt und die andere auf dem Land zu leben. Die Bäume und der weite Himmel ringsum - nähren erheblich optimaler, als Stadt-Betonschluchten und "kulturelle Optionen".
Schaumermal, wie´s weitergeht .....
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen