.... so leicht geht das also?
Knapp dreieinhalb Stündchen Pflege mit vier Händen in güldenstem Oktoberwetter - davon etwa die Hälfte schon an Geselligkeit miteingerechnet. Ich habe ja immer noch keine echte Ahnung von sowas - aber es mutet mir doch recht einfach an und tut auch sehr gut, draußen in der Erde rumzuwühlen.
Tulpen- und Narzissenzwiebeln sind in die Erde gesetzt für viel Freude im kommenden Frühjahr. Wenn ich dann noch hier bin ..... Weil ich mein Kreuz nicht allzu sehr strapazieren wollte, bekam ich ein paar Arbeiten, die vorwiegend im Stehen zu verrichten waren. Bemerkte diesmal - hoffentlich rechtzeitig - meinen Hang zum Überziehen. Andererseits ist auch Bewegung wichtig - und die Information an das Körperwesen, daß es die Malesten nun wieder vergessen darf. Also - schonend raus aus dem Schongang. Und einfach mal früher wieder abbremsen, als gewohnt.
Ich widmete mich also eine gute Weile lang vorwiegend im Stehen dem Wellness-Programm eines prachtvollen - ähhh .... wie heißt denn dieses Gewächs nochmal? Ich weiß es genau - und doch hab´ ich´s vergessen. Egal - jedenfalls freute ich mich am Abzupfen der verblühten Pracht und staunte wieder mal, daß die kommenden Knospen bereits völlig vollendet und wieder "startbereit" sind, sobald sie mit der Sonne in ein paar Mondläufen im erneuten Einklang stehen - werden.
Übrigens - ist mir die Zeit entglitten währenddessen ... nach etwa eineinhalb Stunden legten wir die erste, kleine Pause ein - und ich hatte so das Gefühl, daß gerade mal eine halbe oder dreiviertel vergangen sei.
In meinen bisherigen Lebensjahren auf diesem Planeten bin ich eher selten in den Genuß von Erdwühlarbeiten gekommen - aber wenn, dann war´s immer ein ganz anderer "Rhythmus", als der, den ich aus allzu langem Stadtleben kenne. Versinken ins Wühlen und Zupfen - ist wirklich leicht. Und wohltuend.
Mit dem Rasenmähen habe ich es eher nicht so .... außerdem ist mir das immer so schade, was ich da alles absäbeln soll: All die vielen zugeflogenen Blumen und heilenden Kräuter .....
Als ich dann die ausgeblühten Herbstblumen aus der Schale genommen habe, erwähne ich, das es mir immer so leid tut, Pflanzen einfach "wegzuwerfen" - zumal die doch offensichtlich noch sehr lebendig sind. Und meine - ob die vielleicht "mehrjährig" seien? Daraufhin - bekommen sie einen neuen Platz - wer weiß, vielleicht kommen sie ja noch ein paar Mal wieder?
Sollte mir in diesem Leben noch ein Stück "eigener Garten" zuteil werden - wird dieser vermutlich zu großen Teilen aus "freiwillig Angeflogenem" bestehen. Unbedingt Raum für Schafgarbe, Gundermann, Ackerschachtelhalm, Brennesseln, Giersch (Extra-Bereich!), Kamille, Beifuß, Löwenzahn, Wegeriche und soviel mehr kräftiges Kraut.
1 Kommentar:
mir geht es so wie storl beschreibt: gartenarbeit ist meditation.
es tut einfach nur wohl. man sieht was man getan hat und ist in kontakt mit den pflanzenwesen. ich rede mit allen.
aus dir wird noch eine großartige gärtnerin. wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich dir die kleingärtner empfehlen. einen garten für wenig geld zu pachten, ist allerdings der einzige vorteil.
du bist da eher wie ich und kannst mit der vereinsmeierei nicht so umgehen. :-)
grüße
m.
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