Montag, 13. September 2010

Wiederkehrende Träume und Umzugsstatistik

Habe ab und zu wiederkehrende Träume - die sind nicht unbedingt deckungsgleich, aber ähneln sich in Thematik, Ort und Mitwirkenden. Oft sind es Albträume (eines der Wörter, bei dem ich mir zeitlebens nicht merken konnte, ob es mit b oder p geschrieben wird ....). Heute nacht war es mal wieder einer, der vom Darben meiner verstorbenen Mutter handelte und von meiner Rolle in dem Spiel. Sehr intensiv - und sehr aufschlußreich. Danke dafür. Auch mein Vater erschien mir damals über einige Jahre hinweg immer wieder im Traum, aber ganz anders, eben mit seiner Geschichte. Heute morgen habe ich schnell mal alles aufgeschrieben, was ich erinnern konnte und dabei fiel mir auch gleich der letzte Albtraum ähnlicher Art wieder ein, der noch weit heftiger und aggressiver war, als dieser neue .... es verarbeitet sich langsam. Sowas braucht Seelenzeit - nicht Menschenzeit. Und dort findet es auch statt: In der Seelenlandschaft.

Diese Träume von der Mutter finden seltsamerweise immer in der Wohnung statt, in der ich als kleines Mädchen die ersten sechs Lebensjahre verbrachte. Sie stirbt also dort .... will sagen, daß sie dort wohl nie wirklich weggegangen ist (und ich habe dort auch nochwas zu tun!). Tatsächlich zog sie auch nur zweimal danach um, einmal ein Stück weiter im gleichen Viertel mit uns allen - und dann nach dem frühen Tod meines Vaters mit mir (natürlich, ohne mich gefragt zu haben, wie ich das so als Sechzehnjährige finde .. mit 18 war ich dann auch entspechend schnell weg) - in eine Wohnung, von der aus man auf diese erste schauen konnte. Das fand ich immer ein wenig seltsam.  Und nun stirbt sie auch dort in der alten Wohnung in den wiederkehrenden Träumen, wenn sie nicht gerade mal wieder ins  Krankenhaus eingeliefert wird.

Wiederkehrend ist auch die Zahl 13 in meinem Leben. Das ist auch die Zahl von Pluto, der mich so freundlich begleitet und belehrt .... In meinen "schwereren Zeiten" habe ich immer in Wohnungen gelebt, die als Quersumme die 13 ergeben (jaja, ich weiß - da fehlt was - kommt jetzt). Gerade habe ich die 13 sogar "pur" ... Und in den letzten Wochen sehe ich quasi mehrmals am Tag sowas wie 444 oder 4444 ..... Vielleicht sollte ich die 13 endlich mal auf die 4 runterbrechen? Mal sehen, was dann geschieht.
Und bei der Gelegenheit mit der Hausnummer-Betrachtung habe ich auch gleich mal nachgezählt, wie oft ich eigentlich umgezogen bin bisher: 9 Mal bislang, macht im Schnitt etwa alle 5 Jahre ....  das geht ja noch, kommt gerade tröstlich bei mir an.  Ich mag es nämlich gar nicht, dieses Gefühl "irgendwie festzusitzen und nicht aus- und aufbrechen zu können". Kürzlich las ich in einem Blog von einer jungen Frau unter 50, die gerade umzieht, einen Kommentar, in dem ernstlich sowas stand wie "Das wird ja sicher dein letzter Umzug sein" und fiel fast vom Stuhl! Was für eine schreckliche Vorstellung ... für eine Zwillingssonne. Bei mir kommt nicht einmal ein Dübel in die Wand, so seßhaft bin ich ...wobei ich gegen ein schönes Zuhause auch nichts einzuwenden habe - doch scheint es bisher nicht a priori zu stehen. Bzw. habe ich schon einige Wohnungen wieder verlassen, nachdem sie für mich von sehr netten helfenden Männern grundsaniert und nach meinen Wünschen ausgestattet waren. Dort hätte ich nach "nomalen Maßstäben" wohl länger bleiben sollen, doch ich habe nie wirklich dran gehangen .... Letzte Woche ging es sogar soweit mit meinem derzeit unheimeligen Basislager daß ich lieber außer der Reihe auf die Limou gegangen bin, statt einen weiteren Tag den ewigen Baulärm und die vielen Fremden vorm Fenster zu haben ... Und was die Seele bzw. das Unterbewußtsein betrifft - die halten sich sowieso nicht an Standorte.

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