Habe heute einen Toten gefahren. Michael Jackson ist sein Name.
Der
Name auf der Klingel war ein afrikanischer - soviel erkenne ich locker
anhand der Buchstabenstellungen. Ja - kommt gleich .... es kam dieser
Untote. Ein freundliches, höfliches Wesen .... aber ein Zombie. Das
zwillingsgleiche Antlitz und die Figur von diesem Michael Jackson. Aber
kein Kostüm - ne, der hat sich die Nase ganz genauso zertrümmern und
formen lassen, wie sein Idol. Die ehemals dunklere Haut - hat er sich
"auspigmentieren" lassen und
hatte ein entsprechend fleckiges Gesicht. Die Kleidung schwarz -
Handschuhe und Kopfschutz - gleiche, schlacksige Statur mal
vorausgesetzt. Gerade frisch dauergewellt - konnte es permanent riechen
während der
Fahrt. Die Energie, die wahrnahm, war eine luftige, nervöse.
Bei der Begrüßung sah ich ihn kurz an - und sah jemand, der sich völlig ent-stellt hatte - von sich selbst.
Ich war wirklich perplex - für einen kurzen Moment - über eine derartige Konsequenz der "Selbstaufgabe".
Dachte während der Fahrt und auch noch später darüber nach ... was in so
einem Wesen vieleicht alles geschehen mag. Für mich stand zügig fest -
ich würde es um kein Geld der Welt über mich ergehen lassen, selbst wenn
ich bis zu meinem Ende Kohle und Kohle und Kohle damit machen könnte.
Auch nicht, wenn ich die schönste Frau der Welt wäre (was ohnehin nur viel Stress wäre, denke ich ....) nach einem gewaltsamen
Zertrümmern meines mir nun einmal mitgegebenen Antlitzes. Aber wer
weiß, was ihn treibt? Das Idol? Dann - erst recht nicht! Idole und
Vorbilder ändern sich, am besten braucht mensch gar keine solchen.
Ich habe ihn nicht gefragt und auch nicht draufhin angesprochen - habe es einfach arbeiten lassen in mir.
That was really crazy! A so much real Zombie.Beim Abschied schaute ich
nochmal gut hin, um zu sehen, ob ich das vielleicht nur geträumt hatte
... aber er sah immer noch so aus.
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