Sonntag, 9. Juni 2013

Statt "neuer Frisur" ...

.... habe ich mal ein paar Möbel umgeräumt.
Also zuvorderst das Sofa, welches seit dem einen Jahr, seit ich hier bin - völlig verkehrt stand und quasi unbenutzt blieb. Nun steht es - richtig - und ist wie neu. Statt mir einen weiteren Teppich zuzulegen, habe ich jetzt die beiden vorhandenen einfach mal optimal plaziert. Sofa und Teppiche - bieten nun - endlich wieder - viel Platz zum Herumlümmeln und Ausbreiten - vom Seelenkörper.
Stelle erstaunt fest - daß ich alles habe, was ich brauche - und daß es sehr "wenig" Sperriges ist.
Ein Sofa, einen leichten Sessel zum Reinlümmeln, ein paar wenige Regale, ein Tisch und ein immer noch formidables Bett aus bestem, massivem Holz - unwackelbar. Die Küche - ist nicht meine - die gehört zur Wohnung. In dieser befinden sich außerdem genial-konstruierte Einbauschränke und sogar ein begehbarer Abstellraum unsichtbar dahinter - so daß ich keine weiteren Möbel benötige. Eine Freundin bemerkte zu diesen Einbau-Teilen - da habe sich endlich mal jemand wirklich gute Gedanken gemacht und den Raum optimal genutzt.  Geheimkammern - gibt´s auch .... Und dann gibt es noch ein paar Kleinteile - wie leicht verstellbare Ablagetische - aber nichts weiter "Schweres". Nur noch einen schweren Schreibtischstuhl im Keller - der wartet auf seinen nächsten Umzug. Hier habe ich gerade einen  leichten in Benutzung.
Eigentlich - bin ich also inzwischen sehr gut "frisiert".
Bis auf kleine Dinge, von denen ich mich noch erleichtern möchte.

Manchmal schaue ich mir solche Sendungen an - in denen Menschen schön wohnen in toller Umgebung bzw. Ambiente - und erfreue mich dran. Auf großen Höfen oder Gütern oder gar in alten Schlössern. Mit Tonnen von Möbeln und Gerätschaften. Mit liebevoll gehegten und gepflegten alten Schätzen und Ansammlungen. Und mit sehr viel Arbeit - um all das zu erhalten.
Ein wenig Mit-Träumen und -freuen ist ja erlaubt.
Aber meist zügig stelle ich fest - ist wohl kaum meines.
Bis heute habe ich im Grunde nie irgendwelche "Dübel" in irgendwelche Wände gesetzt.

Einer der beiden einstigen Umzugsengel hatte mir mal vor knapp drei Jahrzehnten das wahrlich beste und stabilste Hochbett der Welt gebaut - an einem Tag. Es stand - in sich selbst - ohne einen einzigen Dübel. Die stabilen Balken - genial ineinander greifend, in sich selbst stehend - ohne noch weitere Befestigung zu benötigen - über den kompletten Raum. Als Sahnehäubchen noch eine massive Treppe - einfach in die Konstruktion eingehangen. Nie hat da irgendwas gewackelt oder geknirscht - es war quasi in die eigene Schwingung gebaut.

Vermutlich sind Zwillingssonnen auch nicht wirklich dafür prädestiniert und geeignet - Altes über lange Zeiten zu bewahren.
Dennoch finden sich in meinem Fundus von beweglichen Leichtmöbeln - ein paar "Hocker", die ich schon seit zwei Jahrzehtnen bei mir habe. Ehemals "Hocker-Kind" - die waren mir immer die liebsten Sitzmöbel, weil sie sich mühelos an jeden Ort tragen ließen. Und ein nicht zu unterschätzender Vorteil - wer auf einem Hocker Platz nimmt in großen Gesellschaften - bleibt beweglicher - als der, der sich in den fetten Sesssel gesetzt hat. Kann sich die Position im Kreise selbst wählen - bei Bedarf mal wechseln zwischendurch - und jederzeit auch wieder abhauen - ggf. komplett, mitsamt Hocker. Auf den eigenen "Höckern" sitzen - ist außerdem ganz gesund. Nein danke - ich wollte eigentlich nie ein Kissen dazu.

Auf einem Kissen sitze ich jetzt - auf dem Boden. Und auf meinen Höckern.
Habe ich schon allzu lange nicht mehr zelebriert.
Kommt gleich - neben einem Hocker - und einem feinen Sofa manchmal - ein freier Boden, auf dem mensch viel Raum einnehmen kann.

Die Geschichte mit dem Datum - ging heute schon sehr leicht  - pendel mich wohl ein - in die "unvorbereitete Neugeburt".

Keine Kommentare: