.... ob ich diesen Tag erleben werde. Also - den ersten Tag - meiner zweiten Lebenshälfte. Diesen ersten Tag - eines neuen, anderen Abschnittes. Und - wieder ohne Scheiß - ich habe keine Ahnung, woher all die seltsamen Gedanken und Gefühle kamen - aber sie waren lange Zeit da - und wollten betrachtet werden.
Sicher spielte die "49" in meiner mentalen Welt - eine seltsame Rolle. Schon von klein an - traf ich immer wieder auf diese "49". Und sie schien mir offenbar wie eine Art unsichtbarer Mauer.
Jetzt - schaue ich nochmal mal ganz kurz nach - und treffe u.a. auf Yegguá - die Hüterin der Friedhöfe. Tatsächlich waren meine ersten 49 Jahre oft derart gestaltet - daß ich bei Begräbnissen war. Habe inzwischen den ehemals großen Clan - auf zahlreichen Friedhöfen verabschiedet. Oftmals - war ich ganz einverstanden. Für diese - die sich verabschiedeten. Dazu auch Begräbnisse von anderen Menschen. Eigentlich - habe ich mich seit relativ jungen Jahren von sehr vielen Menschen auf Friedhöfen verabschiedet. Als Kind schon - war ich oft freiwillig auf Friedhöfen unterwegs - und habe diese auf mich wirken lassen.
Mich manches Mal gewundert - daß sich die Friedhöfe - freiwillige Besuche einst und die Beerdigungen - wie ein Faden durch´s Leben zogen. Auf Menschen treffend - die so alt waren wie ich - und noch nie einen Toten verabschiedet hatten. Oder erstmals mit vielleicht Mitte vierzig oder so ... erstmals auf den Schnitter trafen.
Ich hatte sie also alle - bereits unter die Erde gebracht - auch das war manchmal ein Gedanke.
Aber moderater - mich von ihnen verabschiedet - manchmal auf abstruse Weisen.
Und irgendwann - schien es mir nur noch wahrscheinlich - daß ich auch gehen werde - also an dieser Schwelle der mich begleitenden und verfolgenden "49".
Heute morgen dann - wurde ich wach - und hatte die "49" hinter mir gelassen. Oder auch - sieben Mal sieben Jahre.
Eine Weile - konnte ich kaum das heutige Tagesdatum memorieren ... mußte es echt zusammen-sammeln.
Ein sanfter und friedlicher Morgen.
Ein sehr schöner Morgen - mit viel Sonnenschein und strahlend blauem Himmel.
Und ich - hatte wohl diese seltsame Schwelle - nach einer ruhigen und traumlosen Nacht - "geschafft".
Dieser erste Tag - bleibt schön. Und friedlich. Und sanft.
Der erste Tag - meiner "zweiten Lebenshälfte".
Nicht etwa - daß ich nun Hundert werden möchte - und wenn schon, dann doch eher zweihundert ....
Nein - vielmehr so, als sei viel von mir genommen und abgefallen - was die erste Hälfte betraf.
Mit all ihren Lektionen. Mit all ihren - oft "bleischweren" Lektionen - die vielen Sterbenden - irgendwo zwischen einverstanden und froh - zu verabschieden.
Was kann mensch dazu schreiben - außer - es ist vollbracht.
Und jetzt - darf es neu beginnen.
Ohne - die vielen Toten.
Oder so - ohne Schmerz über diese - mit leichter Seele.
Yeggua - hier zu hören. (geniale Transkription von drei Trommeln auf sein Instrument ...)
Nochmal anders -
sieben mal sieben Jahre -
Ausrichtung und Versuch - Trial and error - im einst Konditionierten - sind nun vorbei.
"Überlebt". Vorwiegend - in männlich-orientierten Systemen unterwegs. Übersetzt - Leistung und Erfolg - Bemühung - gewaltig an Samen ziehen - etc. pp.
Und - das Ergebnis? Ne - war nix.
Na gut - hab´ was gelernt.
Und was?
Das es - so nicht funktioniert.
Und auch nicht funktionieren will.
Die zweite Lebenshälfte - wird weiblicher - hedonistisch, triebhaft und von Liebe gesteuert werden.
Vermutlich - fruchtbarer. Schaumermal ....
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