Mittwoch, 1. September 2010

Körperhaare und -säfte nochmal

Ja, das ist ja so - als Frau von nun bald in wenigen Jahren einem halben Jahrhundert alt - habe ich ja schon viel gehört über das Blut, das ich jeden Monat zurück ins Universum geben durfte, ohne dabei zu verbluten.
Allerlei Schwachsinn, Unsinn, vielleicht auch Wunschvorstellungen .... soviel: Es scheint vieles unklar zu sein auf diesem Planeten, was die Natur des Blutens von Frauen betrifft.
Eine Fahrgästin kam gerade aus Portugal zurück von einem  Weingut - und sie berichtete, daß dort keinerlei Frauen mehr die Weintrauben treten dürfen, weil sonst angeblich der Wein kippt. Ich dachte kurz über eine eventuelle "physikalische bzw. chemische Option" nach - eine Art geschmacksverhindernde Kombination von Weintrauben und Blut in der Nähe? Aber meine Nachfrage ergab - auch hier wieder nichts Genaues, sondern die Verbindung von Mentsruationsblut und seltsamen Mythen.
Umso mehr erfreute mich nun eine rein magisch-kraftweisende-psychologische Erklärung dieses uralten Sachverhaltes seitens des Herrn Ralph Tegtmeier alias Frater V.D. in seinem Buch zur Sexualmagie: Es ist schlicht so, wie in anderen Bereichen des Lebens auch - die Männer fürchten die Kraft der Frauen - im magischen Bereich insbesondere die Kraft des Blutes ... bzw. er erläutert es nochmal so, daß die Stammes-Magier - also die Schamanen und andere Angst hatten vor dieser Kraft der Frau ... die armen Jungs .... weil sie eben ja auch nicht wissen, wie man blutet, ohne zu verbluten. Deswegen gehört alles, was stärker ist von Natur aus, wenigstens für die Zeit der Blutung, weggesperrt. In vermeintlich besseren Zeiten in Menstruationshütten.
Soviele Ideen gibt es - und sowenig kreative und lustvolle Umsetzung von uns heute, die wir es vieleicht besser wissen könnten ...
Und was die Sache mit den Körperhaaren betrifft: Ich habe früher immer gesagt "Lieber einmal im Monat menstruieren als mich jeden Tag rasieren zu müssen" - das bezog sich seinerzeit auf die tägliche Bartrasur der Männer ... heute müssen Frauen das scheinbar auch, wenn auch nicht am Bart, um "gesellschaftsfähig" zu bleiben.

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