Montag, 20. Februar 2012

Der Opernsänger ....

... schmettert weiterhin mehrmals täglich seine Weise aus dem Fenster in die Weiten des Hinterhofs, die sich aus dem dritten Stock heraus weitläufig zerstreuen. Nicht etwa, daß es etwas an meinem abweichenden Musikgeschmack ändert - aber etwas beeindruckt mich dabei. Zum Einen die unerschütterliche Disziplin im Üben - die mir seit längerem abhanden gekommen war - und zum Anderen scheint er mit seinem gepressten Stimmgeschmetter irgendwie die Luft, besser: die Atmosphäre zu reinigen. Aktuell von stumpfsinnigen, 3-Dur-akkordigen-immergleichen Karnevalsweisen. Die Frau dazu mit ihrem ebenso durchschneidenden Sopran - scheint verreist zu sein
PS: Der Sopran ist wieder da - und sie übten heute gemeinsam über  Stunden - die Wände erzittern und geschlossene Fenster tragen nur wenig zur Hör-Abwehr bei. Dennoch, im Moment - besser als der Drei-Dur-Akkord-Karnevals-Schmarrn.
Und die besagte Erinnerung ans Üben.

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