Donnerstag, 13. Juni 2013

Prompte Antwort .... "Providerausfall"

... auf manche Fragen antwortet das Leben sofort. Gestern morgen im Bette noch fragte ich mich plötzlich, wie das wohl wäre - wenn´s Internet ausfällt. Als ich aufstehe, sehe ich, daß das Telefon keinen Strom hat. Die Leitung ist still. Anruf via Handy beim Anbieter ergibt - Ausfall in der ganzen Region - für die Kunden dieses Versorgers.
Aha. Gut. Dann sind es nicht meine Geräte - das wollte ich nur mal wissen. Und wundere mich - über diese prompte Lieferung vom Leben.
Die Reparatur-Arbeiten halten bis zum Abend an.

Ich nutze den Tag - um endlich mal mein Auto zu putzen draußen. Ehrlich gesagt - will ich einfach raus - aber auch was "zu tun haben". Einfach so - draußen rumsitzen - ist nicht ganz mein Ding. Erwerbsbedingt - da sitze ich viel zuviel rum - und werde immer noch manches Mal fast kirre dabei. Rumsitzen - ohne was zu tun zu haben .... erinnert mich also meist an die Limousine - und daran, daß ich mir viel mehr Bewegung wünsche.

Dennoch ist plötzlich Zeit - für ein langes, ausgiebiges "Treppengespräch" mit einer Nachbarin draußen vorm Haus, als wir uns treffen - wir hocken auf der Treppe .... ein paar Stunden. Als wir es beenden, ist auch ihre Wäsche trocken.
Ein wenig muß ich mich immer noch einpendeln - daß ich hier mehr, anders wahrgenommen werde als in der Stadt.
Ob ich Urlaub hätte? Ja - noch zwei Tage. Sie wäre fast schon mal klingeln gekommen. Hmmmhhh .... ich sag nix - hat ja bestens geklappt mit meinem "Einkapselungs-Wunsch" in der ersten Woche. Heute - ist es wieder völlig in Ordnung und auch sehr nett - mich wieder "auszukapseln".

Nach ein paar kurzen Wegen - Erledigungen - fahre ich zu einem Lagerfeuer-Abend. Wir tauschen uns aus über unsere Erfahrungen und Reakionen heute - auf den Telefon- und Internet-Ausfall, die recht unterschiedlich waren. Und doch wieder die Gemeinsamkeit hatten - daß wir mal nachgedacht haben darüber - wie sehr wir alle diese Dinge zu brauchen scheinen und uns permanent "erreichbar" machen. Die Einen mehr - ich weniger.

Ich hab´s genossen - und war endlich mal wieder den ganzen Tag inklusive Abend draußen. Und sofort - viel geselliger als sonst. Zurück im richtigen Leben quasi .... wo ich früher fast jeden Tag überwiegend draußen war. Wie in längst vergangenen Zeiten - als es noch nicht soviel zu "tun" und zu "wissen" gab. Staunte nicht schlecht über unser ausdauerndes "Treppensitzfleisch" und die streßfreie Bereitschaft - einfach nichts zu tun und die gute Luft zu genießen. Ein ganz feiner "Ausfall" - der gar keiner war - ganz im Gegenteil.
Abends dann lief ich wie ein junges Reh die Treppen hoch .... einen ganzen Tag lang barfuß draußen gibt offensichtlich einen Energieschub. Neben einem schönen, seelennährenden Feuer. Übrigens - in einer großen, wunderschönen "Feuerschale", auf Steine gestellt. "Saubere Sache" - und friedliches Feuer ohne allzuviel Funkengesprühe.
Dazu noch frischer Wind um die Nase - heute schon ein kleiner Sturm.  Wasser kommt auch noch dazu - später - wenn der starke Wind den sich ankündigenden Platzregen doch nicht mehr aufzuhalten vermag.
Als weiterer "Energieschub" - der jede einzelne Zelle in sofortige Freudenrotation versetzt und andreht - ein paar gemeinsam gesungene Lieder.
"Kostenfaktor" für einen gelungenen, glücklichen Tag: Quasi Null.
Zutaten: Ein bischen "Zeit" - besser: Muße - und Bereitschaft von ein paar Menschen, sich zusammenzufinden. Schon fertig.

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